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Arbeitsschutz - Strahlenschutz
 

 
 

08.03.2017

Beschäftigung in fremden Anlagen oder Einrichtungen (§ 15 Strahlenschutzverordnung)

Wer in fremden Anlagen oder Einrichtungen Mitarbeiter beschäftigt oder selbst tätig wird, bedarf einer Genehmigung, wenn dies bei einer der Personen zu einer Strahlenbelastung von mehr als 1 Millisievert führen kann.

Die Genehmigung ist zu beantragen, wenn bei Abschätzung der geplanten Aufenthaltszeit in Strahlenschutzbereichen für Beschäftigte im Kalenderjahr eine effektive Dosis von mehr als 1 Millisievert auftreten kann. Gleiches gilt auch, wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass im Verlauf des Kalenderjahres durch weitere Aufenthalte der Grenzwert überschritten werden kann.

In der Regel handelt es sich hierbei um Unternehmen, die beispielsweise in Kernkraftwerken Instandsetzungs- oder Wartungsarbeiten in Bereichen durchführen, die zwar nicht unbedingt innerhalb Sicherheitsbehälters liegen, aber dennoch zu einer erhöhten Strahlenexposition führen können. Genauso können aber auch Reinigungsunternehmen unter diese Vorschrift fallen, wenn sie etwa Kontrollbereiche einer nuklearmedizinischen Einrichtung säubern.

Zusätzlich zum ausgefüllten Antrag sind

  • Kopien der Bestellschreiben der Strahlenschutzbeauftragten,

  • Nachweise über die Fachkunde im Strahlenschutz (Fachkundegruppe S5) und

  • eine Kopie der Strahlenschutzanweisung einzureichen.

Schon vor der Antragstellung sollten die polizeilichen Führungszeugnisse des Antragstellers und ggf. der Strahlenschutzbeauftragten bei der zuständigen Meldebehörde / dem Bürgeramt beantragt werden (Belegart O, Laufzeit mindestens 14 Tage).