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Arbeitsschutz
 

 
 

13.11.2017

Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit ASV | Meldungen November 2017

Zahl des Monats November: 37%

37% der atypisch Beschäftigten in NRW werden von niemandem zur Beurteilung ihres Arbeitsplatzes angesprochen. Sie werden also nicht in den Prozess der Gefährdungsbeurteilung miteinbezogen.

Atypische Beschäftigung hat viele Gesichter: Einerseits bietet diese Arbeitsform mehr Flexibilität und ermöglicht eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben, andererseits ist sie manchmal die einzige Option, um überhaupt Teil der Arbeitswelt zu sein. Mit dieser Situation gehen vielfältige Belastungen einher. Beispielsweise werden atypisch Beschäftigte seltener in die betrieblichen Abläufe eingebunden, was sich negativ auf Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit auswirkt.

Arbeitnehmende in einem Normalarbeitsverhältnis, die häufiger in Großbetrieben beschäftigt sind, profitieren von Personal- oder Betriebsräten und speziell dafür ausgebildeten Expertinnen und Experten, wie eigene Fachkräfte für Arbeitssicherheit. Atypisch Beschäftigten sind diese Beauftragten oftmals unbekannt. Bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung wird etwa die Hälfte von ihnen von Vorgesetzten und seltener von Beauftragten für den Arbeitsschutz (25%) oder dem Betriebs- bzw. Personalrat (10%) in den Prozess der Gefährdungsbeurteilung einbezogen.

Von Anfang an sollten die Belange aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Entwicklung und Umsetzung betrieblicher Maßnahmen berücksichtigt werden, durch die Gefährdungsbeurteilung soll das gesundheitliche Risiko für die Beschäftigten bestimmt und minimiert werden. Um einen Eindruck über einen Arbeitsplatz zu bekommen, ist es ratsam, alle Beschäftigtengruppen miteinzubeziehen. Insbesondere psychische Belastungen werden oftmals nur sichtbar, wenn die Beschäftigten direkt befragt werden.

Weitere Informationen:


Schwangerschaft bedeutet Veränderung. Stehen Sie auf der „sicheren Seite“

Das Mutterschutzgesetz gilt für Frauen, die in einem Beschäftigungsverhältnis stehen - egal, ob sie in Vollzeit, in Teilzeit oder geringfügig beschäftigt sind. Ab dem 1. Januar 2018 werden zusätzlich auch weitere Gruppen geschützt, unter anderem Schülerinnen und Studentinnen, Frauen im Jugendfreiwilligendienst oder im Bundesfreiwilligendienst sowie Heimarbeiterinnen nach dem Heimarbeitsgesetz.

Sie alle haben ein Anrecht auf besonderen Schutz, denn mit einer Schwangerschaft ändert sich vieles im Leben einer Frau. Nicht nur privat, sondern z. B. auch im Berufsleben, in der Ausbildung oder im Studium. Die wichtigsten Fragen zum Thema Mutterschutz beantwortet die Drehscheibe „Schwanger – was jetzt für Sie wichtig ist. Mutterschutz kompakt.“.


Ergebnisse zum Projekt ParKoURs veröffentlicht

Wie lässt sich der Arbeitsschutz an Arbeitsplätzen mit hoher Exposition gegenüber polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) verbessern? Dieser Frage ging das LIA.nrw von Februar 2013 bis September 2015 gemeinsam mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und dem Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IPA) mit dem Projekt „ParKoURs“ nach. Ziel des Projektes war es, das Ausmaß der Belastungen durch die berufliche Tätigkeit zu ermitteln und wirksame Schutzmaßnahmen und praktikable Wege zu deren Umsetzung abzuleiten. Dafür wurde in zwei Betrieben aus dem Bereich Bahnschwellen und in einem Betrieb aus dem Bereich Bodensanierung die innere Belastung mittels Biomonitoring sowie die zugehörige äußere Belastung (beschränkt auf die inhalative Exposition) gemessen. Die Ergebnisse sind nun im Fachmagazin "ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention" erschienen.


Rückschau: LIA.nrw Jahrestagung „Offene radioaktive Stoffe“

Im Fokus der LIA.nrw Jahrestagung Ende September standen offene radioaktive Stoffe als wichtiges Thema im Arbeitsschutz. Diskutiert wurden unter anderem die Gefährdungssituationen beim Rückbau durch offene radioaktive Stoffe, die Inkorporationsüberwachung in Deutschland sowie die Überschneidungen der Bereiche von Arbeitsschutz und Strahlenschutz. Die Vorträge und Abstracts der Referentinnen und Referenten stehen nun zur Verfügung.

Handlungsleitfaden Gefährdungsbeurteilung

Die Gefährdungsbeurteilung ist ein wichtiger Grundstein für gesunde und zufriedene Beschäftigte und trägt damit entscheidend zum Erfolg eines Betriebes bei. Eine praktische Handlungsanleitung zur Erstellung der Gefährdungsbeurteilung finden Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber im Leitfaden "Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz" des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS). Die Broschüre wurde nun aktualisiert. Die neue Fassung kann kostenlos über den Broschürenservice des Ministeriums bestellt oder als PDF heruntergeladen werden.

Neuauflage: Bußgeldkatalog zum Chemikalienrecht

Das nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat den Bußgeldkatalog zum Chemikalienrecht aktualisiert. Mit den Bußgeldtabellen des Katalogs lassen sich Strafen für einzelne Ordnungswidrigkeiten leicht nachschlagen. Ergänzt wird die Veröffentlichung durch einen allgemeinen Teil, der die Anwendung des Katalogs erläutert und Erklärungen zu den verschiedenen Zuständigkeitsbereichen sowie Begriffsbestimmungen enthält.


"Kühlschrank abzugeben!“ Schnäppchen können teuer werden.

Wer kennt es nicht? Bekannte oder Freunde suchen für den ausgedienten Kühlschrank, der "noch einwandfrei funktioniert", ein neues Zuhause. Auch auf diversen Internet-Portalen gibt es Kühltruhen und Eisschränke zum kleinen Preis. Nur den wenigsten ist bewusst, dass die Abgabe eines alten Kühlschranks ein Straftatbestand oder eine Ordnungswidrigkeit sein kann. Die wichtigsten Informationen über die richtige Entsorgung von Kühlgeräten, ozonabbauende Stoffe, Abgabeverbote und Straftatbestände sind im Merkblatt des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen zusammengestellt.

MSE Prävention - GDAbewegt stellt gute Beispiele aus der Praxis vor

Führungskräfte verschiedener Branchen berichten, wie sie in ihrem Betrieb das Risiko von Muskel-Skelett-Beschwerden senken, einzelne Maßnahmen zu einem Gesamtkonzept bündeln und über strukturelle Veränderungen und Schulungen eine nachhaltige Umsetzung fördern. Die Praxisbeispiele sollen inspirieren und Hemmschwellen abbauen: Arbeitsschutz fängt im Kleinen an und ist ein Gewinn für alle.

Call for Papers A+A 2018

Vom 23. bis 25 Oktober 2018 findet die Messe Arbeitsschutz Aktuell unter dem Motto "Sicher und gesund arbeiten" in Stuttgart statt. Ab sofort können Fachleute aus den Bereichen Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz ihre Vorträge und Ideen für den zeitgleich stattfindenden Kongress einbringen. Die Fachvereinigung Arbeitssicherheit e.V. (FASI) lädt zu diesem Erfahrungs- und Informationsaustausch ein. Zu den 16 Themenblöcken zählen unter anderem Baustellen, Prävention 4.0 und die Arbeitsstättenverordnung. Einsendeschluss für Beitragsvorschläge ist der 30. November 2017 und im Januar/Februar 2018 werden die Zusagen von FASI versendet.

Sicherheitswissenschaftliches Kolloquium

In regelmäßigen Abständen lädt das Institut ASER e. V. zum Sicherheitswissenschaftlichen Kolloquium nach Wuppertal ein. Im Winter stehen die Themen "Krebserzeugende Stäube beim Bauen und Renovieren – Holz, Quarz, Asbest,… Rechtliche und praktische Probleme" (05.12.17), "Produktsicherheit und Marktüberwachung – Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen" (09.01.18) und "Auf dem Weg in eine inklusive Gesellschaft? Grundlagen und Gestaltungsvorschläge zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung" (30.01.2018) auf der Agenda. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 18:00 Uhr.

Anmeldung und Programm