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Arbeitsschutz
 

 
 

10.05.2017

Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit ASV | Meldungen Mai 2017

Gefährliche Gemische brauchen neue Etiketten

Ab 1. Juni 2017 dürfen gefährliche Stoffe und Gemische in Europa nur noch verkauft werden, wenn sie der CLP-Verordnung entsprechen. Darauf weist die Bundesstelle für Chemikalien bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hin. Die europäische CLP-Verordnung regelt die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von chemischen Stoffen und Gemischen. Mit dem Stichtag endet die letzte Übergangsregelung. Es dürfen nur noch Gemische wie beispielsweise Haushaltsreiniger, Lösemittel oder Bauchemikalien verkauft werden, die nach der CLP-Verordnung eingestuft und gekennzeichnet sind.

Die neue Kennzeichnung lässt sich auf den ersten Blick an Farbe und Form der Piktogramme erkennen. Die CLP-Piktogramme sind rautenförmig mit einem schwarzen Symbol und rotem Rahmen. Sie ersetzen die nicht mehr zulässigen schwarzen Symbole auf orangenem Quadrat. Kunden sollten Produkte mit "alter" Kennzeichnung nach dem 1. Juni 2017 zurückweisen.


Zahl des Monats Mai: 630.000

Eine Raupe des Eichenprozessionsspinners produziert im letzten Larvenstadium um die 630.000 Härchen, die bei Kontakt mit der Haut allergische Reaktionen hervorrufen.

In den Monaten Mai und Juni entwickelt die Raupe giftige Brennhärchen, die bei Kontakt zu allergischen Hautreaktionen, Bindehautentzündungen und Reizungen der Atemwege sowie Fieber und Schwindelgefühlen führen können.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners ziehen sich zur Häutung in riesige Nester zurück, die bis zu einem Meter groß sein können. Wenn die Raupen sich häuten, können diese Härchen durch Wind in die Umgebung verstreut werden und zu einer Gesundheitsgefahr für Menschen werden, die sich beruflich oder in der Freizeit in der Nähe von befallenen Eichen aufhalten. Insbesondere der Kontakt mit den Nestern, die Hunderte von zurückgelassenen Häuten mit Härchen enthalten, muss vermieden werden.

Informationen zur Bekämpfung und zum sicheren Umgang mit der Raupe finden Sie im Merkblatt des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

https://www.lia.nrw.de/_media/pdf/service/Publikationen/MAIS/Merkblatt_Eichenprozessionsspinner_final.pdf

BAuA: „Arbeitsschutz bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners“ - https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Gefahrstoffe/Biozide-Bewertungsstelle-Arbeitsschutz/Eichenprozessionsspinner.html


LIA.fakten - Lärm

Der Presslufthammer auf der Arbeit oder die nervige Musik-Beschallung durch die Sitznachbarn in der Bahn. Lärm hat viele Gesichter und wir können ihm im Alltag kaum entkommen. Das kann sich auf Dauer negativ auf Körper und Geist auswirken. Lärmschwerhörigkeit, Kopfschmerzen oder erhöhter Blutdruck sind nur einige Folgen, die durch Lärmbelastung auftreten können. LIA.fakten Lärm erklärt, ab wann Lärm gefährlich wird und was mögliche Schutzmaßnahmen sind.


BAuA bündelt Fragen und Antworten zu REACH
Die dritte Registrierungsphase für Chemikalien unter der REACH-Verordnung steht bevor und wird voraussichtlich besonders die kleinen und mittleren Unternehmen betreffen. Um diese Betriebe zu unterstützen, hat der REACH-CLP-Biozid Helpdesk bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin eine FAQ-Sammlung veröffentlicht.

Bis zum 31. Mai 2018 müssen vorregistrierte Stoffe, die in einem Mengenband von 1 bis 100 Tonnen pro Jahr hergestellt oder importiert werden, von den Unternehmen bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) registriert werden. Unter dem Stichwort "Helpdesk informiert deutschlandweit vor Ort" fanden 2016 Informationsveranstaltungen in verschiedenen Städten statt. Bei allen Veranstaltungen wurden viele Fragen zur bevorstehenden Registrierung gestellt. Die Fragen wurden in einer FAQ-Sammlung von der BAuA zusammengefasst und stehen nun kostenlos zum Download zur Verfügung.

10 Jahre REACH: Bilanz und Ausblick

Am 1. Juni 2007 trat die REACH-Verordnung in Kraft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sowie der REACH-CLP-Biozid Helpdesk nehmen das zehnjährige Jubiläum zum Anlass, um eine Bilanz zu ziehen. Am 30. Juni laden sie zur Informationsveranstaltung "Ein Jahrzehnt REACH: Sekt oder Selters!" in die DASA Arbeitswelt Ausstellung nach Dortmund ein. Dabei betrachten und bewerten Vertreter der verschiedenen Akteure des europäischen Chemikalienrechts die Erfolge und Perspektiven der REACH-Verordnung.

 

„Chefsache Mensch: …damit der Laden läuft.“ Erfahrungsaustausch für Unternehmerinnen und Unternehmer

Es ist alarmierend. Immer mehr Arbeitsunfähigkeitstage und Frühverrentungen sind auf psychische Belastungen zurückzuführen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema psychische Belastungen lohnt sich für Arbeitgeberinnen bzw. Arbeitgeber und Führungskräfte. Was können sie tun, um gleichermaßen Unternehmen und Beschäftigte gesund zu halten? Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW, die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, die Arbeitsschutzdezernate der Bezirksregierungen und das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung NRW laden ein zum regionalen Erfahrungsaustausch. Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmerinnen und Unternehmer von kleinen und mittleren Betrieben, um über Handlungsansätze zum Thema „Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen" für ihren Betrieb zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. Die nächsten Veranstaltungen finden am 27. Juni in Bochum und am 17. Oktober in Düsseldorf statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

Jahrestagung LIA.nrw "Offene radioaktive Stoffe. Ein wichtiges Thema im Arbeitsschutz"

Der Einsatz von radioaktiven Stoffen bringt neben dem technischen und gesundheitlichen Nutzen ein erhöhtes Gefährdungspotenzial mit sich und beschreibt somit ein besonderes Thema für den Arbeitsschutz. In Kooperation mit dem Fachverband für Strahlenschutz e.V. am 21. September, richtet sich die Veranstaltung an Strahlenschutzakteure aus Inkorporationsmessstellen, Aufsichts- und Genehmigungsbehörden, Sachverständige, ermächtigte Ärztinnen und Ärzte und Verantwortliche im Strahlenschutz.


Tag der Pflege

Der „Internationale Tag der Pflege" am 12. Mai erinnert an den Geburtstag von Florence Nightingale (1820 - 1910), einer Pionierin der modernen Krankenpflege. Die Arbeit in der Pflege ist anstrengend. Sie ist geprägt durch schwere körperliche Arbeit und durch den Stress, viele Arbeiten in kurzer Zeit oder gleichzeitig erledigen zu müssen. Informationen, wie Belastungen in der Pflege reduziert werden können, finden Sie auf folgenden Seiten:

GDA-Portal Pflege: http://www.gda-portal.de/de/Arbeitsprogramme/Pflegeberufe.html„Sichere Schule“: Sporthalle mit mobiler Version
Wer sich im Portal „Sichere Schule“ über gesetzliche Anforderungen an Sporteinrichtungen und –geräte informieren möchte, kann dies jetzt auch von unterwegs aus tun. Dafür sorgt ein optimiertes Design für Smartphones und Tablets.


EU-OSHA ESENER-2 Folgestudie

Wie organisieren Betriebe die Beteiligung von Beschäftigten am betrieblichen Sicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement? Gibt es formale Strukturen der Arbeitnehmervertretung, oder werden die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stattdessen direkter einbezogen? Aufschluss hierüber geben die Ergebnisse der qualitativen Studie der EU-OSHA zur Beteiligung und Anhörung von Beschäftigten im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, einer Folgestudie zur Unternehmenserhebung ESENER-2.

Sicherheitswissenschaftliches Kolloquium: Frühjahrsprogramm 2017

In regelmäßigen Abständen lädt das Institut ASER e. V. zum Sicherheitswissenschaftlichen Kolloquium nach Wuppertal ein. Am 2. Mai lautet das Thema "Beurteilung der Arbeitsbedingungen – Zur Weiterentwicklung der Gefährdungsbeurteilung". Referieren werden Dr. Markus Kohn von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e. V. und Dipl.-Soz. Bruno Zwingmann von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheitsschutz e. V.. „Bedingungen für eine zeitgemäße Arbeitszeitgestaltung – Schlussfolgerungen aus dem BAuA Arbeitszeitreport 2016“ steht am 23. Mai auf der Agenda. Den Vortrag hält Dr. Anne Marit Wöhrmann von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Dortmund.

 

GHS-Spaltenmodell zur Suche nach Ersatzstoffen

Nach Gefahrstoffverordnung sollen Betriebe statt Gefahrstoffen möglichst Ersatzstoffe mit geringerem gesundheitlichen Risiko einsetzen. Als Hilfe bei der Beurteilung, welcher Ersatzstoff infrage kommt, hat das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) das Spaltenmodell entwickelt. Die Ersatzstoffe können mit nur wenigen Informationen über die fraglichen Produkte anhand der bereitgestellten Tabelle beurteilt werden.

http://www.dguv.de/ifa/praxishilfen/praxishilfen-gefahrstoffe/ghs-spaltenmodell-zur-substitutionspruefung/index.jsp


iga.Aktuell 1/2017
Die Initiative Gesundheit und Arbeit veröffentlicht in iga.Aktuell einen Überblick zu ausgewählten Ergebnissen der Onlinestudie „Pausengestaltung“ und empfiehlt, wie sich die eigene Pause besser gestalten lässt. Außerdem wird ein Pilotprojekt zur Wirksamkeit des Trainings emotionaler Kompetenzen (TEK) in der Notfallsanitäterausbildung vorgestellt.

https://www.iga-info.de/fileadmin/redakteur/Veroeffentlichungen/iga_aktuell/Dokumente/iga-aktuell_01_2017_web.pdf