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Gesundheit und Soziales - Approbation
 

 
 

24.03.2017

Ruhen und Widerruf der Approbation

Das Ruhen der Approbation kann angeordnet werden, wenn

  • gegen den Arzt oder Zahnarzt wegen des Verdachtes einer Straftat, aus dem sich seine Unwürdigkeit oder Unzuverlässigkeit ergeben kann, ein Strafverfahren eingeleitet ist,
  • der Arzt oder Zahnarzt gesundheitlich (ggf. durch Sucht und/oder geistige oder körperliche Schwäche etc.) nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf ordnungsgemäss auszuüben bzw. Zweifel daran bestehen und der Arzt oder Zahnarzt sich weigert, sich einer amts- oder fachärztlichen Untersuchung zu unterziehen.

Der Widerruf der Approbation ist anzuordnen, wenn sich der Arzt oder Zahnarzt eines Verhaltens schuldig gemacht hat, aus dem sich seine Unzuverlässigkeit oder Unwürdigkeit zur Ausübung ärztlichen oder zahnärztlichen Berufes ergibt.

Unwürdigkeit
liegt vor, wenn der Arzt oder Zahnarzt durch sein in der Vergangenheit liegendes Verhalten nicht mehr das zur Ausübung des ärztlichen/zahnärztlichen Berufes erforderliche Ansehen und Vertrauen besitzt. Hierbei ist es nicht erforderlich, dass das Fehlverhalten des Arztes oder Zahnarztes im Zusammenhang mit der Ausübung seines Berufes erfolgt sein muss.

  • grundsätzlich anzunehmen bei Verbrechen
  • auch bei Vergehen, sofern diese von erheblichem Gewicht sind
  • eine Orientierung erfolgt am Strafmass und an der Art der Straftat (wobei diese nicht notwendigerweise einen berufsspezifischen Bezug haben muss); die Straftat muss jedoch geeignet sein einenen Vertrauens- und Ansehensverlust im Arzt-Patienten-Verhältnis herbeizuführen.

Unzuverlässigkeit
Der Arzt oder Zahnarzt bietet aufgrund einer Zukunftsprognose nicht mehr die charakterliche Gewähr für die ordnungsgemässe Ausübung der Heilkunde.

  • Verletzung beruflicher Pflichten - z. B. Kunstfehler oder Abrechnungsbetrug.
  • Fehlen der Eigenschaft zur Gewissenhaftigkeit - z. B. krankhafte Spielsucht, oder der erkennbare Hang zur Missachtung gesetzlicher Vorschriften.