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Gesundheit und Soziales - Sozialpolitische Förderprogramme
 

 
 

13.07.2016

Niedrigschwellige Hilfe- und Betreuungsangebote

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Neu: Beratungshotline zu niedrigschwelligen Hilfe- und Betreuungsangeboten für Antragsteller

0211 475-3499

Mo u. Di 08.30 - 11.30 Uhr
Do 13.00 - 16.00 Uhr

mehr hier

Bitte beachten:
Informationsschreiben zu verschiedenen Änderungen des 1. Pflegestärkungsgesetzes

Wichtige Information zu Entlastungsangeboten !!!
Mit Datum vom 14.06.2016 ist die Verordnung über niedrigschwellige Hilfe- und Betreuungsangebote für Pflegebedürftige (HBPfVO) geändert worden.
Hiernach gelten erbrachte niedrigschwellige Entlastungsangebote gemäß § 2 a HBPfVO übergangsweise als anerkanntes Entlastungsangebot, soweit eine Leistungsanbieterin oder ein Leistungsanbieter über eine Anerkennung für ein niedrigschwelliges Betreuungsangebot gemäß § 2 HBPfVO verfügt oder als zugelassener Pflegedienst Leistungen nach § 45b Absatz 1 Satz 6 Nummer 3 des Elften Buches Sozialgesetzbuch erbringt.
Alle Voraussetzungen für die Anerkennungen niedrigschwelliger Betreuungsangebote gelten unverändert weiter. Eine Anerkennung ausschließlich von Entlastungsleistungen ist nicht möglich.

Voraussetzung für die Anerkennung als niedrigschwelliges Betreuungsangebot
Typen niedrigschwelliger Hilfe- und Betreuungsangebote
Weitere Informationen


Seit 01. April 2002 haben Pflegebedürftige mit eingeschränkter Alltagskompetenz einen Anspruch gegenüber ihrer Pflegekasse auf Gewährung eines zusätzlichen zweckgebundenen Betrags, wenn sie Betreuungsleistungen im häuslichen Bereich und zur Unterstützung ihrer pflegenden Angehörigen in Anspruch nehmen.

Mit Inkrafttreten des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes zum 01.07.2008 haben sich u.a. die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme zusätzlicher Betreuungsleistungen nach § 45b Abs. 1 SGB XI geändert. Nun können auch Personen ab der Pflegestufe 0 zusätzliche Betreuungsleistungen in Anspruch nehmen. Grundvoraussetzung ist weiterhin, dass neben der Einstufung in eine Pflegestufe die "Einschränkung der Alltagskompetenz" durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) festgestellt ist.

Die Betreuungspauschale, die bislang 460,00 EUR pro Jahr betrug, gliedert sich nun in einen Grundbetrag (104 EUR/Monat) und in den erhöhten Betrag (208 EUR/Monat), so dass Pflegebedürftigen bei Vorliegen der Voraussetzungen jährlich bis zu 2.400,00 EUR zur Verfügung stehen können.

Diese Betreuungspauschale kann u.a. für die Inanspruchnahme niedrigschwelliger Hilfe-. und Betreuungsangebote verwendet werden.

Voraussetzung für die Anerkennung als niedrigschwelliges Betreuungsangebot:

Initiativen, Vereine oder Gruppen, die mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ein entsprechendes öffentliches Angebot bereit stellen, können nach § 45b Abs. 1 Nr. 4 SGB XI in Verbindung mit der geltenden Verordnung über niedrigschwellige Hilfe- und Betreuungsangebote (HBPfVO) anerkannt werden.

Dass ehrenamtliche Helferinnen und Helfer die Betreuungsleistungen erbringen, ist Grundvoraussetzung für eine Anerkennung z.B. einer Betreuungsgruppe (§ 2 Abs. 2 Nr. 1 HBPfVO), eines HelferInnenkreises (§ 2 Abs. 2 Nr. 2 HBPfVO) oder einer Tages- oder Einzelbetreuung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 und 4 HBPfVO).

Die fachliche Begleitung kann nur von Fachkräften im Sinne des § 3 HBPfVO erfolgen.

Gleiches gilt für die Angebote von gewerblich-professionellen Anbietern nach Typ 7.
Auch hier muss die fachliche Begleitung von Helferinnern und Helfern durch eine Fachkraft gemäß § 3 HBPfVO erfolgen.

Die fachliche Anleitung kann auch durch die Kooperation o.ä. mit einer Fachkraft sichergestellt werden.
Unter fachlicher Anleitung ist beispielsweise nachfolgendes zu verstehen:

  • fachliche und psychosoziale Anleitung/Begleitung/Unterstützung der Helferinnen und Helfer sowie
  • die Durchführung regelmäßiger Fall- und Teambesprechungen

Darüber hinaus zählt zu den Aufgaben der Fachkraft insbesondere, dass sie auch außerhalb der regelmäßigen Teambesprechungen  

  • den HelferInnen als AnsprechpartnerIn zur Verfügung steht in besonderen Krisensituationen (z.B. wenn akute (pflegefachliche) Probleme auffallen)
  • ggf. auch den pflegenden Angehörige/rechtlichen Betreuerinnen und Betreuer als Ansprechperson zur Verfügung steht
  • bei Erstbesuch/ Kennenlerngesprächen und ggf. in der „Eingewöhnungsphase“ vor Ort unterstützt sowie die gelegentliche Begleitung der HelferInnen wahrnimmt, insbesondere bei entsprechendem Bedarf oder aufgrund besonderer Anlässe.

Voraussetzung für die Anerkennung ist weiterhin die Einhaltung der Vorgaben zur Qualitätssicherung.

Qualitätssicherung soll im wesentlichen durch die
        - Anleitung der Helferinnen und Helfer durch qualifizierte Fachkräfte und
        - verpflichtende Qualifizierungsangebote für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
erreicht werden.

Typen niedrigschwelliger Hilfe- und Betreuungsangebote:

- Betreuungsgruppen für Menschen mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, mit geistigen Behinderungen oder psychischen
  Erkrankungen,
- Helferinnen- und Helferkreise zur stundenweisen Entlastung pflegender Angehöriger im häuslichen Bereich,
- Tagesbetreuung in Kleingruppen,
- Einzelbetreuung durch anerkannte Helferinnen und Helfer,
- familienentlastende und familienunterstützende Dienste (FED/FUD),
- Agenturen zur Beratung und Vermittlung von Betreuungsleistungen für Pflegebedürftige und der sie Pflegenden,
- andere niedrigschwellige Betreuungsangebote, die Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz in der eigenen Häuslichkeit oder
  in Angeboten betreuten Wohnens ein selbstständiges Leben ermöglichen und die pflegenden Angehörigen entlasten,
- Einzelfallbetreuung im Rahmen der Nachbarschaftshilfe unter der Voraussetzung, dass ein Pflegekurs nach § 45 SGB XI absolviert
  wurde (Hinweis: Die Anerkennung dieses Betreuungsangebots im Einzelfall erfolgt durch die zuständige Pflegekasse)

sowie
- weitere Gruppen ehrenamtlich tätiger Personen sowie Selbsthilfegruppen gemäß § 45d Abs. 1 Nr. 1 und 2 SGB XI.

 

Das Dezernat 34, Fachbereich Arbeitsmarkt- und Sozialpolitische Förderprogramme, der Bezirksregierung Düsseldorf ist landesweit zuständig für die Anerkennung niedrigschwelliger Betreuungsangebote. Eine aktuelle Übersicht erhalten Sie auf der Homepage der Landesinitiative Demenz-Service NRW.
Hinweis:
Ggfls. in Vergangenheit zur Verfügung gestellte Handreichungen oder Erläuterungen besitzen keine Gültigkeit mehr.

 

Weitere Informationen

Antragsvordruck (PDF)

Anlage A zum Antrag (nur für Betreuungsgruppen) (PDF)

Erläuterungen zu den Angebotstypen (PDF)

Tätigkeitsbericht für anerkannte Hilfe- und Betreuungsangebote (PDF)