Für alle Arbeiten im Fach Chemie sollte folgende Grundregel berücksichtigt werden:
Unter diesem Motto möchten wir zunächst eine kleine Sammlung von Sprüchen vorstellen, die wir im Rahmen einiger Fortbildungsveranstaltungen in verschiedenen Institutionen aufschnappen konnten oder die uns anderweitig übermittelt wurden.
Mehr als zwei Drittel von zufällig ausgewählten Passanten in den USA und in Londoner U-Bahn-Stationen waren bereit, eine Petition zum Verbot der Chemikalie "Dihydrogenmonoxid" zu unterschreiben. Zuvor hatte man ihnen erklärt, dass die Substanz ein Hauptbestandteil des sauren Regens sei und dass sie im gasförmigen Zustand schwere Verbrennungen verursachen könne. Außerdem könne versehentliches Einatmen zum Tode führen, die Substanz sei für Erosion mitverantwortlich, vermindere die Wirksamkeit von Automobilbremsen und sei in Tumoren von Patienten im Krebs-Endstadium gefunden worden.
(gefunden in: "fakten"/Blaue Blätter)
Nach dem Weinskandal, der Teigwarenverseuchung und den Salmonellen-Hähnchen nun auch noch das: Mehrere deutsche Institute wiesen etwa zur gleichen Zeit hohe Konzentrationen von NaCI im Kochsalz nach. Sie schlugen jetzt Alarm, nachdem festzustehen scheint, dass so gut wie alle europäischen Salzwerke betroffen sind. Ob auch das aus Meerwasser gewonnene Kochsalz diese Chemikalie enthält, wird zur Stunde geprüft. Das Bundesgesundheitsamt hält es für wahrscheinlich, will den Ermittlungen aber nicht vorgreifen.
NaCI bedeutet "Natriumchlorid"; es handelt sich also um eine Chlor-Verbindung. Und was Chlor ist, weiß heute jedes Kind. Man gibt es dem Wasser in Badeanstalten zu, verwendet es zur Herstellung von Reinigungsmitteln und setzt es in Form von Chloroform zur Betäubung ein, um nur 3 Beispiele zu nennen. Und so etwas im Kochsalz? Da fasst man sich doch an den Kopf und versteht die Welt nicht mehr.
Wie kam das NaCI ins Kochsalz? Warum wurde es erst jetzt darin entdeckt? Wer sind die Verantwortlichen? Das sind Fragen, deren schnelle Beantwortung die Öffentlichkeit jetzt mit Nachdruck fordert.
Die Bundesgesundheitsministerin: "Wir werden die Sache rückhaltlos aufklären".
Der Oppositionsführer: "Es gibt für uns keinen Zweifel, dass die Bundesregierung auch hier wieder versagt hat".
Dr. Salinowsky vom Verband Deutsches Salz: "Natriumchlorid war auch früher schon im Kochsalz".
"Also schon wieder Verschleierungstaktik!", argwöhnen die Grünen; sie vermuten atomare Aufspaltung des Salzes durch bis in große Tiefen reichende Strahlung aus den Kernkraftwerken.
Die Welt hält den Atem an ... und hofft, dass es noch genug Mitbürger gibt, die beim Chemie-Unterricht in der Schule aufgepasst haben.
(gefunden in:" Erzmetall" 39 ( 1986 ) Nr. 4)
Wissenschaftler und Techniker können ein Liedchen davon singen, wie das mit der Zulassung neuer Stoffe oder Geräte ist. Gutachten, Vorschriften, Normen, Gesetze und Verordnungen sollen für Sicherheit sorgen. Absolute Sicherheit freilich wird
es nie geben. Leben bedeutet Risiko. Und wie riskant etwa der Glosse der „European Chemical News" beschrieben: Großbritanniens größter Chemiekonzern propagiert ein neues Feuerlöschmittel, das die Fachleute WASSER (Wirkungs-Aktives Schnellspritz-Energie-Reservoir) nennen. Es heißt, dass Wasser hervorragend zur Bekämpfung von Bränden geeignet ist. Die Umweltschützer hegen allerdings schwere Bedenken gegen die Verwendung des Wassers.
Einer hat darauf hingewiesen, dass ein Mensch, der seinen Kopf in einen Eimer Wasser steckt, in etwa drei Minuten tot ist. Da jeder geplante Tank genug Wasser für eine halbe Million Eimer zu je 8 Litern enthält und jede Eimerfüllung ein paar hundertmal verwendet werden kann, würde ein einziger Tank ausreichen, um die Bevölkerung Großbritanniens auszurotten.
Ein Sprecher der Feuerwehr wollte wissen, wie das neue Mittel auf extreme Hitze reagiert. Er hatte erfahren, dass man Wasser auch zum Bierbrauen verwendet, und fürchtete nun, da die Dämpfe die Feuerwehrleute betäuben könnten. Eine Gruppe von Wassergegnern hat festgestellt, da es Baumwolle zum Einlaufen bringt, und will wissen, was es dann wohl erst auf den Menschen für eine Wirkung haben mag. Der britische Innenminister ist im Unterhaus gefragt worden, ob er die Herstellung und Lagerung der lebensgefährlichen Flüssigkeil nicht lieber verbieten wolle." Seine Antwort: Zunächst einmal müsse man die Sache gründlich untersuchen. Er werde die verantwortlichen Stellen mit der Ausarbeitung eines umfassenden Berichts beauftragen.
(Klaus Kunkel)
Sag Atome, sage Stäubchen.
Sind sie auch unendlich klein,
Haben sie doch ihre Leibchen
Und die Neigung dazusein.
Haben sie auch keine Köpfchen,
Sind sie doch voll Eigensinn.
Trotzig spricht das Zwerggeschöpfchen:
»Ich will sein, so wie ich bin.«
| Aluminiumfolie |
Folie abwickeln |
→ | Aluminium | + | Folie | |
| Bleistift | + | Zahn | → | Blei | + | Stiftzahn |
| Brombeere |
in die Erde stecken |
→ | Brom | + | Erdbeere | |
| Eisenstange | + | Porree | → | Eisen | + | Porreestange |
| Goldkette | thermisch zerlegen | → | Gold | + | Kette | |
| Kupferdach | + | Rinne | → | Kupfer | + | Dachrinne |
| Kupferdach | + | Fenster | → | Kupfer | + | Dachfenster |
| Silberpappeln | "Silentium" gebieten | → | Silber | + | das "Pappeln" hört sofort auf |
Der Alchemistentraum "Gold aus Blei":
| Pb |
+ |
Na | → | Pa | + | Nb |
| Pa |
+ |
Lu | → | Pu | + | La |
| Pu |
+ |
Ar | → | Au | + | Pr |
| oder | ||||||
| Pu |
+ |
At | → | Au | + | Pt |
- Man nehme Zinnober und reibe damit einen Idioten ein;
dann verbindet sich der Idiot mit dem Ober zum Oberidioten
und das Zinn wird frei.
- Man nehme einen Zinkeimer und gieße Wasser hinein;
dort verbindet sich das Wasser mit dem Eimer zu einem
Wassereimer und das Zink wird frei.
Hierbei ist es sehr wichtig, dass man keinen Kunststoff-
eimer nimmt, sonst verbindet sich das Wasser mit dem
Stoff zu Wasserstoff und die Kunst ist im Eimer.
- Man pflücke Goldlack und suche eine alte Bauernstube auf
mit Ritzen im Boden; dort reibe man den Goldlack in die
Ritzen ein, dann verbinden sich die Ritzen mit dem Lack zu
zu La(c)kritzen und das Gold wird frei.
Chemie: Die einzige Schulstunde, in welcher die Hoffnung
wenigstens ein kleines bisschen berechtigt ist, dass es den
vorne experimentierenden Lehrer gleich durch eine ohren-
betäubende Explosion in tausend Stücke reißt. Während
der Schüler solchen verständlichen Gedanken nachhängt,
wird er meistens aufgerufen, abgefragt und mit einer Sechs
wieder auf den Platz geschickt, wo er dann um so sehnlicher
auf eben solche chemische Reaktionen hofft.
(aufgelesen in: "Lachbuch für Schüler", Heyne -Verlag)
Chemie: Unterrichtsfach mit special effects,
Unterhaltungsveranstaltung für Schüler,
meist aus der Slapstick-Ecke.
Traum eines jeden Chemie-Fans unter den Schülern:
die geglückte Synthese von Nitroglycerin,
dessen Wirkung am Schulgebäude demonstriert wird.
(aufgelesen in: "Lästerlexikon für Schüler", Eichborn Verlag)
Die letzten Worte eines Chemielehrers: "Dieser Versuch ist völlig ungefährlich!"
Die letzten Worte einer Chemielehrerin: "Das ist aber eine interessante Reak......"
Die letzten Worte eines Chemiereferendars: "Muss das so warm werden?"
"Franz", fragt der Lehrer seinen Schüler im Chemieunterricht,
"was passiert mit Silber, das längere Zeit im Freien liegt?" -
"Es wird ganz bestimmt gestohlen, Herr Lehrer!"
In der Schule ist die Heizung ausgefallen. Deshalb
kommt die Chemielehrerin im Pelzmantel in den Untericht.
Fragt Claudia: "Ist der etwa aus Nerz?" - "Nein, aus Polyester."
" Oh, da möchte ich lieber nicht wissen, wieviele Polyester
dafür wieder ihr Leben lassen mussten."
Hans kommt zufrieden aus der Schule: "Wir haben heute Sprengstoff hergestellt!"
"Und was macht ihr morgen in der Schule?"- "Welche Schule?"
Der Lehrer fragt: "Also, nennt mir ein Element!" - "Bier!" antwortet Otto.
"Unsinn, das ist doch kein Element."
- Aber Mutti sagt immer, wenn Papa beim Bier sitzt:
"Jetzt ist er wieder in seinem Element!"
Der Lehrer will die Schädlichkeit von Alkohol demonstrieren.
In ein Glas Wasser legt er einen Wurm, der darin frisch und munter bleibt.
Als er ihn jedoch in Alkohol legt, ist der Wurm kurz darauf tot.
"Seht ihr nun, was Alkohol anrichtet? Welchen Schluss zieht ihr daraus?"
Ein Schüler antwortet spontan: "Wer Alkohol trinkt, wird keine Würmer haben!"
Der Chemieprofessor doziert vor den Erstsemestern über die Elektronentransfertheorie.
Er schreibt eine Strukturformel an die Tafel und sagt: "Wie Sie sehen, fehlt ein Elektron.
Wo ist es?" Schweigen. "Wo ist das Elektron?", fragt der Professor wieder.
Da ruft einer der Studenten: "Niemand verlässt diesen Raum!"
In einer Universitätsstadt mietet ein Student ein Zimmer an.
Beim Besichtigen sagt ihm die Wirtin:
"Wegen der Flecken an der Wand, das kommt daher, dass vorher hier ein Chemiker gewohnt hat,
der immer seine Experimente durchführen musste."
"Ach so, dass sind die Spritzer von den Chemikalien."
"Nein, das ist der Chemiker."
Der Lehrer in der Schule fragt nach den Eigenschaften des Wassers. - Oskar weiß sofort eine: "Wenn wir uns waschen, wird es ganz schwarz."
Ein schottischer Lehrer erklärt im Chemieunterricht die Wirkung von Säuren.
"Hier in diese Säure werfe ich ein Geldstück. Wird es sich auflösen..?"
"Nein", rufen die Schüler einstimmig. "Sehr gut ! Und warum nicht ?"
"Weil sie es dann nicht hineinwerfen würden."
Besucher zum Studenten: "Ach, du studierst Chemie?"
- "Nein, das ist der Schminktisch meiner Freundin!"
Chemielehrerin: "Quecksilber hat eine Dichte von 13,55 g/cm3, Eisen hat eine von
7,86 g/cm3. Heißt das jetzt, dass eine Eisenkugel in Quecksilber schwimmt?"
Schüler: "Ja. Da können sogar fast zwei drin schwimmen..."
"Ich bin der Einzige, der hier arbeitetet" schimpft der Chemielehrer.
Meldet sich die Klassensprecherin:
"Sie kriegen ja auch Geld dafür."
Chemielehrerin fragt einen Schüler: "Kannst Du mir 5 Elemente nennen?"
Schüler: "Aber sicher, an welche dachten Sie denn?"
Vater kommt vom Elternsprechtag nach Hause: "Eduard, dein Chemielehrer macht sich Sorgen wegen des Leistungsstands."
Sohn: "Aber Paps, was haben wir mit den Sorgen anderer Leute zu tun!"

Also auch du bist so müde, so chemiemüde. Es ist mir dies ein ordentlicher Trost. Du glaubst nicht, wie müde ich bin, wie satt ich die Chemie habe, wie namentlich gewisse Theile mich ordentlich anekeln, mir wenigstens so langweilig sind, dass ich gähnen muß, wenn ich daran denke. Sind wir denn schon so alt, oder was ist es ? Diese nervenschwächende Wirkung muß wirklich der Chemie eigenthümlich sein.
Prof. Mitscherlich prüfte einen angehenden Mediziner, dem er eine recht leichte Frage vorlegen wollte. Er fragte ihn nach der Darstellung der Schwefelsäure. Der besann sich einen Augenblick und erwiderte dann mit Bestimmtheit: "Man nimmt Schwefel und gießt Essig darüber!" Mitscherlich sah den jungen Mann einen Augenblick ganz erstaunt an und sagte dann: "Wissen Sie, junger Freund, es wäre entschieden vorteilhafter, Sie gäben das Studium der Medizin auf und errichteten eine Schwefelsäure-Fabrik nach Ihrem neuen Verfahren!"
(gefunden in: "Lachen im Selbstversuch. Gelehrtenanekdoten")
Über ihn lässt sich Folgendes nachlesen:
Svante Arrhenius, schon in jungen Jahren zur Korpulenz neigend, mittelgroß, erzählte voller Selbstironie von einer Naturforscherversammlung in Berlin. Als er im Zentralhotel, in dem die Abteilung Physik einen Geselligen Abend hatte, die Garderobe abgegeben hatte und die Tür des für die Abteilung reservierten Zimmers öffnen wollte, winkte ihn der Garderobier zurück und rief ihm, auf die Nebentür deutend, zu: "Sie gehen falsch, mein Herr. Nebenan tagt die Fleischerinnung."
Einmal wandte sich ein Student im Laboratorium, indem er zwei Reagenzgläser mit Flüssigkeiten vorwies, an den Gelehrten und fragte ihn aufgeregt: "Herr Professor, wenn ich den Inhalt dieser beiden Reagenzgläser vermische, erhalte ich dann Knallquecksilber?" "Sie nicht mehr", erwiderte Liebig.
(gefunden in :"Anekdoten, Episoden, Lebensweisheiten - von Naturwissenschaftlern und Technikern")
"Es gab eine neue Aufgabe und Jeder war sicher , dass Jemand sie erledigen würde. Irgendwer hätte sie erledigen können, aber Niemand tat es. Jemand wurde darüber sehr böse, weil es Jedermanns Aufgabe war. Jeder dachte, Irgendwer könnte es tun, aber Niemand merkte, dass Jeder es nicht tun würde. Es endete damit, dass Jeder Jemand den Vorwurf machte, dass Niemand tat, was Jeder hätte tun können."
(gefunden in: "GEFÄHRLICHE LADUNG" 1995)
Keine Zubereitung darf Benzol enthalten. Der Gesetzgeber sagt allerdings, dass es sich bei Benzin nicht um eine Substanzmischung handelt, sondern um Kraftstoff. Und für Kraftstoff gilt die Gefahrstoffverordnung nicht. Sobald das Benzin jedoch zum Reinigen verwendet wird, verwandelt sich der Kraftstoff in eine verbotene Zubereitung; die Verwendung wird illegal.
Wird Phenol etwa als Winterspritzmittel im Pflanzenschutz verwendet, ist es ein Gift und muss das Label "giftig" tragen. Wird es hingegen vom Zahnarzt zum Abtöten der Pulpa verwendet ist es ein Arzneimittel. Die Kennzeichnung "giftig" ist dann ein schwerer Verstoß und wird mit Bußgeld geahndet.
"Bei einer Arbeitszeit von täglich acht Stunden können eigentlich keine Schäden auftreten"
"Methanol ist weniger gefährlich als Ethanol - Methanol hat nur zwei, Ethanol drei C-Atome"
aktualisiert am: 05.05.12; mfb