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Mathe-Treff: Lösungen der Knobelaufgaben
für die Klassen 9 und 10 März/Mai 2002
Aufgabe 1:
a) 1961(europäisches Jahr)
1380(arabisches Jahr)
b) 1380·354(Tage):365(Tage)+622(Jahre)=1960,4 ungefähr 1961.
Das arabische Jahr 1380 entspricht ungefähr dem europäischen Jahr 1961,
Gründe fürs "ungefähr" sind unterschiedliche Jahresbeginne.
Text von P.S.: Vergleichen wir die vergangenen Jahre nach 622 A.D.:
Nach dem gregorianischen Kalender sind demnach 1961-622 = 1339 Jahre
vergangen, nach dem Mondkalender sind es aber 1380 Jahre.
Diese Unterschiede kommen dadurch zustande, dass die beiden Kalender sich an
unterschiedlichen periodischen Bewegungen von Erde, Sonne und Mond orientieren.
Ein Jahr im gregorianischen Kalender entspricht dabei der Zeit, die die Erde
für eine Umkreisung der Sonne benötigt, astronomisch gemessen 365,2422 Tage.
Der Mondkalender orientiert sich an den Vollmond-Perioden. Demnach ist ein
Mondjahr astronomisch 354,367 Tage lang.
Da die astronomischen Zahlen nun immer Dezimalzahlen ergeben, man aber keine
halben Tage einführen konnte, wurden verschiedene Schalttage in den Kalendern
eingeführt, die dieses Problem beheben sollen.
Vergleichen wir also nun die vergangen Tage seit dem Jahr 622 A.D.: (Hier
werde ich die astronomisch gemessenen Tageszahlen benutzen, da diese ja auch
etwa den Durchschnitt der 1380, bzw. 1339 Jahre (inklusive all ihrer
verschiedener Schaltjahre) darstellen)
Gregorianischer Kalender: 1339 * 365,2422 = 489059,... [Tage]
Mondkalender: 1380 * 354,3670 = 489026,... [Tage]
Der errechnete Unterschied beträgt also nur 33 Tage, was dadurch erklärt
werden kann, dass beide Kalender ja nicht im "gleichen" Monat sein
müssen (keine Monatsangabe auf der Münze!!!).
Aufgabe 2:
a)
- das Jahr 0 gab es nicht; man zählte: dem Jahr 1 vor Christi Geburt folgt
das Jahr 1 nach Chr. Dies will bei Altersangaben oder astronomischen
Berechnungen über diesen Zeitraum hinaus beachtet werden!
- 15. März 44 v.Chr.: Da wurde z.B. Julius Caesar, Kaiser in Rom und
oberster Priester, ermordert. Der Julianische Kalender geht auf ihn zurück.
- 1500 Jahre kleiner Ungenauigkeiten führten zur Verschiebung der
Jahreszeiten und bestimmter Daten. Der Kalender ging nach. Papst Gregor
XIII. ließ dem 4.10.1582 den 15.10.1582 folgen. Den 10.10.1582 gab es
nicht, folglich passierte zu diesem Datum nichts.
b) Julius Caesar
c) Papst Gregor XIII, 1582,
d) Russland und viele andere Staaten haben die Autorität des Papstes und den
erlassenen Kalenderwechsel lange Zeit nicht anerkannt, also z.T. Jahrhunderte.
1917 fand in Russland nach dortigem julianischen Kalender die Revolution im
Oktober, nach mehrheitlichem europäischen (gregorianischem) Kalender im
November statt. Die das Zarenreich ablösende Sowjetunion übernahm den
verbreiteten (gregorianischen) Kalender. Deshalb wurde nicht nur 1987 der
"Oktoberrevolution" im November gedacht.
Die Woche gehört zu den ältesten Kalendereinheiten. Ihr Ursprung ist
unbekannt, wird jedoch im Orient vermutet. Die Woche wurde von der
jüdisch-christlichen Tradition übernommen, die nach sechs Arbeitstagen einen
Ruhetag fordert. Die Namen der Wochentage gehen auf die Römer zurück, die sie
nach den fünf mit dem Auge sichtbaren Planeten, sowie Sonne und Mond benannten.
Im Deutschen wurden einige römische Götternamen durch germanische ersetzt.
Donnerstag und Freitag sind nach Donar und Freya benannt. Die Einteilung des
Jahres in zwölf etwa gleich lange Monate entspricht dem Durchgang der Sonne
durch die zwölf Tierkreiszeichen. Sowohl die Monatsnamen als auch die
Aufteilung der Monatsdauer zwischen 28 und 31 Tagen geht auf die römische
Zeitrechnung zurück. In den Mondkalendern entsprechen die Monate der Zeit
zwischen zwei Vollmonden. Die Verschiedenheit der Kalender beruht weniger auf
der Ungenauigkeit der alten astronomischen Messungen als auf dem
grundsätzlichen Problem des Ausgleichs der sich aufsummierenden Bruchteile der
Tage im Sonnenjahr durch die Einschaltung zusätzlicher ganzer Tage. Für diese
Schalttagregelung bestehen verschiedene Möglichkeiten. Das ägyptische Jahr
hatte immer 365 Tage. Da es keinen Schalttag gab, blieb das ägyptische Jahr
hinter dem natürlichen Jahr zurück; es wurde deshalb mit der Position des
Sirius synchronisiert. Die Ägypter orientierten sich bei ihrem täglichen Leben
an den periodischen Überschwemmungen des Nil. Das babylonische Jahr ist ein
Mondjahr mit 354 Tagen. Anfangs wurden unregelmäßig, später systematisch alle
19 Jahre sieben Schaltmonate eingefügt. Das muslimische Jahr ist ein Mondjahr
von 354 Tagen. In 30 Jahren gibt es 11 Schaltjahre mit 355 Tagen. Der
jüdische Kalender beruht auf einem Lunisolarjahr. Im 19-jährigen Schaltzyklus
sind die Jahre 3, 6, 8, 11, 14, 17, 19 Schaltjahre. Die Länge der Jahre
variiert zwischen 353, 354 und 355 Tagen, die der Schaltjahre zwischen 383, 384
und 385 Tagen. Der julianische Kalender wurde von Julius Caesar 45 v.Chr. in Rom
eingeführt. Das julianische Jahr enthält 365,25 Tage, so dass alle vier Jahre
ein Schalttag eingeführt werden muss. Der gregorianische Kalender ist unser
heute üblicher Kalender. Bei der Einführung des julianischen Kalenders war die
Tagundnachtgleiche im Frühling am 23. März und hatte sich seither ständig
weiter verschoben. Als Papst Gregor XIII. den neuen Kalender 1582 in Kraft
setzte, war sie bereits auf den 11. März vorgerückt. Sie wurde nun auf den 21.
März festgesetzt. Außerdem wurde beschlossen, dass auf den 4. Oktober 1582
unmittelbar der 15. Oktober 1582 folgen sollte. Dieser Datumssprung wurde in den
einzelnen Ländern jeweils bei der Übernahme des gregorianischen Kalenders
nachvollzogen, so im protestantischen Deutschland erst 1700, in Großbritannien
1752 und in Russland erst nach der Oktoberrevolution 1917. Der Gregorianische
Kalender ergänzt die julianische Regelung der Schalttage so, dass in den durch
100 teilbaren Jahren dann keine Tage eingeschaltet werden, wenn die
Hunderterzahl nicht durch vier teilbar ist.
Absender: Philipp Sp. ,Klasse: 10, Bochum
Aufgabe 3:
Euro ohne Wechselgeld (Die Übersicht enthält 52 Beträge, die mit 1, 2 oder
3 Münzen bezahlt werden können.)
|
0,01 |
0,11 |
0,21 |
0,31 |
0,41 |
0,51 |
0,61 |
0,71 |
|
|
|
0,02 |
0,12 |
0,22 |
0,32 |
0,42 |
0,52 |
0,62 |
0,72 |
|
|
|
0,03 |
0,13 |
0,23 |
|
|
0,53 |
|
|
|
|
|
0,04 |
0,14 |
0,24 |
|
|
0,54 |
|
|
|
|
|
0,05 |
0,15 |
0,25 |
0,35 |
0,45 |
0,55 |
0,65 |
0,75 |
|
|
|
0,06 |
0,16 |
0,26 |
|
|
0,56 |
|
|
|
|
|
0,07 |
0,17 |
0,27 |
|
|
0,57 |
|
|
|
|
|
0,08 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
0,09 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
0,10 |
0,20 |
0,30 |
0,40 |
0,50 |
0,60 |
0,70 |
0,80 |
0,90 |
1,00 |
Nachweise durch Liste wie z.B.: 0,23€ = 0,20€ + 0,02€ + 0,01; 0,25€=
0,20€ + 0,05€ u.s.w.
Also sind 48% nicht auf diese Weise zu zahlen.
Euro mit Wechselgeld (nach Mathias W.) (Die Übersicht enthält 86 Beträge,
die unter Beteiligung von 1, 2 oder 3 Münzen incl. Wechselgeld- bezahlt
werden können.)
|
0,01 |
0,11 |
0,21 |
0,31 |
0,41 |
0,51 |
0,61 |
0,71 |
0,81 |
0,91 |
|
0,02 |
0,12 |
0,22 |
0,32 |
0,42 |
0,52 |
0,62 |
0,72 |
0,82 |
0,92 |
|
0,03 |
0,13 |
0,23 |
|
0,43 |
0,53 |
|
|
|
0,93 |
|
0,04 |
0,14 |
0,24 |
|
0,44 |
0,54 |
|
|
|
0,94 |
|
0,05 |
0,15 |
0,25 |
0,35 |
0,45 |
0,55 |
0,65 |
0,75 |
0,85 |
0,95 |
|
0,06 |
0,16 |
0,26 |
|
0,46 |
0,56 |
|
|
|
0,96 |
|
0,07 |
0,17 |
0,27 |
|
0,47 |
0,57 |
|
|
|
0,97 |
|
0,08 |
0,18 |
0,28 |
0,38 |
0,48 |
0,58 |
0,68 |
0,78 |
0,88 |
0,98 |
|
0,09 |
0,19 |
0,29 |
0,39 |
0,49 |
0,59 |
0,69 |
0,79 |
0,89 |
0,99 |
|
0,10 |
0,20 |
0,30 |
0,40 |
0,50 |
0,60 |
0,70 |
0,80 |
0,90 |
1,00 |
Am schwierigsten waren offenbar Lösungen für folgende Werte zu finden:
0,81€ = 1,00€ + 0,01€ -0,20€
0,82€, 0,91€ und 0,92€ entsprechend (2 Münzen geben eine
zurückerhalten)
Die einzelnen Auflistungen sind hier in der Übersicht weggelassen.
Es bleiben also 16% der Beträge nicht auf diese Weise bezahlbar.
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