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Ordnung und Gefahrenabwehr - Kampfmittelbeseitigung
 

 
 

02.11.2017

Geophysikalische Untersuchungen : Oberflächendetektion / Flächenräumung

Sofern bei der Luftbildauswertung Geschützstellungen, Laufgräben, Artilleriebeschuss oder ein Bombenabwurfgebiet festgestellt wird, so ist in Oberflächennähe mit Kampfmittel zu rechnen. Die zu untersuchende Fläche wird mit Magnetometern überprüft. Hierbei werden eisenhaltige Gegenstände, wie zum Beispiel Kampfmittel bis zu einer Tiefe von 3 – 4 m detektiert und geräumt. Je nach Belastung und Tiefenlage werden die Kampfmittel mit Spaten oder auch Bagger geborgen.

Für die Anwendung des Verfahrens sind die folgenden Vorraussetzungen durch die Ordnungsbehörde zu schaffen:

  • Betretungserlaubnis des Grundstückseigentümers / Pächters einholen,
  • evtl. vorhandene Altlasten ermitteln und ggfs. Sicherheits- und Gesundheitsplan erstellen,
  • Begehbarkeit der Detektionsfläche herstellen (Freischneiden von Bewuchs, ausräumen, ggf. ebnen),
  • ferromagnetische Störfelder im Bereich der Detektionsfläche einschließlich eines Überlappungsbereiches  von mind.5 m entfernen (Zäune. Fahrzeuge, Baustelleneinrichtungen),
  • Verlauf sämtlicher Leitungen ermitteln (nötigenfalls durch Anlegen von Suchgräben / Vorschachtungen), verbindlich anzeigen,
  • Veränderungen im Profil des Geländes seit Kriegsende ermitteln (Auffüllungen, Aufschüttungen) und ggf. abtragen,
  • Oberflächenversiegelungen im Bedarfsfall aufnehmen.
Die Durchführung der Maßnahme kann mit dem entsprechenden Formular im Servicebereich beantragt werden.