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Ordnung und Gefahrenabwehr - Staatshoheitsangelegenheiten
 

 
 

29.03.2012

Anspruch auf Einbürgerung gem. § 10 Staatangehörigkeitsgesetz (StAG)

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit ein Anspruch auf Einbürgerung besteht?

§ 10 Absatz 1 StAG (Staatsangehörigkeitsgesetz)

Grundvoraussetzung ist der legale, auf Dauer angelegte Aufenthalt von mindestens acht Jahren und der Besitz eines entsprechenden Aufenthaltstitels. Für Ausländer, die erfolgreich an einem Integrationskurs teilgenommen haben, reduziert sich diese Mindestaufenthaltszeit um ein Jahr.

Ferner wird verlangt, dass Einbürgerungswillige sich zu den Grundsätzen unserer Verfassung bekennen und über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen. Deutsche Sprachkenntnisse bilden eine unverzichtbare Voraussetzung für eine Integration in unsere Gesellschaft. Ferner muss i.d.R. ein erfolgreicher Einbürgerungstest nachgewiesen werden.

Der Lebensunterhalt muss ohne Inanspruchnahme von Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II bestritten werden können, es sei denn, der Betroffene hat dies nicht zu vertreten; auch dürfen keine Straftaten begangen worden sein, die ein bestimmtes Strafmaß überschreiten.

Darüber hinaus wird die Bereitschaft vorausgesetzt, die bisherige Staatsangehörigkeit aufzugeben. Im Einzelfall bzw. für bestimmte Personengruppen kann jedoch die Hinnahme von Mehrstaatigkeit in Betracht kommen.

Für Personen mit besonderem Status (heimatlose Ausländer sowie Staatenlose) gibt es spezielle Vorschriften für eine erleichterte Einbürgerung.

Die für ihren Wohnort zuständige Behörde (z.B. Stadtverwaltung) informiert Sie, ob Sie bereits einen Anspruch auf Einbürgerung erworben haben, und berät Sie, wenn Sie Ihre Einbürgerung beantragen wollen. Dabei prüft sie auch, ob eine Ermessenseinbürgerung in Frage kommt.

Die Verwaltungsgebühr für die obengenannte Einbürgerung beträgt 255 Euro pro erwachsene Person, sowie 51 Euro pro Kind unter 16 Jahren bei einer Miteinbürgerung, wenn dieses über kein eigenes Einkommen verfügt.

(Quelle: Bundeministerium des Innern, http://www.bmi.bund.de, Stand: 28.02.2008)

 

Hinweis:

Haben Sie eine Ehegattin bzw. einen Ehegatten, die bzw. der noch nicht so lange im Bundesgebiet lebt und/oder haben Sie minderjährige Kinder, können diese miteingebürgert werden, auch wenn sich diese noch keine acht Jahre im Bundesgebiet aufhalten.