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Planen und Bauen - Regionalentwicklung
 

 
 

26.01.2017

Modellvorhaben der Raumordnung zum Thema Klimaanpassung

Anpassung an den Klimawandel  - Möglichkeiten und Grenzen im Umgang mit den Folgen des Klimawandels in der Regionalplanung

Der voranschreitende Klimawandel wirkt sich zunehmend auch auf das Klima in Deutschland aus. Dies führt vermehrt zu Starkregenereignissen, begünstigt die Entstehung von Hitzeinseln in stark verstädterten Bereichen, und lässt Hochwasser entstehen, um nur einige der Auswirkungen beispielhaft zu nennen. Auch in NRW wurden auf der Grundlage von langjährigen Messungen eine Veränderung der Niederschläge in Intensität und Verteilung sowie ein Anstieg der Temperaturen festgestellt, wobei die Auswirkungen aufgrund lokaler Verhältnisse (z. B. Relief, Einwohnerdichte und Verstädterung, Vorkommen von Gewässern) unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Da sich der Klimawandel im Rahmen der weltweiten Klimaschutzbemühungen zwar begrenzen, aber nicht mehr ganz vermeiden lässt, muss man sich auch mit dem Thema der Anpassung an den Klimawandel auseinandersetzen. Hierbei kann auch die räumliche Planung (Stadt-, Regional- und Landesplanung) einen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel erbringen.

Welche Möglichkeiten für die Anpassung an den Klimawandel innerhalb der Regionalplanung bestehen, wurde daher im Rahmen eines Modellvorhabens der Raumordnung (MORO), das durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) betreut wird, untersucht. Das Dezernat 32 nahm als eine von insgesamt 13 Regionen an dem Forschungsvorhaben „Transfer KlimaMORO“ teil. Die Vertreter der jeweiligen Planungsregionen trafen sich hierbei im Rahmen von 3 Regionenforen in Düsseldorf, Bad Tölz (Bayern) und Radebeul bei Dresden (Sachsen). In Begleitung des BBSR, der Forschungsassistenz und juristischer Beratung konnten sich die Regionen über ihre bislang in den Regionalplänen vorgesehen Vorgaben zu Anpassungsmöglichkeiten austauschen. Hierbei wurden sowohl die Grenzen neuer zeichnerischer und textlicher Vorgaben sowie der bereits vorhandenen regionalplanerischen Regelungsmöglichkeiten anhand von Praxisbeispielen diskutiert. Aufgrund des regional sehr differenziert stattfindenden Klimawandels waren die Herausforderungen durch den Klimawandel und somit die Schwerpunktsetzung bei der Folgenbewältigung in den Regionen sehr unterschiedlich. Dies kommt auch in dem durch die Forschungsassistenz erstellten kurzen Videobeitrag mit Redebeiträgen einiger Vertreter aus den Planungsregionen zur Geltung.

Die Ergebnisse des „TransferKlimaMORO“ werden zur Zeit durch die Forschungsassistenz in einem Handlungskonzept zusammengetragen und zeitnah auf der Webseite zur Verfügung gestellt. Informationen zu den Zwischenergebnissen der Regionenforen in Düsseldorf, Bad Tölz und Radebeul können bereits jetzt (http://www.klimamoro.de/) eingesehen werden.