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Planen und Bauen - Regionalplan
 

 
 

22.07.2010

Regionalplan (GEP 99)

Der derzeit gültige Regionalplan für den Regierungsbezirk Düsseldorf – kurz GEP 99 genannt – ist ein regionaler Entwicklungsplan, der 1998 vom damaligen Bezirksplanungsrat Düsseldorf nahezu einstimmig aufgestellt wurde. Dieser früher Gebietsentwicklungsplan genannte Plan (Kurzfassung) ist eingebettet in eine "Regionale Entwicklungspolitik". Sie baut auf Analysen und Prognosen der regionalen Entwicklung auf und entwirft anhand von Leitbildern Entwicklungsperspektiven und regionale Projekte.

Zusammenarbeit war und ist die Grundlage der Regionalplanung; ob bei überregionalen Gewerbestandorten, regional bedeutsamen Wohnstandorten, oder regionalen Grünzügen und Güterverkehrszentren; die interkommunale Abstimmung in Zusammenarbeit mit der damaligen Regionalplanungsbehörde ist die Grundlage des GEP 99. Als einziger Regionalplan im Lande Nordrhein-Westfalen deckt er den gesamten Regierungsbezirk Düsseldorf vollständig sachlich und räumlich ab, weil die engen Verflechtungen zwischen den Teilräumen Ruhrgebiet, Niederrhein, Rheinschiene und Bergisches Land am Besten in einem integrierten Gesamtplan behandelt werden können. Dies entspricht auch am besten dem großräumigen, überörtlichen Charakter der Raumordnung.

Der GEP 99 ist nach wie vor die Grundlage für eine ausgewogene Entwicklung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Belange im Regierungsbezirk Düsseldorf. Er gibt Antworten auf Fragen, die die Grundlagen unseres räumlich dichten Zusammenlebens bilden:

  • Wie kann die Entwicklung von Siedlungsbereichen in diesem hoch verdichteten Raum schonend erfolgen, um den knappen Freiraum und die bedrohte Umwelt zu schützen?
  • Wie kann der Freiraum durch regionalen Biotopverbund und regionale Grünzüge weiter entwickelt und besser geschützt werden?
  • Wie kann im Verkehrsbereich die Mobilität der Bürger und Unternehmen erhalten bleiben, können gleichzeitig aber unsere Städte und die Umwelt entlastet werden?

Der GEP 99 ist als Rahmen von allen Bundes- und Landesbehörden, von allen Städten und Gemeinden des Regierungsbezirks Düsseldorf bei der Bauleitplanung und bei bestimmten Zulassungsverfahren zu beachten. Ein ganz wesentlicher Vorteil des GEP 99 liegt darin, dass er einerseits Planungssicherheit für Gemeinden, Bürger und Unternehmen schafft, andererseits den Städten und Gemeinden genügend Spielraum für eine eigenständige Entwicklungsplanung lässt.

Im Oktober 1999 wurde er vom Ministerium für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft mit Maßgaben und Auflagen genehmigt und ist seit dem 15.12.1999 rechtskräftig. Der GEP 99 ist mit seiner ca. 10 Jährigen Laufzeit nach wie vor ein Regionalplan, der für viele wichtige Fragen die richtigen Antworten gibt und die unterschiedlichsten Planungen bestimmt. Dies liegt auch in den vielen Regionalplanänderungsverfahren begründet, mit denen auf aktuelle Entwicklungen reagiert wurde. Wesentliche Überarbeitungen hat es im Bereich Hochwasserschutz, Energie und Rohstoffsicherung aber auch in einzelnen Städten und Gemeinden zu Änderungen der Siedlungsbereichsdarstellungen (meist Flächentausch) gegeben.

Aktuelle Themen, wie die demographische Entwicklung, die klimagerechte Energieversorgung, aber auch ein neuer räumlicher Zuschnitt des Planungsgebietes (Stichwort RVR übernimmt für den Kreis Wesel und die Ruhrgebietsstädte die Regionalplanung) veranlassen den Regionalrat gemeinsam mit der Regionalplanungsbehörde dazu, eine Fortschreibung des Planes vorzubereiten.