Seit 1988 pflegt NRW eine Kooperation mit der chinesischen Provinz Sichuan. Die ländliche Entwicklung ist erst in den letzten Jahren in den Fokus des Austausches geraten, nicht zuletzt durch den Besuch von drei Experten aus NRW nach der dortigen Erdbebenkatastrophe 2008 in der Provinzhauptstadt Chengdu..
Die konzeptionellen Ansätze zur Landentwicklung in NRW stoßen in China auf fruchtbaren Boden. Eine 15-köpfige Delegation aus Sichuan bereist derzeit NRW, um das Spektrum und die Anwendungsmöglichkeiten von Bodenordnungsverfahren auszuloten. Im Regierungsbezirk Düsseldorf lag der Schwerpunkt auf dem vorbeugenden Hochwasserschutz am Rhein in Meerbusch sowie auf den Arbeiten zur Rekultivierung von Flächen nach Braunkohleabbau in Grevenbroich. Die Planung und Umsetzung öffentlicher Großbauvorhaben unter Beachtung umweltpolitischer Notwendigkeiten und unter Wahrung der betroffenen privaten Rechte standen dabei im Mittelpunkt der Erörterungen.
Die Besuche in anderen Landesteilen befassten sich mit den Möglichkeiten zur Förderung bürgerschaftlichen Engagements zur Entwicklung vitaler Dörfer und zur Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Land- und Forstwirtschaft.
Die Zusammenarbeit soll fortgesetzt werden: auf Einladung der Provinzregierung Sichuans wird der nordrhein-westfälische Ansatz der Bodenordnung Ende September auf einem Kongress in Chengdu vorgestellt werden.
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