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Pressemitteilung
 

 
 

12.07.2018

Regierungspräsidentin sichert Kranenburg Förderung für Sanierung der Stadtmauer zu

Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher hat den Förderbescheid für die Sanierung der Stadtmauer in Kranenburg an einen stolzen Bürgermeister Günter Steins überreicht. Radermacher: „Die historische Stadtmauer aus Ziegelsteinen hat identitätsstiftenden Charakter für die Menschen in Kranenburg und für alle Besucher, für die der heimische Niederrhein zu einem der beliebtesten Naherholungsziele gehört.“ Die Bezirksregierung Düsseldorf hatte die Stadtmauer Kranenburg daher mit hoher Priorität in ihren Programmvorschlag für Denkmalförderung an das „NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung“ aufgenommen. Jetzt ist es geschafft. Und die zweite gute Nachricht folgt direkt: Noch 2018 kann die Sanierungsmaßnahme beginnen.

„In der Ortschaft Kranenburg kann die historische Entwicklung der vergangenen Jahrhunderte erlebt werden. Das Ensemble aus Stadtmauer mit den vorgelagerten Grünanlagen, Mühlenturm, Wallfahrtskirche, dem ehemaligen Spital und Pfarrhaus hat die Zeit überdauert und bildet noch heute das historische Zentrum der damaligen Stadt Kranenburg. Die Investition in den Erhalt dieser prägnanten Bauwerke ist gut angelegtes Geld“, sagt Bürgermeister Steins.

„Ich freue mich, dass wir direkt sichtbar für alle Menschen ein Stück Heimat erhalten. Denn das Umfeld der Stadtmauer ist belebt. So finden zum Beispiel auf der nahen Parkfläche regelmäßig Veranstaltungen statt, die das Denkmal noch heute eng mit dem Leben der Menschen verbinden“, erläutert Birgitta Radermacher.

Nicht nur kulturell, auch baulich ist die Ziegelmauer interessant, die zwischen 1395 und 1401 errichtet wurde. Sie hat als eine der wenigen Bauwerke dieser Art die Zeit überdauert. Experten aus Gemeinde und Bezirksregierung führen dies auf die Häuser zurück, denen die Stadtmauer schnell als vierte Wand diente. „So trugen die Menschen in Notzeiten auf der Suche nach Baustoffen die historischen Ziegel nicht ab wie anderswo am Niederrhein“, erläutert Harald Siebert aus dem Fachdezernat der Bezirksregierung.

Bereits 2013 ließ die Gemeinde zur Sicherheit den Zustand der Stadtmauer durch einen Gutachter prüfen, der einen „dringenden Sanierungsbedarf“ feststellte. Aufgrund fehlender Fördermittel konnte die Kommune zunächst nicht sanieren, hat aber - direkt nach der Öffnung des Landes-Förderprogrammes für Kommunen durch die neue NRW-Landesregierung - für die Kranenburger Stadtmauer einen Antrag gestellt und auf Landesebene mit ihrem Projekt überzeugt.

Zu den Kosten der Sanierung der Stadtmauer von rd. 195.000 Euro bewilligt die Bezirksregierung 97.000 Euro aus dem Denkmalförderungsprogramm des Landes NRW, welches das „Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung“ verantwortet. Der Fördersatz beträgt somit rund 50%, die dem Regelfördersatz für kommunale Maßnahmen entsprechen. Die restlichen 50 % trägt die Kommune als Antragstellerin – diese sind der Eigenanteil.