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Umweltschutz - Gewässerschutz
 

 
 

21.01.2011

Wasserversorgung - Allgemeine Informationen zur öffentlichen Trinkwasserversorgung

Gutes Trinkwasser in ausreichender Menge ist Lebensgrundlage und Teil der Lebensqualität für mehr als 5 Mio. Einwohner im Regierungsbezirk Düsseldorf . Der Rohstoff für das Lebensmittel Trinkwasser ist Grundwasser, Talsperrenwasser, Uferfiltrat oder mit Oberflächenwasser angereichertes Grundwasser. Eine gesicherte Trinkwasserversorgung ist hierbei entscheidend für unser Wohlergehen und unsere Gesundheit. Vorrangiges Ziel der Bezirksregierung ist die Erhaltung oder Wiederherstellung sauberer Grundwasservorräte.

Wasser Kreislauf
(Abb.: Niederrheinische Versorgung und Verkehr AG)

Die Benutzung der Gewässer bedarf einer behördlichen Erlaubnis oder Bewilligung nach dem Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts (Wasserhaushaltsgesetz). Grundsätzliches Instrument zur Erteilung eines Rechtes zur Förderung von Grundwasser, Talsperrenwasser, Uferfiltrat oder mit Oberflächenwasser angereichertem Grundwasser für die öffentliche Trinkwasserversorgung ist die Bewilligung. Diese gewährt das Recht ein Gewässer in einer nach Art und Maß bestimmten Weise zu nutzen. Gegenüber der Erlaubnis stellt eine Bewilligung das stärkere Recht dar.

Durch Benutzungsbedingungen und Auflagen, die dem Antragsteller gemäß Wasserhaushaltsgesetz im Bewilligungs- und Erlaubnisbescheid auferlegt werden, soll vor allem die einwandfreie Trinkwasserqualität sichergestellt werden.

Grundwasser mit Trinkwasserqualität ist in der Vergangenheit jedoch zur Ausnahmeerscheinung geworden ist. Die Verschmutzung ist zum Teil so weit fortgeschritten, dass eine Aufbereitung zu Trinkwasser wirtschaftlich nicht mehr vertretbar ist. Dies schlägt sich seit den 70 er Jahren in einem Trend zur Schließung von Wasserwerken oder der Verlagerung von Brunnen in tiefere Grundwasserstockwerke nieder.

Die Verlagerung in die Tiefe kann nur eine vorübergehende Notlösung sein. Es ist eine Frage der Zeit, bis die vorhandenen Grundwassserbelastungen in tiefere Grundwasserstockwerke durchschlagen. Durch verstärkte Wasserförderung aus der Tiefe wird dieser Prozess sogar noch beschleunigt, da verschmutztes oberflächennahes Wasser eher in tiefere Schichten eingetragen wird.

Das Sachgebiet des Gewässerschutzes im Dezernat 54 hat sich die Aufgabe gestellt , diesen Trend zu verlangsamen, zum Stillstand zu bringen und unbrauchbar gewordene Grundwasservorräte durch Sanierung wieder für die Allgemeinheit nutzbar zu machen .

Gefordert ist langfristig nicht der Ingenieur, der solche Wasserfabriken plant und baut, gefordert ist vielmehr der Wasserschützer, der dort, wo es (noch) sinnvoll ist, die Reinheit des Wassers mit allen Mitteln verteidigt. (Zitat aus dem Vorwort des Regierungspräsidenten zur Wasserbilanz des Regierungsbezirks Düsseldorf aus dem Jahre 1989).