Rohwasserqualität
Die Qualität des Trinkwassers wird entscheidend beeinflusst durch die Beschaffenheit seines Ausgangsproduktes, des so genannten Rohwassers, also des zur Trinkwasserversorgung gewonnenen Grund- und Oberflächenwassers.
Das Rohwasser ist geprägt durch die geogenen Verhältnisse im Einzugsgebiet und die dortigen Nutzungen. Seine Inhaltsstoffe bestimmen Art und Umfang einer notwendigen Wasseraufbereitung bzw. Desinfektion.
Um lokale Veränderungen im Zustrombereich einer Wassergewinnungsanlage zu erkennen, sind Rohwasseruntersuchungen im Regelfall für alle einzelnen Entnahmestellen vorzunehmen. Der Untersuchungsturnus und die zu untersuchenden Parameter sind in der Rohwasserüberwachungsrichtlinie vom 12.3.1991 festgelegt worden
Trinkwasseraufbereitungsanlagen
Vor der Abgabe von Grund- und Oberflächenwasser als Trinkwasser ist es erforderlich, das Rohwasser so aufzubereiten, dass es den Anforderungen der Trinkwasserverordnung genügt.
In der Trinkwasserverordnung sind für physikalische, chemische und mikrobiologische Parameter Grenzwerte festgelegt, die unter Berücksichtigung des Minimierungsgebotes einzuhalten sind.
Zur Wasseraufbereitung dienen zum Beispiel folgende Verfahren:
• Entsäuerung durch Belüftung, Verdüsung, Verrieselung
• Enthärtung durch teilweise Ausfällung der Härte (Entkarbonisierung)
• Enteisenung und Entmanganung durch Belüftung in Kombination mit Sedimentation / Flockung und Filtration
• Entfernung organischer Spurenstoffe durch Aktivkohlefiltration
• Phosphoreliminierung durch Flockung und Fällung
• Entfernung mikrobiologischer Verunreinigungen entweder durch Desinfektion oder Membranfiltration
Miriam Braemer
54 (Dezernat 54: Wasserwirtschaft - einschl. anlagenbezogener Umweltschutz -)
E-Mail an Ansprechpartner/in Miriam Braemer
Tel.: 0211 475-3165
