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Umweltschutz - Immissionsschutz
 

 
 

26.01.2017

Berechnung der Staubemissionen bei Lagerung und Umschlag von Schrotten

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) und das ehemalige Staatliche Umweltamt Duisburg (seit 2008 im Rahmen einer Neuorganisation in die Abteilung 5 der Bezirksregierung Düsseldorf integriert) haben in den Jahren 2001-2007 den Staubniederschlag im Umfeld von Schrottplätzen untersucht.

Schrottplatz

Das Ergebnis:
Stoffe, die auf den Schrottplätzen umgeschlagen werden, finden sich auch als Staubniederschlag im Umfeld der Anlage wieder.

Die Schlussfolgerung:
Bei Umschlag und Lagerung von Schrotten werden Stäube freigesetzt, die im Umfeld der Anlage niedergehen.

Schrottumschlag LKW- Verkehr

Auf unsere Anregung haben die Experten vom LANUV eine Berechnungsmethode entwickelt, mit der die freigesetzte Staubmenge und deren Verteilung im Umfeld abgeschätzt werden kann. Das Ergebnis stellt für die Behörden eine wichtige Erkenntnisquelle zur Beurteilung der von Schrottplätzen ausgehenden Staubemissionen dar und kann auch von den Betreibern derartiger Anlagen herangezogen werden, z.B. für Neugenehmigungs- und Änderungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz.

Genauere Daten lassen sich nur durch aufwändige Staubniederschlagsmessungen im Umfeld der Anlage ermitteln, eine Messung geht über ein ganzes Jahr.

Die Berechnung basiert auf der VDI 3790, die für die Ausbreitung von Stäuben bei Lagerung und Umschlag sog. „staubender Güter“, wie z.B. Kohle oder Bauschutt, entwickelt wurde.

Sie liefert zwar keine exakten Daten, mit ihrer Hilfe lassen sich die Staubemissionen aber immerhin abschätzen. Demnach gehen die Fachleute von LANUV und wir von jährlich durchschnittlich etwa 70 kg Staubemissionen bei einem Umschlag von 1000 Tonnen Schrott aus.

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