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Verkehr - Luftsicherheit
 

 
 

26.06.2013

OSiP - Die Online-Sicherheitsprüfung

OSiP-Logo

OSiP: Ein eGovernment-Verfahren der Bezirksregierung Düsseldorf

Mit OSiP hat die Bezirksregierung Düsseldorf im Laufe des Jahres 2002 innerhalb weniger Monate ein hochkomplexes eGovernment-Projekt mit bundesweit vielen Beteiligten umgesetzt und in Produktion genommen. Die Realisierung erfolgte mittels modernster Technologien (Java Applikations-Server, XML-Datenformate zum Datenaustausch, Rational Unified Process - RUP - Vorgehensweise für die Umsetzung). Das System ermöglicht die Abarbeitung von Anträgen auf Sicherheitsprüfung in großen Mengen (Massen-Antragsverfahren) unter effizienter und rationeller Nutzung der vorhandenen Personalressourcen.

Nach den Terroranschlägen in den USA vom 11.09.2001 wurden u.a. durch den Art. 19 des Terrorismusbekämpfungsgesetzes die Sicherheitsbestimmungen an den deutschen Flughäfen verschärft. Als ein wesentlicher Teil wurde das Verfahren zur Durchführung der Sicherheitsüberprüfungen vor Ausstellung eines Flughafenausweises zum Betreten der sicherheitsempfindlichen und nicht allgemein zugänglichen Bereiche in den Flughäfen durch das Luftsicherheitsgesetz neu geregelt.

In Zuge dieser Überprüfung muss die Bezirksregierung Düsseldorf mittlerweile alle fünf Jahre zu den jeweiligen Ausweisinhabern die Polizei- und Verfassungsschutzbehörden sowie das Bundeszentralregister zu strafrechtlich relevanten oder sonstigen Erkenntnissen in den letzten 10 Jahren befragen. Die Überprüfung trägt den unabdingbaren Sicherheitserfordernissen des Luftverkehrs Rechnung und berücksichtigt gleichzeitig das Recht des Einzelnen auf informationelle Selbstbestimmung, da der Betroffene mit der Antragstellung der Überprüfung zustimmt.

Die Bezirksregierung Düsseldorf als zuständige Luftsicherheitsbehörde muss nunmehr auf der Grundlage des § 7 LuftSiG für alle Antragsteller an den Flugplätzen Düsseldorf, Köln/Bonn, Weeze und bundesweit für alle Lufthansa- Angehörigen jährlich zwischen 20.000 und 100.000 Anträgen bescheiden, um die Arbeitsfähigkeit der Flughäfen nicht zu gefährden.

Um diese Anforderungen zeitnah erfüllen zu können, wurde das eGoverment-Verfahren OSiP im Dezernat 26 - Luftverkehr - eingeführt, mit dessen Hilfe es möglich ist, die Bearbeitung vorwiegend IT-gestützt abzuwickeln. Bei der Entwicklung der Software ist es gelungen, die vielfältigen Beteiligten (u.a. Flughafenausweisstelle, Luftfahrtbehörde, Landeskriminalämter, Verfassungsschutz beim Ministerium für Inneres und Kommunales) in die automatisierten Abläufe zu integrieren.

Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte dem Informations-Faltblatt zu OSiP:

OSiP-Flyer (ca. 34 KB)

OSiP-Schnittstellenbeschreibung (ZIP-Archiv 51 KB)