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Verkehr - Schifffahrt / Schiffsverkehr / Häfen
 

 
 

30.11.2009

Entwicklung und Bau von Bootsgassen an der Ruhr

Zwischen Essen und Witten gehört die etwa 30 km lange Ruhrstrecke zu den schönsten Abschnitten des Flusses für das Wasserwandern in Kanu, Ruder- oder Paddelboot. Seit Jahrzehnten haben sich wegen dieser günstigen Verhältnisse viele Ruder- und Kanusportvereine entlang dieser Strecke angesiedelt. Es bestehen jedoch Defizite im Hinblick auf die durchgängige Befahrbarkeit der Ruhr. Zur Zeit müssen die Sportler an zahlreichen Staustufen ihre Boote mit Gepäck umtragen. Hiervon sind in besonderem Maße Wasserwanderer betroffen. Zusätzlich erschwert wird der Umsetzvorgang dadurch, dass die vorhandenen Anlegestellen zum Teil den heutigen Anforderungen nicht genügen.

Auf Grundlage einer Initiative des Nordrhein-Westfälischen Ruderverbandes hat das Ministerium für Städtebau, Wohnen, Kultur und Sport NRW im Zuge der Umsetzung und Fortschreibung des Aktionsprogramms "Breitensport" einer finanziellen Beteiligung zur Verbesserung der Situation zugestimmt. Die Umsetzung obliegt der Bezirksregierung Düsseldorf, Dienststelle Duisburg. Die erste Bootsgasse wurde 1979 im Rahmen der Errichtung des Kemnader Stausees von der Freizeitzentrum Kemnade GmbH (FZK) fertiggestellt. Weitere Anlagen folgten

  • 1983 in Bochum-Dahlhausen,
  • 1984 in Witten-Herbede,
  • 1990 in Essen- Steele- Horst und
  • 1994 in Essen- Spillenburg

Das zur Zeit jüngste Projekt entstand am Hattinger Wehr und wurde 2003 in Betrieb genommen.

Sämtliche bisher gebauten Bootsgassen waren sogenannte Universalgassen. Sie sind nach den "Empfehlungen für die Gestaltung von Wassersportanlagen an Binnenwasserstraßen", die der Bundesminister für Verkehr im Mai 1979 veröffentlicht hat, konzipiert.

Die Bootsgasse in Hattingen ist ein neuartiges Kombinationsbauwerk, welches auf der Grundlage der Modellversuche durch die UNI-Karlsruhe erstellt wurde. Die Anlagen werden durch die Erfahrungen der Wassersportler, die über die Sportverbände regelmäßig in der Planung eingebunden sind, und durch Modellversuche ständig weiterentwickelt.

Betriebszustände der Bootsgassen an der unteren Ruhr