Ergebnis:
In den Haltungen Spillenburg- Horst und Horst -Dahlhausen ist schon jetzt eine Befahrbarkeit möglich. In anderen Streckenabschnitten sind bereichsweise die Fahrwassertiefen unzureichend. Z.T.. müssen die historischen Schleusen restauriert und geringfügig verändert bzw.. modernisiert werden.
Das Kardinalproblem stellt dagegen die Haltung Dahlhausen- Hattingen im Bereich des Isenbergbogens dar. Die Strömungs- und Fahrwasserverhältnisse sind hier besonders ungünstig. Die Arbeit zeigt, dass aber auch hier Lösungen denkbar sind (z.B. flache Fahrzeuge mit Jet-Antrieb, Treideln etc.), die ein Befahren zumindest für Unterhaltungs- und Fahrgastschiffe ermöglichen.
Im Sinne von Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung der Wasserrahmenlinie sind jedoch gegenüber früheren Projekten dieser Art sehr strenge Maßstäbe anzusetzen. Die schifffahrtstechnischen Belange sind den ökologischen und gesellschaftlichen Ansprüchen gegenüber zu stellen und zu bewerten. Diese Forderung gilt nicht nur für den Ausbau, sondern auch für die Unterhaltung der Gewässer.
Das bedeutet, die Schiffe müssen an das Gewässer angepasst werden, wenn den ökologischen Belangen nicht Rücksicht getragen werden kann. Ob letztlich eine durchgängige Befahrbarkeit der Ruhr von Essen- Spillenburg bis zum Unterwasser des Wehres Kemnade überhaupt Akzeptanz findet, ist abhängig von politischen Entscheidungen sowie von dem Einfluss der Interessensvertretungen der Industrie, der Wasserversorger, der Freizeitnutzung und nicht zuletzt des Umweltschutzes.
Aber es gibt immer wieder Vorstöße von Initiativen (z.B. Bewerbung der Ruhranlieger Hagen bis Hattingen zur Regionalen 2004), die in den Bereichen Kultur, Freizeit, Tourismus und wirtschaftlichen Strukturwandel die Ruhrschifffahrt mit einbinden möchten.
Zur Masterarbeit (Martina Daube):
http://www.uni-weimar.de/Bauing/wbbau/studium/zusatz/Master_Abschlussarbeiten/abschluss.html
Jürgen Hommes
54 (Dezernat 54: Wasserwirtschaft - einschl. anlagenbezogener Umweltschutz -)
E-Mail an Ansprechpartner/in Jürgen Hommes
Tel.: 0211 475-9347
Fax: 0211 475-2987
Jürgen Buderus
54 (Dezernat 54: Wasserwirtschaft - einschl. anlagenbezogener Umweltschutz -)
E-Mail an Ansprechpartner/in Jürgen Buderus
Tel.: 0211 475-9345
Fax: 0211 475-2987
