Das Netzwerk "Verkehrssicheres Nordrhein-Westfalen im Regierungsbezirk Düsseldorf" wurde am 17. Juni 2008 offiziell gegründet
Die Grundlage für die Gründung eines „Netzwerkes Verkehrssicheres Nordrhein-Westfalen“ bildet das Verkehrssicherheitsprogramm 2004. Ziel der Landesregierung ist es, die Zahl der Unfälle, insbesondere die mit Personenschäden, sowie die Schwere der Unfälle soweit wie möglich zu verringern. Dabei steht an vorderster Stelle die „Vision Zero“, nämlich das langfristige Ziel, dass niemand bei Verkehrsunfällen getötet oder verletzt werden soll. Um dieser Vision möglichst nahe zu kommen, hat die Landesregierung die Halbierung der Zahl der Verkehrstoten bis zum Jahr 2015 als messbares Zwischenziel gesetzt. Hierzu gehört als vorrangige Aufgabe die Verbesserung der Verkehrssicherheit in Nordrhein-Westfalen durch die Vernetzung aller Akteure der Verkehrssicherheitsarbeit. Im Fokus steht hierbei v.a. die örtliche / kommunale Ebene, auf der die konkrete Verkehrssicherheitsarbeit im Wesentlichen stattfindet. Die überörtliche Vernetzung soll in Form von fünf regionalen Netzwerken in den Regierungsbezirken realisiert werden.
Beim heutigen ständig steigenden Verkehr, und der immer schwieriger werdenden Suche nach geeigneten Lösungen für sichere Verkehrsabläufe, können die Teilnehmer des Netzwerkes von dem Erfahrungsaustausch untereinander nur profitieren. Als weiterer Anreiz kommt hinzu, dass Landeszuwendungen künftig nur noch für die Durchführung örtlicher Verkehrssicherheitsaktionen bereitgestellt werden, bei denen dem Netzwerkgedanken (Zusammenschluss von mind. 3 Kommunen) Rechnung getragen wird.
Im Regierungsbezirk Düsseldorf wurde das „Netzwerk Verkehrssicheres Nordrhein-Westfalen“ am 09.11.2006 bei einer Fachbesprechung, gemeinsam mit den Leitern der Straßenverkehrsbehörden, u.a. am Beispiel des bestehenden VRS-Netzwerkes auf der Grundlage des Verkehrssicherheitsprogramms 2004 erörtert. Erste Ansprechpartner wurden von hier durch weitere Abfragen und Rundverfügungen ausfindig gemacht. Ende 2007 wurde die Koordinierungsstelle durch Hr. Rabe bei der Unfallkasse NRW besetzt.
Wie sich die Koordinierungsstelle als Plattform für einen Erfahrungsaustausch zu positionieren hat und worin ihre Basisaufgaben liegen sollten, ist Fokus eines Fachgesprächs gewesen, zu dem die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen und die Bezirksregierung Düsseldorf am 13. Februar 2008 gemeinsam eingeladen haben.
Die Äußerungen der mehr als 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer - unter ihnen auch 22 interessierte Städte, Kreise und Gemeinden - zeigen, dass sich die Anforderungen an die Koordinierungsstelle in Abhängigkeit der kommunalen Erfahrungen mit der Verkehrssicherheitsarbeit unterscheiden:
Kommunen, die bereits über einen breiten Erfahrungsschatz in der lokalen Verkehrssicherheitsarbeit verfügen, erwarten von der Koordinierungsstelle zunächst Unterstützung bei der Suche nach neuen, innovativen Ansätzen - weil der Erfolg einer Aktion auch von ihrem Neuigkeitswert abhängt.
Diejenigen Städte, Kreise und Gemeinden, die noch nicht auf eine etablierte Struktur in ihrer kommunalen Verkehrssicherheitsarbeit zurückgreifen können, sind vor allem an Beispielen für eine Netzwerkgestaltung interessiert. Sie möchten erfahren, welche kommunalen Akteure wie und wann zusammenzubringen sind, um ein erstes Netzwerk, Runde Tische oder ähnliche kooperative Gremien zu initiieren.
Trotz dieser unterschiedlichen Ausgangslagen verfolgen - auch das ein Ergebnis des Fachgesprächs - die Städte, Kreise und Gemeinden eine gemeinsame Leitlinie bei ihrer Verkehrssicherheitsarbeit: Es geht ihnen allen sowohl um die Reduzierung von Verkehrsunfällen und die Minimierung von Unfallfolgen als auch um die Förderung der Mobilität aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer.
Gemeinsam mit der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen wurden im April 2008 alle 71 Kreise, Städte und Gemeinden offiziell zur Teilnahme am regionalen Netzwerk eingeladen und zugleich um eine verbindliche Zusage zur Teilnahme am Netzwerk gebeten. Das Netzwerk "Verkehrssicheres Nordrhein-Westfalen im Regierungsbezirk Düsseldorf" wurde am 17. Juni 2008 im Plenarsaal der Bezirksregierung offiziell gegründet.
Weitere Informationen zum Netzwerk finden Sie auf der Internetseite www.verkehrssicherheit.nrw.de
Kontakt:
Koordinierungsstelle für vernetzte kommunale Verkehrssicherheitsarbeit im Regierungsbezirk Düsseldorf
bei der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen
Regionaldirektion Rheinland, Hauptabteilung Prävention
Dipl.-Psych. Sebastian Rabe
Postfach 33 04 20
40437 Düsseldorf
Telefon: +49 (0)211 / 2808-232
Telefax: +49 (0)211 / 2808-209
E-Mail: s.rabe@unfallkasse-nrw.de
Ihr Ansprechpartner bei der Bezirksregierung Düsseldorf:
Dipl.-Ing. Swen Kubiczek
Dezernat 25 -Verkehrstechnik-
Fischerstr. 2
40477 Düsseldorf
Telefon: +49 (0)211 / 475-3739
Telefax: +49 (0)211 / 475-3993
E-Mail: swen.kubiczek@brd.nrw.de
Dezernat 25: Verkehr