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Wirtschaft - Wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Förderung
 

 
 

06.04.2017

Förderprogramm INTERREG V A

Seit 1990 fördert die Europäische Union die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im deutsch-niederländischen Grenzraum kontinuierlich und gemeinschaftlich aus Mitteln eines Strukturfonds (INTERREG).

Ziel des INTERREG-Programmes ist es, die Probleme, die sich aus der Grenzlage und damit relativen Isolierung der Regionen in der jeweiligen nationalen Wirtschaft ergeben, zu überwinden und die Vorteile des gemeinsamen Marktes besser zu nutzen. INTERREG VA Deutschland-Nederlande ist daher ein Instrument der Europäischen Union zur intelligenten, nachhaltigen und integrativen Regionalentwicklung im Sinne der EU2020-Strategie. Die nationalen und regionalen Entwicklungsstrategien finden ebenfalls Berücksichtigung. Grundlage  ist das Kooperationsprogramm Deutschland-Nederlande.

Aus den INTERREG-Mitteln können grenzübergreifende Maßnahmen maximal mit 50 Prozent (EU-Anteil) gefördert werden. Die nationalen Regierungen beiderseits der Grenze tragen darüber hinaus bis zu weitere 30 Prozent der Projektkosten gemeinsam. Die restlichen 20 Prozent entfallen als Eigenanteil auf den Antragsteller.

Das deutsch-niederländische Programmgebiet umfasst im Rahmen der aktuellen Programmphase INTERREG V A mit  460 Kilometern nahezu die gesamte deutsch-niederländische Grenzregion. Es erstreckt sich auf Teile der Bundesländer Nordrhein-Westfalen (Regierungsbezirke Düsseldorf und Münster) und Niedersachsen sowie auf die Gebiete der niederländischen Provinzen Friesland, Groningen, Drenthe, Flevoland, Overijssel, Gelderland, Noord-Brabant und Limburg.

Im Regierungsbezirk Düsseldorf  sind die beiden Euregios Rhein-Maas-Nord mit Sitz in Mönchengladbach und die Euregio Rhein-Waal mit Sitz in Kleve angesiedelt. Diese umfassen die Städte Mönchengladbach,  Krefeld und Düsseldorf, die Kommunen der Kreise Viersen, Kleve und Wesel sowie ausgewählte angrenzende Gebiete. Das Pendant auf niederländischer Seite bilden die angrenzenden niederländischen Provinzen Limburg, Gelderland und Noord-Brabant.

Außerhalb des Regierungsbezirks Düsseldorf bestehen die EUREGIO mit Sitz in Gronau (Betreuung durch die Bezirksregierung Münster) sowie die Euregio Maas-Rhein mit Sitz in Aachen (Betreuung durch die Bezirksregierung Köln).

Die INTERREG V A-Programmperiode 2014 – 2020  umfasst folgende Prioritäten und Handlungsfelder:

- Erhöhung der Innovationskraft in der Grenzregion (Priorität 1)
  mit den Schwerpunktthemen

  • AgroBusiness/Food
  • Energie/CO²-arme Wirtschaft
  • Health & LifeScience
  • Logistik
  • HighTech Systems & Materials (HTSM)
  • sowie sonstige Sektoren

- Beseitigung der Hemmnisse, die die Grenze versursacht ( Priorität 2) 

Der Förderschwerpunkt liegt im Bereich Innovation. Diesem Bereich sind 65% der Mittel zugedacht;  insgesamt 222 Millionen Euro stellt die EU für das gemeinsame Programm für das Gebiet von der Euregio Rhein-Maas-Nord bis zum Dollart zur Verfügung. Damit werden Projekte im Umfang von über 440 Millionen Euro ermöglicht.

Weitere Informationen zum Antrags- und Genehmigungsverfahren erhalten Sie bei den Geschäftsstellen der Euregio Rhein-Waal, der Euregio Rhein-Maas-Nord und auf der Homepage für das INTERREG V A-Programm. Hier finden Sie auch allgemeine weiterführende Informationen.

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