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Wir über uns - Jahresrückblicke
 

 
 

05.07.2017

Ausbau des Verkehrslandeplatzes Aachen-Merzbrück in Würselen

Bezirksregierung erlässt Planfeststellungsbeschluss

Mit Beschluss vom 27. März 2017 hat die Bezirksregierung Düsseldorf als zuständige Luftfahrtbehörde den Ausbau des Verkehrslandeplatzes Aachen-Merzbrück in Würselen planfestgestellt und genehmigt. Der Ausbau war von der Flugplatzgesellschaft Aachen-Merzbrück GmbH im Jahre 2010 beantragt worden.

Die Ausbauplanung sieht im Wesentlichen eine Verlängerung der Start- und Landebahn von 520 Meter auf 1.160 Meter sowie deren Verschwenkung vor. Mit dem Ausbau werden für den Verkehrslandeplatz die erforderlichen luftrechtlichen Anforderungen an einen gewerblichen Flugbetrieb sichergestellt und darüber hinaus wird die Sicherheit im bestehenden Flugbetrieb erhöht.

Mit Blick auf die Fluglärmauswirkungen sind für die Bevölkerung durch den Ausbau Entlastungen zu erwarten. Es ist darüber hinaus – auch durch verfügte Schutzauflagen – sichergestellt, dass diesbezügliche Zumutbarkeitsgrenzen eingehalten werden. Ferner wurden u.a. durch Auflagen und Bedingungen die erforderlichen Sicherheitsbelange wie auch die Belange von Natur und Landschaft, Wasser und Boden, Denkmalschutz und Verkehr angemessen berücksichtigt.

Zur Dauer des luftrechtlichen Verfahrens ist anzumerken, dass insbesondere lärmtechnische Ergänzungen notwendig und zu berücksichtigen waren. Ebenso war eine parallele ÖPVN-Schienenplanung (Reaktivierung der östlich an das Flugplatzgelände angrenzenden Strecke 'Stolberg-Herzogenrath' der Euregio Verkehrsschienenenetz GmbH) zu berücksichtigen - und zwar im Hinblick auf den künftigen Ausbauzustand des Flugplatzes wie auch auf die derzeitige Situation mit aktuellem Flugbetrieb. Eine Elektrizifierung der Schienenstrecke führt im IST-Zustand des Flugplatzes wegen der dadurch entstehenden Hindernisse für den Flugbetrieb im betroffenen An- und Abflugbereich zu nicht ausräumbaren Sicherheitsbedenken. Nach Ausbau des Flugplatzes entfallen diese Sicherheitsbedenken im Wesentlichen aufgrund der verlängerten An- und Abflugstrecken und der in diesem Zusammenhang weiter nach innen verlegten Schwellen für den Flugbetrieb. Die geplante Schienen-Elektrifizierung kann und wird erst nach dem geplanten Ausbau der des Flugplatzes erfolgen. Da der zwischenzeitlich in Betrieb genommene Zugverkehr den aktuellen Flugbetrieb - bis zur Inbetriebnahme des ausgebauten Flugplatzes - im hindernisrelevanten An- und Abflugbereich zwei Mal stündlich kurzzeitig tangiert, wird der Flugbetrieb derzeit im Bedarfsfalle kurzfristig unterbrochen. Hierzu wurde ergänzend eine entsprechende Warnvorrichtung auf der Start- und Landebahn installiert. Diesbezügliche Unterbrechungen im Flugbetrieb wie auch die installierte Warnvorrichtung werden nach erfolgtem Ausbau des Flugplatzes entbehrlich.

Übersicht 2017