Veena Bannach

Frauen im Fokus – Veena Bannach

Wer in der Bezirksregierung Düsseldorf schon einmal Probleme mit dem Telefon hatte, kennt auch Veena Bannach. In diesem Gespräch erzählt sie uns, wie sich der Bereich Telefonie über die Jahre verändert hat, was sie an ihrer Arbeit motiviert und was für sie gute Kommunikation im Arbeitsalltag ausmacht.

Wie sind Sie zu Ihrer jetzigen Position gekommen?

Ich bin seit 29 Jahren bei der Bezirksregierung Düsseldorf und gehe dieses Jahr in den Ruhestand. Ursprünglich komme ich aus Indien, aus der Nähe von Delhi, und war dort Lehrerin.

Vor 40 Jahren kam ich nach Deutschland und absolvierte bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) eine Ausbildung zur Kommunikationselektronikerin – heute ist das der Beruf der Elektronikerin für Geräte und Systeme. Nach einer Station bei der American Airlines, wo ich für Telefonanlagen zuständig war, landete ich bei der Bezirksregierung. Hier arbeitete ich zunächst in der IT.

In den Bereich Telefonie bin ich schrittweise hineingewachsen. Durch meine fachliche Ausbildung und praktischen Erfahrungen im IT-Bereich übernahm ich zunehmend Verantwortung. Dabei stellte ich fest, dass mir nicht nur die Technik, sondern auch die Zusammenarbeit mit Menschen besonders liegt. Das führte mich schließlich zu meiner heutigen Tätigkeit.

Was sind Ihre zentralen Aufgaben im Bereich Telefonie?

Alles, was die Telekommunikation betrifft, gehört zu meinem Aufgabenbereich. Dazu zählt die Anbindung der Telefonsysteme an unsere Dienststellen. In den letzten Jahren war ich auch in einige Umzüge eingebunden.

Wenn Mitarbeitende Probleme mit ihrem Telefon haben, bin ich die erste Ansprechperson im Haus. Manchmal funktioniert beispielsweise das Headset nicht, oder Anrufe ins Ausland sind nicht möglich. Auch wenn Anrufbeantworter oder Faxgeräte nicht funktionieren, bin ich zuständig. Außerdem haben wir mehr als 50 Hotlines im Haus, die ich alle eingerichtet habe.

Bei all diesen Aufgaben ist es wichtig, Prioritäten zu setzen: Wer benötigt bei Problemen schnelle Hilfe? Welche Hotline hat besonders hohe Relevanz? Die Telefonzentrale als erste telefonische Anlaufstelle unserer Behörde muss immer reibungslos funktionieren und hat daher höchste Priorität.

Zudem habe ich regelmäßig Kontakt mit Telekommunikationsanbietern, da es immer wieder zu Anbieterwechseln kommt.

Darüber hinaus war ich zehn Jahre lang Ausbilderin für Elektronikerinnen und Elektroniker in unserem Haus. Mittlerweile bilden wir in diesem Bereich jedoch nicht mehr aus. Stattdessen gibt es nun die Fachrichtung Informatik. Auch im Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer (IHK) war ich zehn Jahre tätig. Es hat mir viel Freude bereitet, Wissen weiterzugeben, junge Menschen zu begleiten und zur Qualität der Ausbildung beizutragen.

Welche Herausforderungen erleben Sie in Ihrem Arbeitsalltag und wie gehen Sie damit um?  

Wenn mich jemand anruft und ein Problem hat, muss ich schnell reagieren können und eine Lösung parat haben. Dabei kommt mir meine Berufserfahrung zugute. 

Außerdem muss ich mich kontinuierlich mit Neuerungen im Bereich Technik auseinandersetzen und dazulernen. In diesem Bereich gibt es ständig neue Entwicklungen.

Ich versuche offen für Neues zu bleiben, mich regelmäßig weiterzubilden und den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen zu suchen. 

Was motiviert Sie an Ihrem Beruf? 

Die Probleme der Mitarbeitenden zu lösen. Die Kolleginnen und Kollegen freuen sich, wenn ich helfen kann. Hier sind alle sehr freundlich, da kommt die Motivation wie von selbst. 

Außerdem ist jeder Tag anders – langweilig wird es hier nicht. Ich schätze die Abwechslung und die Möglichkeit, immer wieder Neues zu lernen.

Wie hat sich die Telefonie über die Jahre verändert und entwickelt, speziell im Hinblick auf die Digitalisierung und neue Arbeitsmodelle?

Durch die Digitalisierung hat sich vieles verändert. Die IT hat sich enorm weiterentwickelt. Früher stand vor allem die Technik im Vordergrund, heute ist IT ein zentraler Bestandteil fast aller Arbeitsprozesse. Themen wie Digitalisierung, mobiles Arbeiten und IT-Sicherheit sind zunehmend wichtiger geworden. Die IT ist heute stärker vernetzt, flexibler und viel näher an den Bedürfnissen der Mitarbeitenden.

Früher musste ich bei Problemen vor Ort an die Telefongeräte. Heute habe ich einen Anschluss zu Hause, ein Privat- und ein Diensthandy, über die ich alles digital prüfen kann. Lösungen lassen sich so schneller finden.

Was bedeutet für Sie „gute Kommunikation“ im Arbeitsalltag?

Freundlichkeit und ein respektvoller Umgang sind sehr wichtig. In diesem Haus hat jede und jeder eine andere Aufgabe, aber viele Aufgaben hängen miteinander zusammen. Daher ist eine gute Zusammenarbeit unverzichtbar. Die Kommunikation im Team von Dezernat 14 funktioniert sehr gut, was entscheidend ist, um den Mitarbeitenden weiterhelfen zu können.

In einem großen Haus wie der Bezirksregierung gibt es viele verschiedene Aufgabenbereiche. Was schätzen Sie besonders an der Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden?

Ich schätze besonders die Vielfalt an Perspektiven und Erfahrungen. Der Austausch mit unterschiedlichen Fachbereichen ist spannend und hilft dabei, bessere Lösungen zu entwickeln. Zudem ist die Zusammenarbeit überwiegend sehr kollegial und von gegenseitiger Unterstützung geprägt.

Schön sind zudem die Feiern im Haus. Aufgrund der mobilen Arbeit sehen wir uns weniger. Durch Veranstaltungen wie Karneval oder Betriebsfest kommen wir vor Ort auch miteinander in Kontakt.  

Welche Vorteile sehen Sie darin, im öffentlichen Dienst tätig zu sein?

Projekte werden hier langfristig gedacht und sind nicht nur von kurzer Dauer. 

Ich helfe den Kolleginnen und Kollegen technisch weiter, damit diese den Bürgerinnen und Bürgern weiterhelfen können. Ich helfe also indirekt auch den Bürgerinnen und Bürgern. Das ist ein gutes Gefühl.


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