Hochwasser in der Düssel im Juli 2021

Flutkatastrophe: Hilfe geht weiter

Vor einem Jahr wütete Sturmtief Bernd auch über Nordrhein-Westfalen, forderte zahlreiche Menschenleben und vernichtete Existenzen. Krisenstab und Hochwasserschutz der Bezirksregierung Düsseldorf waren während der Katastrophe aktiv, um zu helfen. Aber auch ein Jahr danach unterstützt die Behörde Betroffene mit Fördermitteln und Beratung. Und die Arbeit geht weiter.

Förderanträge im Zusammenhang mit der Wiederaufbau Fluthilfe werden mit höchster Priorität von einem eigens zusammengestellten Team im Dezernat 35 (Bauangelegenheiten) bearbeitet. Sowohl das Programm für Private und Unternehmen der Wohnungswirtschaft als auch das für Kommunale Infrastruktur laufen über diese Schreibtische. Aufgrund der starken Betroffenheit von Kommunen im Regierungsbezirk Köln hat die Bezirksregierung Düsseldorf darüber hinaus gerne die Zuständigkeit für zahlreiche Kommunen aus dem benachbarten Regierungsbezirk übernommen.

Stand heute wurden aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf: 715 Anträge mit einem Volumen von 40.823.685 Euro bewilligt; aus dem Regierungsbezirk Köln: 771 Anträge mit einem Volumen von 23.194.920 Euro - insgesamt also 1486 Anträge mit einem Volumen von 64.018.604 Euro.

Da die individuellen Betroffenheiten und Schäden sehr unterschiedlich sind, wurden zahlreiche Anfragen beantwortet und Antragsteller persönlich angerufen und beraten, um Lösungen für komplizierte Einzelfallprobleme zu finden.

Viele private Antragsteller sind mittlerweile in der letzten Phase ihres Förderantrags angekommen. Die bisher eingegangenen Anträge sind zu einem großen Teil bewilligt und die meisten Gelder ausgezahlt. Im Zuge der Abrechnung fällt jedoch nicht selten auf, dass z.B. aufgrund gestiegener Kosten der Förderbedarf um einiges höher ausfällt. Daher muss in einigen Fällen das Verfahren noch einmal angepackt und weitere Gelder müssen ausgezahlt werden. Für die Behörde und die Antragsteller ein zusätzlicher Aufwand, für Letztere aber auch die Gewissheit, dass sie mit ihren gestiegenen Kosten nicht allein gelassen werden.

Als nächster Meilenstein kommt aufgrund der Notwendigkeit größerer Planungsarbeiten seitens der Kommunen nun die Förderung für Kommunale Infrastruktur verstärkt in die Phase der Antragstellung und Genehmigung.

Anträge für alle Förderprogramme können noch bis zum 30. Juni 2023 gestellt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt der Aktivitäten nach dem 14. Juli 2021 liegt beim Dezernat 54 (Wasserwirtschaft), das zusammen mit Kommunen und Wasserverbänden an der Verbesserung des Hochwasserschutzes arbeitet.

So werden während des Julihochwassers 2021 festgestellte Schwachstellen an Hochwasserschutzanlagen (Deichen, Hochwasserrückhaltebecken) überprüft und sukzessive abgestellt. Die Bezirksregierung unterstützt die Anlagenbetreiber dabei durch Bereitstellung von Landesmitteln.            

Verschiedene Kommunen und Wasserverbände stellen Hochwasserschutzkonzepte auf und setzen Maßnahmen daraus an Gewässern (z. B. Deilbach, Düssel, Anger und Wupperzuflüssen) um. Die Bezirksregierung fördert auch diese Arbeiten mit Landesmitteln.

Alle hydrologischen Lageberichte des Landesumweltamts werden von der Bezirksregierung an die örtlichen Katastrophenschutzbehörden weitergeleitet, um frühzeitig über besondere Wetter- und Hochwasserlagen zu informieren.

Zudem werden die vorhandenen Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten überprüft und an die neuen Erkenntnisse angepasst.

Die Unterstützung geht weiter.

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