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Humor - hier lacht das Labor


Für alle Arbeiten im Fach Chemie sollte folgende Grundregel berücksichtigt werden:


Wer lacht schläft nicht


Unter diesem Motto möchten wir zunächst eine kleine Sammlung von Sprüchen vorstellen, die wir im Rahmen einiger Fortbildungsveranstaltungen in verschiedenen Institutionen aufschnappen konnten oder die uns anderweitig übermittelt wurden.

  • Größenordnungen müssen Sie können - nur bei Telefonnummern hat das keinen Sinn
  • Von dem was ich Ihnen beibringe, müssen Sie die Hälfte umlernen - wenn wir nur wüssten, welche Hälfte
  • Das Gute an der Elektrochemie ist, dass man alles messen kann - das Schlechte daran ist, dass man nicht weiß, was man misst
  • In Bezug zur Voraussage experimenteller Ergebnisse ist es leichter ein Historiker zu sein als ein Prophet
  • Verdünnen, Vergraben, Vergessen
  • Die komische Ansicht, dass jemand Ahnung hat, wenn er an Chemikalien kommt, ist definitiv und belegbar falsch
  • Wenn´s stinkt und kracht, der Chemiker lacht
  • Warum nicht gleich mit Ether statt mit einem Keton, knallt noch besser; für die Entsorgung sollte man allerdings den Kampfmittelräumdienst kommen lassen
  • Herr, sie wissen was sie tun - vergib ihnen trotzdem
  • Nein, die Tische wischen wir nicht mehr ab; das haben wir einmal gemacht, so ´ne Pfütze mit Wasser wegwischen...da hat´s gezischt, und der Lappen ist schwarz geworden und hat sich aufgelöst
  • Ohne eine Portion Wissen, die notwendige Ausstattung und einen guten Grund lässt man die Finger davon,...wenn man an ihnen hängt
  • Wenn Cola nicht so kleben würde, könnte man sie als Haushaltsreiniger verwenden
  • Wenn es weiterhin derartig viel sauren Regen auf die Weiden bringt, werden die Kühe nur noch saures Gras fressen und letztendlich auch nur noch saure Milch geben
  • Nur Geduld, mit der Zeit wird aus Gras Milch, aus Milch Käse, aus Käse ein Referat
  • Chemie or not to be - das ist keine Frage
  • Die Natur verabscheut dumme Experimentierer
  • Ein Experiment kann niemals völlig fehlschlagen - es kann immer noch als negatives Beispiel dienen
  • Wenn in New Orleans heute ein Bordell abbrennt, wird morgen im Münsterland der Brandschutz für Nonnenklöster verschärft
  • Heißes Glas sieht genauso aus wie kaltes
  • Wenn die Milch nach Krypton schmeckt, hat´s im Kernkraftwerk geleckt
  • Vollziehe niemals ein erfolgreiches Experiment nach
  • Wenn´s notwendig wird, auf Holz zu klopfen, stellst Du fest, dass die Welt aus Aluminium und Vinyl besteht
  • Dinge, die für den gestrigen Versuch benötigt werden, dürfen nicht später als morgen Nachmittag bestellt werden
  • Was Du heute kannst entsorgen, das verklappe nicht erst morgen
  • Lieber immer vorsichtig, als ziemlich bald ziemlich tot
  • Geht der Großknecht im weißen Kittel, streut er wieder chemische Mittel
  • Theorie ist, wenn man weiß, wie es funktionieren soll, aber es geht trotzdem nicht. Praxis ist, wenn es funktioniert, aber keiner weiß, warum. Bei uns ist beides vereint: Nichts geht, und keiner weiß warum
  • Wozu Flüsse? Bei uns kommt das Wasser aus der Leitung
  • Alkohol ist eine Flüssigkeit, in der man alles konservieren kann, außer Geheimnissen
  • Chemie: Versuch macht klug - aber bring´ dich vorher in Deckung
  • Sind noch alle Finger dran?
  • Ballistische Experimente mit kristallinem H2O auf dem Areal der Pädagogischen Institutionen unterliegen striktester Prohibition! (Das Werfen von Schneebällen auf dem Schulhof ist verboten!)
  • Wo kommen bloß die Löcher im Kittel her?
  • Wenden Sie keine Gewalt an - nehmen Sie einen großen Hammer
  • Ich hatte nur den Deckel vorsichtig draufgedrückt - warum bin ich jetzt im Krankenhaus?
  • Erst das Wasser, dann die Säure, sonst passiert das Ungeheure
  • Wenn Superkleber wirklich überall klebt, warum dann nicht auf der Innenseite der Tube?
  • Heute bumm und morgen krumm!

Hier sammeln wir Stilblüten.

  • Ein Halbelement ist eben ein halbes Element, es kann daher auch nur die halbe Strommenge liefern, z. B. also nur die negative oder positive Elektrizität
  • Die Normalwasserstoffelektrode heisst deswegen normal, weil der Wasserstoff ein ganz normales Element ist. In seiner Beziehung zur Spannungsreihe der Metalle ist er aber nicht normal, weil er ja gar kein Metall ist, sondern ein Gas. Deswegen hat man ihn ja auch genommen
  • Zucker ist ein kristalliner Stoff, der wenn man ihn nicht in den Kaffee gibt, diesen bitter macht
  • Die Stoffe müssen besonders gut verrieben und gemischt werden. A c h t u n g!! Die Mischungen sind ziemlich reibungsempfindlich
  • Alte Fettflecke werden wie neu, wenn man sie ab und zu mit etwas Öl bestreicht

Stoff und Reaktion sind unsere Passion.

Verbot von "Dihydrogenmonoxid" gefordert

Mehr als zwei Drittel von zufällig ausgewählten Passanten in den USA und in Londoner U-Bahn-Stationen waren bereit, eine Petition zum Verbot der Chemikalie "Dihydrogenmonoxid" zu unterschreiben. Zuvor hatte man ihnen erklärt, dass die Substanz ein Hauptbestandteil des sauren Regens sei und dass sie im gasförmigen Zustand schwere Verbrennungen verursachen könne. Außerdem könne versehentliches Einatmen zum Tode führen, die Substanz sei für Erosion mitverantwortlich, vermindere die Wirksamkeit von Automobilbremsen und sei in Tumoren von Patienten im Krebs-Endstadium gefunden worden.

(gefunden in: "fakten"/Blaue Blätter)


Nun auch noch NaCl im Kochsalz

Nach dem Weinskandal, der Teigwarenverseuchung und den Salmonellen-Hähnchen nun auch noch das: Mehrere deutsche Institute wiesen etwa zur gleichen Zeit hohe Konzentrationen von NaCI im Kochsalz nach. Sie schlugen jetzt Alarm, nachdem festzustehen scheint, dass so gut wie alle europäischen Salzwerke betroffen sind. Ob auch das aus Meerwasser gewonnene Kochsalz diese Chemikalie enthält, wird zur Stunde geprüft. Das Bundesgesundheitsamt hält es für wahrscheinlich, will den Ermittlungen aber nicht vorgreifen.
NaCI bedeutet "Natriumchlorid"; es handelt sich also um eine Chlor-Verbindung. Und was Chlor ist, weiß heute jedes Kind. Man gibt es dem Wasser in Badeanstalten zu, verwendet es zur Herstellung von Reinigungsmitteln und setzt es in Form von Chloroform zur Betäubung ein, um nur 3 Beispiele zu nennen. Und so etwas im Kochsalz? Da fasst man sich doch an den Kopf und versteht die Welt nicht mehr.
Wie kam das NaCI ins Kochsalz? Warum wurde es erst jetzt darin entdeckt? Wer sind die Verantwortlichen? Das sind Fragen, deren schnelle Beantwortung die Öffentlichkeit jetzt mit Nachdruck fordert.
Die Bundesgesundheitsministerin: "Wir werden die Sache rückhaltlos aufklären".
Der Oppositionsführer: "Es gibt für uns keinen Zweifel, dass die Bundesregierung auch hier wieder versagt hat".
Dr. Salinowsky vom Verband Deutsches Salz: "Natriumchlorid war auch früher schon im Kochsalz".
"Also schon wieder Verschleierungstaktik!", argwöhnen die Grünen; sie vermuten atomare Aufspaltung des Salzes durch bis in große Tiefen reichende Strahlung aus den Kernkraftwerken.
Die Welt hält den Atem an ... und hofft, dass es noch genug Mitbürger gibt, die beim Chemie-Unterricht in der Schule aufgepasst haben.

(gefunden in:" Erzmetall" 39 ( 1986 ) Nr. 4)


Wasser: Was wäre, wenn diese Verbindung erst heute entdeckt würde?

Wissenschaftler und Techniker können ein Liedchen davon singen, wie das mit der Zulassung neuer Stoffe oder Geräte ist. Gutachten, Vorschriften, Normen, Gesetze und Verordnungen sollen für Sicherheit sorgen. Absolute Sicherheit freilich wird
es nie geben. Leben bedeutet Risiko. Und wie riskant etwa der Glosse der „European Chemical News" beschrieben: Großbritanniens größter Chemiekonzern propagiert ein neues Feuerlöschmittel, das die Fachleute WASSER (Wirkungs-Aktives Schnellspritz-Energie-Reservoir) nennen. Es heißt, dass Wasser hervorragend zur Bekämpfung von Bränden geeignet ist. Die Umweltschützer hegen allerdings schwere Bedenken gegen die Verwendung des Wassers.
Einer hat darauf hingewiesen, dass ein Mensch, der seinen Kopf in einen Eimer Wasser steckt, in etwa drei Minuten tot ist. Da jeder geplante Tank genug Wasser für eine halbe Million Eimer zu je 8 Litern enthält und jede Eimerfüllung ein paar hundertmal verwendet werden kann, würde ein einziger Tank ausreichen, um die Bevölkerung Großbritanniens auszurotten.
Ein Sprecher der Feuerwehr wollte wissen, wie das neue Mittel auf extreme Hitze reagiert. Er hatte erfahren, dass man Wasser auch zum Bierbrauen verwendet, und fürchtete nun, da die Dämpfe die Feuerwehrleute betäuben könnten. Eine Gruppe von Wassergegnern hat festgestellt, da es Baumwolle zum Einlaufen bringt, und will wissen, was es dann wohl erst auf den Menschen für eine Wirkung haben mag. Der britische Innenminister ist im Unterhaus gefragt worden, ob er die Herstellung und Lagerung der lebensgefährlichen Flüssigkeil nicht lieber verbieten wolle." Seine Antwort: Zunächst einmal müsse man die Sache gründlich untersuchen. Er werde die verantwortlichen Stellen mit der Ausarbeitung eines umfassenden Berichts beauftragen.

(Klaus Kunkel)


Vom Multitalent Wilhelm Busch

Sag Atome, sage Stäubchen.
Sind sie auch unendlich klein,
Haben sie doch ihre Leibchen
Und die Neigung dazusein.

Haben sie auch keine Köpfchen,
Sind sie doch voll Eigensinn.
Trotzig spricht das Zwerggeschöpfchen:
»Ich will sein, so wie ich bin.«


Darstellung von Elementen

Reaktionsschemata
Aluminiumfolie

Folie abwickeln

  Aluminium + Folie
Bleistift + Zahn Blei + Stiftzahn
Brombeere

in die Erde stecken

  Brom + Erdbeere
Eisenstange + Porree Eisen + Porreestange
Goldkette thermisch zerlegen   Gold + Kette
Kupferdach + Rinne Kupfer + Dachrinne
Kupferdach + Fenster Kupfer + Dachfenster
Silberpappeln "Silentium" gebieten   Silber + das "Pappeln" hört sofort auf


Reaktionsgleichungen für "Fortgeschrittene"

Der Alchemistentraum "Gold aus Blei":

Pb

+

Na Pa + Nb
Pa

+

Lu Pu + La
Pu

+

Ar Au + Pr
      oder      
Pu

+

At Au + Pt


Versuchsvorschriften

- Man nehme Zinnober und reibe damit einen Idioten ein;
dann verbindet sich der Idiot mit dem Ober zum Oberidioten
und das Zinn wird frei.


- Man nehme einen Zinkeimer und gieße Wasser hinein;
dort verbindet sich das Wasser mit dem Eimer zu einem
Wassereimer und das Zink wird frei.
Hierbei ist es sehr wichtig, dass man keinen Kunststoff-
eimer nimmt, sonst verbindet sich das Wasser mit dem
Stoff zu Wasserstoff und die Kunst ist im Eimer.


- Man pflücke Goldlack und suche eine alte Bauernstube auf
mit Ritzen im Boden; dort reibe man den Goldlack in die
Ritzen ein, dann verbinden sich die Ritzen mit dem Lack zu
zu La(c)kritzen und das Gold wird frei.




Chemie: Die einzige Schulstunde, in welcher die Hoffnung
wenigstens ein kleines bisschen berechtigt ist, dass es den
vorne experimentierenden Lehrer gleich durch eine ohren-
betäubende Explosion in tausend Stücke reißt. Während
der Schüler solchen verständlichen Gedanken nachhängt,
wird er meistens aufgerufen, abgefragt und mit einer Sechs
wieder auf den Platz geschickt, wo er dann um so sehnlicher
auf eben solche chemische Reaktionen hofft.

(aufgelesen in: "Lachbuch für Schüler", Heyne -Verlag)



 

Chemie: Unterrichtsfach mit special effects,
Unterhaltungsveranstaltung für Schüler,
meist aus der Slapstick-Ecke.
Traum eines jeden Chemie-Fans unter den Schülern:
die geglückte Synthese von Nitroglycerin,
dessen Wirkung am Schulgebäude demonstriert wird.

(aufgelesen in: "Lästerlexikon für Schüler", Eichborn Verlag)



 

Die letzten Worte eines Chemielehrers: "Dieser Versuch ist völlig ungefährlich!"



 

Die letzten Worte einer Chemielehrerin: "Das ist aber eine interessante Reak......"



 

Die letzten Worte eines Chemiereferendars: "Muss das so warm werden?"



 

"Franz", fragt der Lehrer seinen Schüler im Chemieunterricht,
"was passiert mit Silber, das längere Zeit im Freien liegt?" -
"Es wird ganz bestimmt gestohlen, Herr Lehrer!"



 

In der Schule ist die Heizung ausgefallen. Deshalb
kommt die Chemielehrerin im Pelzmantel in den Untericht.
Fragt Claudia: "Ist der etwa aus Nerz?" - "Nein, aus Polyester."
" Oh, da möchte ich lieber nicht wissen, wieviele Polyester
dafür wieder ihr Leben lassen mussten."



 

Hans kommt zufrieden aus der Schule: "Wir haben heute Sprengstoff hergestellt!"
"Und was macht ihr morgen in der Schule?"- "Welche Schule?"



 

Der Lehrer fragt: "Also, nennt mir ein Element!" - "Bier!" antwortet Otto.
"Unsinn, das ist doch kein Element."
- Aber Mutti sagt immer, wenn Papa beim Bier sitzt:
"Jetzt ist er wieder in seinem Element!"



 

Der Lehrer will die Schädlichkeit von Alkohol demonstrieren.
In ein Glas Wasser legt er einen Wurm, der darin frisch und munter bleibt.
Als er ihn jedoch in Alkohol legt, ist der Wurm kurz darauf tot.
"Seht ihr nun, was Alkohol anrichtet? Welchen Schluss zieht ihr daraus?"
Ein Schüler antwortet spontan: "Wer Alkohol trinkt, wird keine Würmer haben!"



 

Der Chemieprofessor doziert vor den Erstsemestern über die Elektronentransfertheorie.
Er schreibt eine Strukturformel an die Tafel und sagt: "Wie Sie sehen, fehlt ein Elektron.
Wo ist es?" Schweigen. "Wo ist das Elektron?", fragt der Professor wieder.
Da ruft einer der Studenten: "Niemand verlässt diesen Raum!"



 

In einer Universitätsstadt mietet ein Student ein Zimmer an.
Beim Besichtigen sagt ihm die Wirtin:
"Wegen der Flecken an der Wand, das kommt daher, dass vorher hier ein Chemiker gewohnt hat,
der immer seine Experimente durchführen musste."
"Ach so, dass sind die Spritzer von den Chemikalien."
"Nein, das ist der Chemiker."



 

Der Lehrer in der Schule fragt nach den Eigenschaften des Wassers. - Oskar weiß sofort eine: "Wenn wir uns waschen, wird es ganz schwarz."



 

Ein schottischer Lehrer erklärt im Chemieunterricht die Wirkung von Säuren.
"Hier in diese Säure werfe ich ein Geldstück. Wird es sich auflösen..?"
"Nein", rufen die Schüler einstimmig. "Sehr gut ! Und warum nicht ?"
"Weil sie es dann nicht hineinwerfen würden."



Besucher zum Studenten: "Ach, du studierst Chemie?"
- "Nein, das ist der Schminktisch meiner Freundin!"



Chemielehrerin: "Quecksilber hat eine Dichte von 13,55 g/cm3, Eisen hat eine von
7,86 g/cm3. Heißt das jetzt, dass eine Eisenkugel in Quecksilber schwimmt?"
Schüler: "Ja. Da können sogar fast zwei drin schwimmen..."



"Ich bin der Einzige, der hier arbeitetet" schimpft der Chemielehrer.
Meldet sich die Klassensprecherin:
"Sie kriegen ja auch Geld dafür."



Chemielehrerin fragt einen Schüler: "Kannst Du mir 5 Elemente nennen?"
Schüler: "Aber sicher, an welche dachten Sie denn?"



Vater kommt vom Elternsprechtag nach Hause: "Eduard, dein Chemielehrer macht sich Sorgen wegen des Leistungsstands."
Sohn: "Aber Paps, was haben wir mit den Sorgen anderer Leute zu tun!"



Zwei Schüler sitzen auf dem Pausenhof:
"Ich kann schneller als unsere Lehrerin die Atommasse von Elementen nennen."
Sagt der andere: "Na, dann sag` die des Sauerstoffs!"
Der erste wie aus der Pistole geschossen: "12u"
"Total falsch!"
"Ich weiß, aber dafür unheimlich schnell!"



Mündliche Prüfung.
Chemielehrer: "Quecksilber hat eine Dichte von 13,55 g/cm3, Eisen hingegen eine von 7,86 g/cm3
Frage: Schwimmt oder sinkt jetzt eine Eisenkugel in Quecksilber?"
Schülerin: "Da können sogar fast zwei drin schwimmen..."



Hier sind Chemikerinnen und Chemiker unter sich.

Brief von Friedrich Wöhler an Justus Liebig

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Also auch du bist so müde, so chemiemüde. Es ist mir dies ein ordentlicher Trost. Du glaubst nicht, wie müde ich bin, wie satt ich die Chemie habe, wie namentlich gewisse Theile mich ordentlich anekeln, mir wenigstens so langweilig sind, dass ich gähnen muß, wenn ich daran denke. Sind wir denn schon so alt, oder was ist es ? Diese nervenschwächende Wirkung muß wirklich der Chemie eigenthümlich sein.


Eilhard Mitscherlich

Prof. Mitscherlich prüfte einen angehenden Mediziner, dem er eine recht leichte Frage vorlegen wollte. Er fragte ihn nach der Darstellung der Schwefelsäure. Der besann sich einen Augenblick und erwiderte dann mit Bestimmtheit: "Man nimmt Schwefel und gießt Essig darüber!" Mitscherlich sah den jungen Mann einen Augenblick ganz erstaunt an und sagte dann: "Wissen Sie, junger Freund, es wäre entschieden vorteilhafter, Sie gäben das Studium der Medizin auf und errichteten eine Schwefelsäure-Fabrik nach Ihrem neuen Verfahren!"

(gefunden in: "Lachen im Selbstversuch. Gelehrtenanekdoten")


Der ewige Disput von Chemikern und Physikern

Otto Hahn und Lise Meitner arbeiteten lange Zeit intensiv zusammen an verschiedenen Themen aus dem Bereich Radioaktivität. Wenn Otto Hahn, der eigentlich Chemiker war, den Mund in physikalischen Fragen zu voll nahm, wies seine Kollegin ihn mit den Worten zurecht: "Hähnchen, sei still. Von Physik verstehst du nichts."


Wie man einem Radiochemiker zur Hochzeit gratuliert

"[...] Wir wünschen dieser neuen Verbindung recht lange Lebensdauer bei höchster Aktivität." (Lise Meitner an Otto Hahn zu dessen Hochzeit im März 1913)


Auf Lise Meitners Geburtstag

Der große, dicke Chemiker Otto von Bayer war zu Lise Meitners Geburtstag eingeladen. Über seine Statur pflegte er zu sagen, er habe Jahre lang seine Füße nicht mehr gesehen. Angesichts dessen sagte er zu Lise Meitner: "Ich schlage Ihnen einen Tauschhandel vor: Sie verraten mir, wie alt sie heute werden und ich sage Ihnen mein Gewicht." Darauf antwortete die zierliche, kleine Physikerin: "Das ist kein fairer Tausch. Sie können abnehmen aber ich kann nicht jünger werden."


Svante Arrhenius

Über ihn lässt sich Folgendes nachlesen:
Svante Arrhenius, schon in jungen Jahren zur Korpulenz neigend, mittelgroß, erzählte voller Selbstironie von einer Naturforscherversammlung in Berlin. Als er im Zentralhotel, in dem die Abteilung Physik einen Geselligen Abend hatte, die Garderobe abgegeben hatte und die Tür des für die Abteilung reservierten Zimmers öffnen wollte, winkte ihn der Garderobier zurück und rief ihm, auf die Nebentür deutend, zu: "Sie gehen falsch, mein Herr. Nebenan tagt die Fleischerinnung."


Justus Liebig

Einmal wandte sich ein Student im Laboratorium, indem er zwei Reagenzgläser mit Flüssigkeiten vorwies, an den Gelehrten und fragte ihn aufgeregt: "Herr Professor, wenn ich den Inhalt dieser beiden Reagenzgläser vermische, erhalte ich dann Knallquecksilber?" "Sie nicht mehr", erwiderte Liebig.

(gefunden in :"Anekdoten, Episoden, Lebensweisheiten - von Naturwissenschaftlern und Technikern")



und zum Thema Sicherheit.....

Jeder ist Jemand

"Es gab eine neue Aufgabe und Jeder war sicher , dass Jemand sie erledigen würde. Irgendwer hätte sie erledigen können, aber Niemand tat es. Jemand wurde darüber sehr böse, weil es Jedermanns Aufgabe war. Jeder dachte, Irgendwer könnte es tun, aber Niemand merkte, dass Jeder es nicht tun würde. Es endete damit, dass Jeder Jemand den Vorwurf machte, dass Niemand tat, was Jeder hätte tun können."

(gefunden in: "GEFÄHRLICHE LADUNG" 1995)


Ein Schmunzeln ist angesagt .....

Keine Zubereitung darf Benzol enthalten. Der Gesetzgeber sagt allerdings, dass es sich bei Benzin nicht um eine Substanzmischung handelt, sondern um Kraftstoff. Und für Kraftstoff gilt die Gefahrstoffverordnung nicht. Sobald das Benzin jedoch zum Reinigen verwendet wird, verwandelt sich der Kraftstoff in eine verbotene Zubereitung; die Verwendung wird illegal.


Wird Phenol etwa als Winterspritzmittel im Pflanzenschutz verwendet, ist es ein Gift und muss das Label "giftig" tragen. Wird es hingegen vom Zahnarzt zum Abtöten der Pulpa verwendet ist es ein Arzneimittel. Die Kennzeichnung "giftig" ist dann ein schwerer Verstoß und wird mit Bußgeld geahndet.


Die lockere Interpretation der Definition des AGW-Wertes.....

"Bei einer Arbeitszeit von täglich acht Stunden können eigentlich keine Schäden auftreten"


Wirklich gehört...

"Methanol ist weniger gefährlich als Ethanol - Methanol hat nur zwei, Ethanol drei C-Atome"


aktualisiert am: 27.03.17; mfb

 
 

Tuesday, 19. February 2019