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Planen und Bauen - Regionalentwicklung
 

 
 

07.07.2020

Energie und Klimawandel

Die Gefahren des Klimawandels und die entsprechenden Ursachenzusammenhänge sind inzwischen hinlänglich bekannt. Inzwischen mehren sich bereits die Anzeichen für einen raschen und folgenschweren globalen Wandel des Klimas. Neue Informationen dazu wurden z.B. vom sogenannten „Weltklimarat“ IPCC vorgelegt. 

So ist nach dem IPCC-Sonderbericht über Klimawandel und Landsysteme die Temperatur über Landflächen fast doppelt so stark gestiegen wie im globalen Durchschnitt und die Häufigkeit und Intensität von Extremwetterereignissen nehmen zu. Dies hat bereits Folgen für Ernährungssicherheit und Ökosysteme: Wüstenbildung und Landdegradierung. Der Weltklimarat spricht sich daher für eine schnelle Emissionsreduktion entlang ehrgeiziger Minderungspfade aus. 

Ferner wird nun zunehmend das Risiko der Überschreitung kritischer Schwellen im Klimasystem gesehen: Durch Rückkopplungs- oder Selbstverstärkungsprozesse (z.B. Freisetzung von Methan aus Permafrostböden, weniger Eisreflektion) kann nach Forschungsergebnissen 422281/2020 - Version: 2 2/9 ggf. sogar ein Zustand entstehen, den Forscher als „Hothouse Earth“ bezeichnen (u.a. langfristig 4-5 °C höhere Temperaturen und ein drastischer Meeresspiegelanstieg).

Dem Klimaschutz und dem entsprechenden weltweiten Umbau insbesondere auch der Energiesysteme kommt daher eine elementare Bedeutung zu. Deutschland trägt dabei eine besondere Verantwortung, denn die Pro-Kopf-CO2-Emissionen in Deutschland liegen sehr hoch. Hier bestehen aber auch große ökonomische Chancen, denn die Schaffung zukunftsfähiger Energiestrukturen ist ein Milliardengeschäft mit wachsenden Umsätzen.

Klar ist, dass für die Zukunft anstehende Investitionsentscheidungen z.B. in regenerative Energien, Leitungen, Speicher und ggf. Kraftwerke immer auch einen Raumbezug haben. Daher ist die räumliche Planung auf allen Planungsebenen einer der Schlüsselakteure beim Umbau des Energiesystems. Sie muss dabei insb. ökonomische, ökologische und siedlungsstrukturelle Belange gegeneinander und untereinander abwägen und dem Klimaschutz im wahrsten Sinne des Wortes Raum verschaffen.

Viele dieser Raumnutzungsentscheidungen sind dabei auch „raumbedeutsam“ im Sinne des Raumordnungsgesetzes.

Konkrete regionalplanerische Vorgaben zum Thema Energie und dabei u.a. auch zum Ausbau der Erneuerbaren Energien in der Planungsregion Düsseldorf finden Sie im Regionalplan Düsseldorf (RPD)

Allerdings gilt, dass neben dem unmittelbaren Themenfeld Energieversorgung (einschließlich der Bereitstellung z.B. von regenerativ im Raum erzeugtem Strom auch für den Verkehrsbereich oder industrielle Prozesse) auch weitere Themenfelder der Raumordnung relevant sind für den Komplex Energie und Klimaschutz. So tragen Vorgaben zu kompakten Siedlungsstrukturen und zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs zur Senkung des Energiebedarfs und damit auch zum Klimaschutz bei.

Weiterführende Informationen zu einzelnen Themen finden Sie zu einigen der oben genannten Themen auch hier:

•    PV-Freiflächenanlagen
•    Windenergie
•    Klimaanpassung