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Pressemitteilung
 

 
 

13.11.2020

Nachwuchs in der Pflege stärken – zwei Förderbescheide für das DRK

Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher freut sich besonders über diesen auf den ersten Blick außergewöhnlichen Förderbescheid: Der Kreisverband Düsseldorf des Deutschen Roten Kreuzes erhält aus Mitteln für den DigitalPakt Schule eine Patientensimulationspuppe. Wie passt das zusammen? Ganz einfach: Viele werden noch die Simulationspuppen aus dem Erste-Hilfe-Kursus für den Pkw-Führerschein kennen. Diese neuen Modelle können dank der eingebauten Simulatoren für EKG, Puls und Atmung sowie viele weitere Technik die Reaktionen eines realen Patienten zeigen.   

„Das Fördergeld fließt nun genau dahin, wo die Expertinnen und Experten für das Gesundheitswesen ausgebildet werden, das aktuell in Pandemiezeiten besonders unter Druck geraten ist“, sagt Radermacher. „Ausreichendes Material und eine funktionierende moderne Infrastruktur sind unabdingbar. Aber dies alles ist nicht einsetzbar ohne die Menschen, die die fachliche Fähigkeit besitzen hiermit zu arbeiten.“ Das Deutsche Rote Kreuz ist einer der Schulträger, an dessen Einrichtungen der Nachwuchs von morgen ausgebildet wird. Hierhin fließen nun 34.095,00 € Euro. 

Der DRK Kreisverband Düsseldorf freut sich. Ralf Nickut, Leiter des DRK-Bildungszentrums, erklärt: „Herzdruckmassage, Beatmung, Medikamentengabe und viele andere Maßnahmen können an der Simulationspuppe durchgeführt werden. Der Lernfortschritt der Schüler lebt dabei insbesondere von der Interaktion eigener Entscheidungen und der begleitenden Steuerung der Lehrkraft in der gemeinsamen Auswertung der nachgestellten Realsituation.“  

Und noch eine weitere gute Nachricht hat die Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher für den DRK Kreisverband Düsseldorf: „Wir können direkt einen zweiten Förderbescheid ausstellen. Rund 12.400 Euro stehen für die Anschaffung von mobilen Endgeräten wie Notebooks für Pflege-Schülerinnen und -Schüler zur Verfügung.“ Die Endgeräte gehören dann der Schule, die sie zum Beispiel für das Lernen zu Hause nach Bedarf verteilen kann. Gleichzeitig wurde die Ausstattung der Schulen für die Erstellung professioneller Online-Lehrangebote mit diesem Antrag genehmigt. Förderfähig sind benötigte technische Werkzeuge, mit denen Medien für digitale Unterrichtsformen gestaltet werden können, sowie die hierzu notwendige Software. 

Gern hätte Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher den Förderbescheid dem DRK persönlich überreicht und angehende Pflegerinnen sowie Pfleger getroffen. Doch während der Corona-Pandemie ist die Reduzierung von Kontakten leider notwendig. 

Zum Hintergrund zu den beiden Förderlinien:

DigitalPakt Schule

Mit dem zwischen Bund und Ländern beschlossenen DigitalPakt Schule steht für NRW mehr als eine Milliarde Euro bereit, die ausschließlich in die Digitalisierung der Schulen fließen. In NRW nehmen die fünf Bezirksregierungen die Anträge aus ihrer Region entgegen. Häufig beantragen die Schulträger Förderung für digitale Endgeräte oder WLAN-Systeme.

Sofortausstattung

Bund und Länder haben eine Zusatzvereinbarung zur Verwaltungsvereinbarung zum DigitalPakt Schule 2019 bis 2024 (Sofortausstattungsprogramm) auf den Weg gebracht. Mit den zusätzlichen Mitteln des Landes NRW und der Kommunen steht damit ein Investitionsvolumen von insgesamt 178 Millionen Euro für die Ausstattung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Bedarf zum Ausgleich sozialer Ungleichgewichte zur Verfügung. Die Anträge aus NRW nehmen die Bezirksregierungen entgegen.