Haushalt (Symbolbild)
22.06.2026

Bezirksregierung Düsseldorf genehmigt Haushalt 2026 des Rhein-Kreises Neuss

Die Bezirksregierung Düsseldorf hat den Haushalt des Rhein-Kreises Neuss für das Jahr 2026 genehmigt.

Als zuständige Kommunalaufsicht prüft sie, ob die Haushaltsplanung rechtlich zulässig und finanziell tragfähig ist. 

Der Rhein-Kreis Neuss plant für das Jahr 2026 mit Erträgen von rund 789 Millionen Euro und Aufwendungen von rund 793 Millionen Euro. Daraus ergibt sich zunächst ein Defizit von rund 3,9 Millionen Euro. Dieses wird durch einen sogenannten globalen Minderaufwand (vorgesehene eingeplante Einsparungen bei den Ausgaben) vollständig ausgeglichen. Damit kann der Kreis einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. 

Anders als viele andere Kommunen und Kreise muss der Rhein-Kreis Neuss weder auf seine Ausgleichsrücklage noch auf die Allgemeine Rücklage zurückgreifen. Auch in den Jahren 2027 bis 2029 rechnet der Kreis mit ausgeglichenen Haushalten. 

Um die finanzielle Belastung der kreisangehörigen Städte und Gemeinden möglichst gering zu halten, setzt der Rhein-Kreis Neuss bewusst auf den globalen Minderaufwand. Dadurch kann die notwendige Erhöhung der Kreisumlage abgemildert werden. Die Kreisumlage steigt im Jahr 2026 auf 35,87 Prozent der geltenden Umlagegrundlagen, nachdem sie im Vorjahr bei 34,90 Prozent lag. 

Gleichzeitig bleiben die Sozialausgaben eine zentrale Herausforderung für den Kreishaushalt. Für das Jahr 2026 rechnet der Rhein-Kreis Neuss erneut mit steigenden Kosten, beispielsweise für Bürgergeld, Pflegeleistungen und weitere soziale Unterstützungsangebote. 

Trotz dieser Belastungen investiert der Kreis weiterhin in wichtige Zukunftsaufgaben. Schwerpunkte liegen dabei insbesondere in den Bereichen Rettungsdienst, Brandschutz und Gefahrenabwehr. Weitere größere Investitionen sind bei Entsorgungsanlagen sowie im Hochbau vorgesehen, insbesondere bei Schulbaumaßnahmen. Die Investitionen erstrecken sich dabei nicht nur auf das Jahr 2026, sondern auch auf die folgenden Haushaltsjahre bis 2029. 

Regierungspräsident Thomas Schürmann erklärt: „Der Rhein-Kreis Neuss zeigt, dass auch unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen ein verantwortungsvoller Ausgleich zwischen solider Haushaltsführung und notwendigen Investitionen möglich ist. Besonders positiv ist, dass der Kreis seine Zukunftsaufgaben weiter konsequent verfolgt und gleichzeitig die Belastungen für die kreisangehörigen Kommunen im Blick behält.