01.09.2026

Bezirksregierung Düsseldorf genehmigt Verlustvortrag im Haushalt der Stadt Krefeld für 2026

Die Bezirksregierung Düsseldorf hat den von der Stadt Krefeld für das Haushaltsjahr 2026 vorgesehenen Vortrag des Jahresfehlbetrags genehmigt.

Die Stadt plant 2026 mit Erträgen von rund 1,122 Milliarden Euro und Aufwendungen von rund 1,234 Milliarden Euro. Zusätzlich ist ein globaler Minderaufwand von rund 24,4 Millionen Euro vorgesehen (pauschale Einsparvorgabe im Haushalt). 

Unter Berücksichtigung dieser Einsparvorgabe rechnet die Stadt Krefeld für 2026 mit einem Jahresfehlbetrag von rund 87,5 Millionen Euro. 

„Die finanzielle Situation bleibt eine große Herausforderung. Zugleich ist es wichtig, dass die Stadt Krefeld bereits erste Maßnahmen zur Konsolidierung auf den Weg bringt und für 2027 weitere Schritte vorbereitet. Das ist die richtige Grundlage, um die städtischen Finanzen Schritt für Schritt wieder zu stabilisieren“, sagt Regierungspräsident Thomas Schürmann. 

Ende 2024 verfügte die Stadt Krefeld über eine Ausgleichsrücklage von rund 42,1 Millionen Euro. Für 2025 rechnet die Stadt derzeit mit einem Jahresfehlbetrag von rund 170 Millionen Euro. Daher dürfte die Ausgleichsrücklage zum Ende des Jahres 2025 vollständig aufgebraucht sein. 

Den für 2026 erwarteten Fehlbetrag von rund 87,5 Millionen Euro will die Stadt Krefeld zunächst nicht mit der allgemeinen Rücklage verrechnen, sondern in die Folgejahre übertragen. Der sogenannte Verlustvortrag ermöglicht es, den Fehlbetrag in einem späteren Haushaltsjahr auszugleichen. 

Nach der aktuellen Planung ergeben sich folgende Verlustvorträge:

  • 2026: rund -87,5 Millionen Euro
  • 2027: rund -119,2 Millionen Euro
  • 2028: rund -106,4 Millionen Euro
  • 2029: rund -109,9 Millionen Euro

Der Verlustvortrag aus dem Jahr 2026 soll nach der Planung der Stadt im Haushaltsjahr 2029 durch die Inanspruchnahme der allgemeinen Rücklage ausgeglichen werden. 

Für das Haushaltsjahr 2027 beabsichtigt die Stadt Krefeld, ein Haushaltssicherungskonzept aufzustellen. 

Erste Konsolidierungsmaßnahmen sind bereits im Haushalt 2026 vorgesehen. Dazu gehört unter anderem eine Übernachtungssteuer ab 2027, aus der jährlich rund 800.000 Euro erwartet werden. 

Daneben sind verschiedene Maßnahmen beim Personal vorgesehen. Dazu zählen unter anderem die Ausweitung der Wiederbesetzungssperre auf neun Monate, die Aussetzung der leistungsorientierten Bezahlung für Beamtinnen und Beamte sowie der Abbau von Rückstellungen für Urlaub und Überstunden.