Regierungspräsident Thomas Schürmann überreicht den Förderbescheid an die Euregio Rhein-Maas-Nord für den Grenzinfopunkt in Mönchengladbach.
21.05.2026

Europäischen Alltag ermöglichen: Bezirksregierung Düsseldorf stärkt Grenzberatung am Niederrhein

Mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt die Bezirksregierung Düsseldorf die grenzüberschreitende Beratung am Niederrhein und stärkt damit den europäischen Alltag in der Region

Regierungspräsident Thomas Schürmann hat einen Förderbescheid über insgesamt 485.835 Euro an die Euregio Rhein-Maas-Nord übergeben. Den Bescheid nahm die Geschäftsführerin der Euregio Rhein-Maas-Nord, Maike Hajjoubi, entgegen. 

Die Landesförderung dient der „Fortführung, Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des Geschäftsbetriebes des Grenzinformationspunktes (GIP) in Mönchengladbach“. Der Bewilligungszeitraum läuft vom 1. Januar 2026 bis zum 31. Dezember 2028. Pro Jahr stellt das Land Nordrhein-Westfalen jeweils 161.945 Euro zur Verfügung. 

Grenzinformationspunkte sind zentrale Beratungsstellen für Menschen und Unternehmen im deutsch-niederländisch-belgischen Grenzraum. Sie unterstützen unter anderem Berufspendlerinnen und Berufspendler, Studierende, Unternehmen oder Familien bei Fragen rund um Arbeiten, Wohnen, Studieren oder Gründen im Nachbarland. Dabei geht es beispielsweise um Themen wie Sozialversicherung, Steuern, Krankenversicherung, Rentenansprüche oder Arbeitsrecht. 

Die Beratungsstellen helfen dabei, bürokratische Hürden zwischen den Ländern abzubauen und geben Menschen sowie Unternehmen verlässliche Orientierung bei komplexen grenzüberschreitenden Fragen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für einen funktionierenden europäischen Alltag in der Region. 

Die Grenzinformationspunkte entstanden ursprünglich im Rahmen eines Interreg-Projekts. Interreg ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, das die Zusammenarbeit von Regionen über Landesgrenzen hinweg unterstützt. Die Bezirksregierung Düsseldorf begleitet und koordiniert solche grenzüberschreitenden Kooperationen im Regierungsbezirk seit vielen Jahren und unterstützt damit die enge Zusammenarbeit mit den Niederlanden. 

Insgesamt gibt es acht Grenzinformationspunkte im deutsch-niederländisch-belgischen Grenzgebiet, vier davon in Nordrhein-Westfalen. Zwei dieser Standorte liegen im Regierungsbezirk Düsseldorf – in Mönchengladbach bei der Euregio Rhein-Maas-Nord sowie in Kleve bei der Euregio Rhein-Waal. 

Regierungspräsident Thomas Schürmann betonte die Bedeutung der Einrichtungen für die Menschen im Grenzraum:
„Grenzüberschreitende Zusammenarbeit gehört für viele Menschen am Niederrhein längst zum Alltag – sei es beim Arbeiten, Wohnen oder Studieren. Die Grenzinformationspunkte leisten hier einen wichtigen Beitrag, indem sie Orientierung geben, verlässliche Informationen bereitstellen und Menschen ganz konkret dabei unterstützen, grenzüberschreitende Chancen zu nutzen. Damit stärken sie nicht nur die Menschen in der Region, sondern auch den europäischen Gedanken im Alltag.“ 

Die Nachfrage nach den Beratungsangeboten ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Insbesondere seit der Corona-Pandemie hätten sich Beratungsbedarfe und Fragestellungen spürbar verändert und ausgeweitet. Eine Evaluierung hatte deshalb empfohlen, die Finanzierung anzupassen und die Angebote weiterzuentwickeln.