Infrastruktur: Kommunikation und Koordination zum Wohl der Region
Bezirksregierung Düsseldorf lud zum 4. Forum für Brücken- und Verkehrsmanagement
Das Interesse war wie immer groß: Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen und Kreisen, öffentlichen Baulastträgern, Genehmigungsbehörden sowie Wirtschaftsverbänden nahmen am Dienstag, 17. März, auf Einladung der Bezirksregierung Düsseldorf am Forum für Verkehrs- und Brückenmanagement statt. Es war das vierte Treffen in diesem Format, das die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Verkehrsinfrastruktur im Regierungsbezirk in den Mittelpunkt stellt.
Ziel des 2023 von der Bezirksregierung Düsseldorf ins Leben gerufenen Forums ist es, die Vernetzung der verschiedenen Stakeholder im Bereich der Verkehrsinfrastruktur im Regierungsbezirk zu fördern. Regierungspräsident Thomas Schürmann gab den Impuls für spannende Fachvorträge. „Sie haben hier und in den Arbeitsgruppen die Möglichkeit, früher als zuvor zu erfahren, welche Maßnahmen der jeweils andere plant und dies bietet die Chance, Baustellenkalender zu harmonisieren, anstatt sie kollidieren zu lassen.“
Thematisiert und diskutiert wurden die Möglichkeiten der Verlängerung der Restnutzungsdauer von Brücken oder auch die anstehende Reform des Straßen- und Wegerechts in NRW, die das hier federführende Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr vorstellte. Was die Vielzahl der Baustellen auf kommunalen Straßen, Landes- und Bundesstraßen für die Menschen und die Wirtschaft in der Region bedeuten, zeigte der ADAC Nordrhein auf. Aktuell und von besonderer Relevanz für Düsseldorf und die Region war das Update der Stadt Düsseldorf zum Sachstand bei der Theodor-Heuss-Brücke.
Für alle Kommunen gleichermaßen wichtig wird ab 2027 die Verpflichtung, das Tool TIC-Kommunal zu nutzen. Auf diesem Portal melden alle Kommunen bauliche Maßnahmen mit wesentlicher verkehrlicher Bedeutung. Regierungspräsident Thomas Schürmann begrüßt diese Reform des Straßen- und Wegegesetzes. „Niemand von uns möchte Schlagzeilen lesen über Baustellen auf Straßen oder Autobahnen, die zeitgleich mit Sanierungsarbeiten auf den Entlastungsstrecken oder umfangreichen Schienennetzarbeiten zusammenfallen.“
Schürmann ist zuversichtlich, dass das Austauschformat ein wichtiges Werkzeug für eine bessere Infrastruktur ist und bedankte sich für die Expertise und das Engagement, die alle Teilnehmenden in Forum und Arbeitsgruppen einbringen. „Wir verwalten hier nicht nur Beton und Stahl, wir sichern die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts“, betonte der Regierungspräsident.
Konzept des Forums
Einmal jährlich treffen sich Vertreter von Kommunen, Wirtschaft, Interessenvertretungen im Forum, um sich zielgerichtet über die Verkehrsinfrastruktur im Regierungsbezirk auszutauschen. Die Absicht ist, dass sich alle Teilnehmenden über Projekte, Abläufe, Strukturen informieren. Ziel ist auch, Konflikte frühzeitig zu erkennen, an Verbesserungen zu arbeiten, Hürden zu minimieren, Verfahren zu beschleunigen.
In Arbeitsgruppen werden darüber hinaus konkrete Projekte abgestimmt. Prägendes Thema war 2025 beispielsweise die Sperrung der A59 zwischen Düsseldorf und Monheim. Im Vorfeld hatte die Bezirksregierung Düsseldorf im August gemeinsam mit der Bezirksregierung Köln einen gesonderten Informationstermin für alle Beteiligten organisiert. Kommunikation, Information, Abstimmung, um mögliche Defizite zu erkennen und Lösungen zu finden.