Street-Art für das Ruhrgebiet: Bezirksregierung Düsseldorf fördert neue Erlebnisroute
Das Ruhrgebiet erhält eine neue touristische Attraktion: Mit der Street-Art Route Ruhrgebiet entsteht eine Erlebnisroute, die urbane Kunst, Städte und Besucherinnen und Besucher miteinander verbindet.
Regierungspräsident Thomas Schürmann überreichte heute hierfür der Ruhr Tourismus GmbH als Projektträger einen symbolischen Scheck in Höhe von 995.999,98 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus Landesmitteln des Landes Nordrhein-Westfalen.
Mit der Street-Art Route Ruhrgebiet entsteht ein neues städtetouristisches Leitprodukt, das die urbane Kultur- und Kreativszene der Region sichtbar macht und das Ruhrgebiet als Destination für Kunst, Kultur und kreativen Städtetourismus stärkt. Die Route verknüpft insgesamt 29 Standorte im Ruhrgebiet, darunter neue Fassadenkunstwerke sowie bestehende hochwertige Graffiti-Standorte, zu einem zusammenhängenden touristischen Angebot.
Kernelement der Route sind acht neue großformatige Fassadenkunstwerke, die gezielt in städtischen Zentren entstehen sollen. Ergänzt wird die Route durch die Integration von rund 20 bestehenden Graffitikunstwerken, die bereits über eine lokale oder überregionale Bekanntheit verfügen. Ein besonderes Highlight bildet die Entwicklung eines sogenannten „Lighthouse“-Kunstwerks, das als zentrale Landmarke mit internationaler Aufmerksamkeit konzipiert ist.
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die digitale Innovation und Vernetzung. Augmented-Reality-Elemente sollen virtuelle Erlebnisse direkt vor Ort ermöglichen Die Werke werden digital erfasst und mit QR-Codes versehen. Besucherinnen und Besucher können die Motive vor Ort mit ihrem Smartphone scannen und zusätzliche digitale Inhalte erleben, bei denen sich das Kunstwerk virtuell bewegt oder verändert. Dadurch entsteht ein interdisziplinärer Austausch zwischen Fassadenkunst und digitalen künstlerischen Formaten. Die Inhalte werden außerdem im Data-Hub NRW als Open Data bereitgestellt, sodass sie auch für weitere touristische Anwendungen genutzt werden können. Ergänzend entstehen hochwertige Inhalte wie Fotografien, Texte, Videos und Storytelling-Formate, die die Route digital erlebbar machen.
Auch nachhaltige Mobilität und Besucherführung spielen eine zentrale Rolle im Projekt. Die Standorte der Kunstwerke werden so gewählt, dass sie gut mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar sind. Besonders berücksichtigt werden Fassaden im Innenstadtbereich, in der Nähe zentraler Bahnhöfe oder an wichtigen ÖPNV-Knotenpunkten, sodass die Route möglichst ohne Auto bereist werden kann.
Ergänzend wird ein beispielhafter Fahrplan für einen möglichen Besuch der Route konzipiert. Dieser soll einen tagesfüllenden Ausflug entlang mehrerer Stationen der Route ermöglichen und enthält Vorschläge für Aufenthaltszeiten an den einzelnen Kunstwerken sowie für die Weiterreise mit dem öffentlichen Nahverkehr. Die Standorte der Kunstwerke werden zudem kartografisch dargestellt, um Besucherinnen und Besuchern die Planung ihres Besuchs zu erleichtern.
Auf dieser Grundlage werden im Rahmen des Storytellings zur Street-Art Route auch Vorschläge für Städtereisen und thematische Ausflüge entwickelt. Diese können einzelne Abschnitte der Route umfassen und werden touristischen Partnern und Multiplikatoren digital für die Vermarktung zur Verfügung gestellt.
Regierungspräsident Thomas Schürmann betont:
„Die Street-Art Route Ruhrgebiet zeigt eindrucksvoll, wie Kunst, Tourismus und digitale Innovation miteinander verbunden werden können. Das Projekt macht die kreative Energie der Region sichtbar, stärkt die kulturelle Identität des Ruhrgebiets und schafft gleichzeitig neue touristische Anreize für Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland.“
Die Gesamtausgaben des Projekts belaufen sich auf 1.244.999,98 Euro. Davon werden 995.999,98 Euro als Zuwendung bewilligt. Die Finanzierung erfolgt zu gleichen Teilen aus EU-Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus Landesmitteln des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW).
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