14.03.2019

aufgeSCHLOSSen

Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher hat ihr Dienstgebäude am Donnerstagabend aufgeSCHLOSSen – und zwar für eine neue Veranstaltungsreihe im frisch renovierten Schlösschen an der Cecilienallee,

Veranstaltung AufgeSCHLOSSen


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Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher hat ihr Dienstgebäude am Donnerstagabend aufgeSCHLOSSen – und zwar für eine neue Veranstaltungsreihe im frisch renovierten Schlösschen an der Cecilienallee, die eben diesen Titel trägt. Den Auftakt machte ein Vortrag der Präsidentin der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in NRW, Margarete Müller, zum Thema „20 Jahre Euro – Bilanz und Perspektiven der Währungs- und Bankenunion.“

Für Müller steht fest: Es ist eine insgesamt positive Geschichte, aber „wir müssen noch nacharbeiten, bis das Europäische Haus so schön ist wie der Plenarsaal der Bezirksregierung“.

Der Euro hat für Preisstabilität gesorgt, ist mittlerweile weltweit anerkannt, die Export- und Beschäftigungsquote und das Pro-Kopf-Einkommen sind gestiegen seit der Einführung der gemeinsamen Währung, sagt Müller. Allerdings nicht in allen Ländern so deutlich wie in Deutschland. Problem, so die Bankerin, sei die hohe Staatsverschuldung in fast allen Mitgliedsstaaten. „Die Kriterien, die man sich selbst gegeben hat, werden nicht eingehalten.“  

So wichtig die Unterstützung durch den europäischen Stabilitätsmechanismus für finanziell angeschlagene Staaten sei, müssten nun dringend Wachstumsimpulse und Strukturreformen her, um langsam wieder zur Normalität zurückzukehren. Haftung und Kontrolle müssten verbessert werden. „Die Verantwortlichen der betroffenen Länder müssen ihre Hausaufgaben machen“, forderte Müller.

Zuvor hatte Regierungspräsidentin Radermacher die rund 80 Zuhörer im früheren Wohnsitz der Regierungspräsidenten begrüßt, wo Mitarbeiter der Bezirksregierung beispielhaft Aufgaben rund um das Thema Finanzen präsentierten.  Im Rahmen der Geldwäscheprävention werden z. B. Juweliere oder Autoverkäufer sensibilisiert, wenn größere Mengen Bargeld auf der Ladentheke landen.  Bei den Fiskalerbschaften geht es um die Verwertung von Nachlässen, wenn sich nach einem Todesfall kein Erbe findet. Dann werden unter Matratzen gefundene DM und Lira bei der Bundesbank umgetauscht.

„Mit der neuen Veranstaltung greife ich aktuelle Themen – wie diesmal den Euro mit Blick auf die Europawahl – auf, gebe ihnen einen wunderbaren Rahmen, bringe Menschen miteinander ins Gespräch und präsentiere Arbeitsbereiche der Bezirksregierung Düsseldorf“, erläuterte Radermacher, „und schlage so sehr viele Fliegen mit einer Klappe!“

Auch beim nächsten Termin am 16. Mai wird es um das Thema Europa gehen. Klaus-Heiner Lehne, der Präsident des Europäischen Rechnungshofes, wird „aus dem Nähkästchen plaudern“. Weitere Informationen folgen in Kürze.