29.10.2020

Bildung für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Neuss

Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke haben am Donnerstag, 29. Oktober, eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die Kinder und Jugendlichen in der


Bildung für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Neuss

Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke haben am Donnerstag, 29. Oktober, eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die Kinder und Jugendlichen in der Zentralen Unterbringungseinrichtung in Neuss besser zu fördern. Sie taten dies gemeinsam mit den anderen Kooperationspartnern: den Schulleitungen der beiden Kooperationsschulen, Winfried Godde (kath. Grundschule Münsterschule) und Markus Wölke (Alexander-von Humboldt-Gymnasium) sowie Annette Anner, die das Schulamt für den Rhein-Kreis-Neuss vertrat.

Hiermit wird die Verpflichtung des Landes NRW aus Art. 14 der EU-Aufnahmerichtlinie umgesetzt, minderjährigen Kindern von schutzsuchenden Asylbewerbern einen Zugang zum Bildungssystem zu gewähren.

Unabhängig von der Bleibeperspektive der Geflüchteten wird mit dem Bildungsangebot die Alltagskompetenz der Kinder gefördert. Kern des Angebots ist das Erlernen der deutschen Sprache. Es wird aber auch Wissen in den Fächern Gesellschaftslehre, Mathematik sowie den Naturwissenschaften vermittelt. Dieses Angebot wird von den bereits in der Zentralen Unterbringungseinrichtung durchgeführten Förderprogrammen in den Bereichen Kunst, Musik und Sport ergänzt.

„Ich begrüße es, wenn die Kinder und Jugendlichen lernen, sich besser im neuen Alltag in fremder Umgebung, unter unbekannten Bedingungen zurechtzufinden, indem sie Deutsch sprechen, verstehen und schreiben“, sagt Birgitta Radermacher. „Dabei wollen wir ihnen helfen. Wenn sie zusätzlich noch Wissen in den anderen Fächern erwerben und langsam in den Tagesablauf eines Schulalltags hineinfinden, ist das großartig.“ 

Der Rhein-Kreis Neuss und weitere lokale Partner unterstützen diese Landesinitiative engagiert. Radermacher: „Ein großer Dank gilt dem Rhein-Kreis Neuss, der die Räumlichkeiten für dieses Angebot zur Verfügung stellt und das Bildungsangebot mit seinem Kommunalen Integrationszentrum unterstützt.“   

„Sprache und Bildung sind maßgebliche Faktoren für eine erfolgreiche Integration in unsere Gesellschaft und auch in den Arbeitsmarkt. Der Rhein-Kreis Neuss hat die Integration von Geflüchteten stets aktiv vorangetrieben. Mit der durch die Wirtschaft im Kreis initiierten Initiative Kompass D konnten wir auch überregional beachtete Erfolge umsetzen. Daher unterstützt der Kreis die Initiative des Landes gerne“, sagt Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat des Rhein-Kreis Neuss.

Die Landesregierung hat für das Bildungsangebot zusätzliche Stellen für Lehrkräfte bewilligt, die zwischenzeitlich von der Bezirksregierung Düsseldorf eingestellt wurden: eine Lehrkraft der Münsterschule sowie mehrere Gymnasiallehrkräfte arbeiten zusammen, um die Unterrichtsangebote für die unterschiedlichen Altersgruppen der Schülerinnen und Schüler vorzubereiten und durchzuführen. Die Lehrkräfte werden geschult, mit dem pädagogischen Konzept vertraut gemacht und erhalten die notwendigen Unterrichtsmaterialien. Unterstützt werden sie vom Schulamt für den Rhein-Kreis Neuss, dem Kommunalen Integrationszentrum des Rhein-Kreises Neuss sowie den beiden Kooperationsschulen.

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