06.05.2019

Erfolgsgeschichte Digitalisierung in NRW

Podiumsdiskussion bei der Bezirksregierung mit Minister Pinkwar t   Unter dem Titel „Förderung digitaler Strukturen in NRW“ sind der  Einladung des Vereins „Digitale Stadt Düsseldorf“ Wirtschafts- und

Minister Andreas Pinkwart, Birgitta Radermacher, Andre Carls, Stephan Schneider


Erfolgsgeschichte Digitalisierung in NRW

Podiumsdiskussion bei der Bezirksregierung mit Minister Pinkwart 

Unter dem Titel „Förderung digitaler Strukturen in NRW“ sind der  Einladung des Vereins „Digitale Stadt Düsseldorf“ Wirtschafts- und Digitalminister Professor Dr. Andreas Pinkwart, die Düsseldorfer Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher und der Vorsitzende des Bankenverbandes NRW e.V., Dr. Andre Carls gefolgt, um mit dem Moderator und Vereinsvorstand Stephan Schneider im Plenarsaal der Bezirksregierung Düsseldorf zu diskutieren. Die Teilnehmerzahl und die anschließende Diskussion mit dem Publikum zeigten die Brisanz des Themas.

„Wir wollen in die Gigabitwelt vorstoßen und bis 2025 flächendeckend Nordrhein-Westfalen versorgen. Die Schulen und Gewerbegebiete wollen wir schon bis 2022 anschließen. Das ist eine ganze Menge Arbeit und kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten mitziehen“, sagte Minister Pinkwart. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten wie Digitalgutschein, Digitalassistent oder Digitalkredit, die - so der Minister - gut angenommen werden.

Geld für den Ausbau ist vorhanden: Bund und Land stellen insgesamt über 325 Millionen Euro für den flächendeckenden Ausbau gigabitfähiger Netze im Regierungsbezirk Düsseldorf zur Verfügung; Gefördert wird der Anschluss von Kommunen, Schulen und Gewerbegebieten. Anträge und Beratungen laufen über die vor einem Jahr bei der Bezirksregierung eingerichtete Gigabit-Geschäftsstelle. Insgesamt werden hier bis 2022 rund 70.000 Anschlüsse mit 150 Millionen Euro aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Aber nicht nur die Leitungen sind wichtig. Es braucht auch Ideen für eine bürgerfreundlichere Stadtverwaltung. Hier sind die Kommunen direkt gefragt. So entwickelt das Bergische Städtedreieck mit Wuppertal, Remscheid und Solingen als Modellkommune Wege, wie Bürgerinnen und Bürger unkompliziert auf digitalem Weg Bürgerservice-Leistungen abrufen können. 

Radermacher erläuterte: „Mit finanzieller Unterstützung des Landes entwickeln die Kommunen Projekte zum E-Government und zur Smart-City. Die Suche nach einem Kindergartenplatz soll ebenso wie die Anmeldung des neuen PKWs vom Sofa aus erfolgen können – ein Projekt, das Vorbild für die ganze Bundesrepublik werden könnte. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Mobilität der Zukunft.“ Sie betont aber auch: „Wir können nur den Rahmen bieten. Gehen müssen Kommunen, Schulen und Unternehmen den Weg selbst.“

Andre Carls treibt die Sorge um, dass vor allem in mittelständischen Unternehmen noch ein großer Nachholbedarf vorhanden ist. Die Banken stellen sich auf einen höheren Beratungsbedarf ein, qualifizieren ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und suchen nach neuen Kreditmodellen. Carls nennt ein Beispiel: „Die Bank finanziert eine neue Maschine. Die Nutzungsdaten werden ihr digital übermittelt. Die Ratenzahlung erfolgt flexibel nach den Einsatzzeiten. Die Raten steigen mit dem Erfolg der Neuanschaffung.“