28.10.2019

Gemeinsam die Begegnungsstätte Schiefbahn retten

Gesellschaftliches Miteinander in der erweiterten Nachbarschaft steht im Fokus des Förderprogrammes „Soziale Integration im Quartier“, von dem jetzt Willich-Schiefbahn profitiert.

Die Regierungspräsidentin (Mitte) zu Gast in Willich


Gemeinsam die Begegnungsstätte Schiefbahn retten

Gesellschaftliches Miteinander in der erweiterten Nachbarschaft steht im Fokus des Förderprogrammes „Soziale Integration im Quartier“, von dem jetzt Willich-Schiefbahn profitiert. Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher überreicht am Montag, 28. Oktober 2019, Willichs Bürgermeister Josef Heyes den Förderbescheid in Höhe von rund 364.714 Euro. „Damit können wir 90 % der Gesamtkosten von rund 405.237 Euro übernehmen und Menschen helfen, ihr Schiefbahn zu erhalten“, sagt Birgitta Radermacher.

 

Die „Begegnungsstätte Schiefbahn“ ist ein gewachsener, zentraler Treffpunkt. Zunächst betrieb die Stadt diese selbst als „Altenstube“. Seit der Übernahme der Trägerschaft durch den Caritasverband für die Region Kempen-Viersen e.V. im Jahr 2011 öffnet die Begegnungsstätte zu verbindlichen Zeiten und mit einem großen Programmangebot für viele Besucherinnen und Besuchern. Bürgermeister Josef Heyes erklärt: „Das Geld ist nicht nur aus meiner Sicht hervorragend angelegt: Unsere Begegnungsstätten sind Orte des Miteinander, des Treffens, der Kommunikation und der gegenseitigen Hilfen im Ort, auch über Generationen hinweg – und damit, mit Sicherheit auch ein Schritt auf dem Weg zu einem Stück Heimatverbundenheit.“

 

Aktuell ist das Gebäude aufgrund starker Schimmelbildung aber nicht nutzbar. Seit Anfang 2019 müssen die organisierten Gruppen schon ohne die Räumlichkeiten planen. Dies stellt für den laufenden Prozess der Quartiersentwicklung ein großes Hindernis dar. Hier setzt nun der Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ an, mit dem Bund und Länder seit 2017 bauliche Maßnahmen zum Erhalt und Ausbau von sozialen Infrastruktureinrichtungen zu Orten des sozialen Zusammenhalts und der Integration in den Kommunen unterstützen.

 

Für die Begegnungsstätte Schiefbahn ist dank des Förderpaketes der Erhalt möglich. Durch den teilweisen Neubau soll die Nutzung des Grundstücks erheblich verbessert werden. Geplant sind die Vergrößerung des zweiten Gruppenraums, der Küche und des Büros sowie die Schaffung eines barrierefreien Zugangs zum Garten. 2023 soll alles fertig sein. „Begegnungsstätten sind wichtig, um die Integration aller Menschen unabhängig von ihrem Einkommen, ihrem Alter, ihrer Herkunft und ihrer Religion zu stärken“, sagt die Regierungspräsidentin. „Das Geld ist gut investiert.“

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