27.04.2018

Girls'Day 2018: Schülerinnen machen den Praxistest bei der Bezirksregierung

Mehr als 50 Schülerinnen schauen am Girls' Day 2018 den Expertinnen und Experten der Bezirksregierung Düsseldorf beim Messen, Berechnen, Tüfteln und vielen anderen beruflichen Tätigkeiten über die


Girls'Day 2018: Schülerinnen machen den Praxistest bei der Bezirksregierung

Mehr als 50 Schülerinnen schauen am Girls' Day 2018 den Expertinnen und Experten der Bezirksregierung Düsseldorf beim Messen, Berechnen, Tüfteln und vielen anderen beruflichen Tätigkeiten über die Schulter. Am Standort Mönchengladbach, einem von fünf Aktionsorten, öffnet das Team von Ralph Merten an der Croonsallee seine Türen. Hier erkunden 16 Schülerinnen heute die Berufsfelder der Geodäten und Vermesser: Sie fliegen mit den Profis am PC-Screen über die 3-dimensionale Bilder aus ihrer Heimatregion und gehen mit den Außenteams zur Vermessung raus in die Stadt. Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher ist mittendrin. Ihre Botschaft für die jungen Besucherinnen ist klar: „Traut Euch was! Ihr seid heute hier, um Euch technische Berufe anzuschauen, in denen leider noch zu wenige Frauen tätig sind und allgemein zu wenig Nachwuchs in den Startlöchern steht. Das finde ich prima von Euch.“

Und schon geht es in den Praxisteil: Vermessungsingenieurin Andrea Kalk stattet ihre Besucherinnen schnell mit Brillen aus und sofort werden aus den bunten unscharfen Farbflächen auf dem Bildschirm richtige Straßen, Häuser und Wiesen in 3-D. Die x-und die y-Achse kennen die Schülerinnen aus dem Mathematikunterricht, hier kommt noch die z-Achse für die Höhe hinzu. Schon wird klar, wofür Mathe so nützlich sein kann – um zum Beispiel das eigene Lebensumfeld messbar zu machen. „Ich habe schon Luftbilder analysiert, um Bomben aus dem 2. Weltkrieg zu finden, damit bei Bauarbeiten in dem Gebiet niemand verletzt wird“, erzählt Andrea Kalk. „Hier in meinem aktuellen Job vermesse ich mit Hilfe von Luftbildern die Grundstücke, welche zum Beispiel gebraucht werden, um den Deich am Rhein gegen Hochwasser zu verstärken.“ Das Team aus der Bodenordnung muss hierfür in Absprache mit den Eigentümern auch Grundstücke tauschen und neu zuschneiden. Für die Girls-Day-Teilnehmerinnen geht es vom PC deswegen zurück an die Bastelschere, während die Experten im Arbeitsalltag auch jetzt weiter am PC arbeiten würden. Jede Schülerin zerschneidet eine Pappkarte mit verschieden farbigen Grundstücken und legt diese so zusammen, dass alle Flächen einer Farbe – also eines landwirtschaftlichen Betriebes – nebeneinander liegen. Ganz schön kniffelig.

Doch wie kommen die ganzen Daten überhaupt auf den PC? Wer nach dem Besuch bei Andrea Kalk die gelbe Signalweste anzieht und mit Team Außendienst in den nahen Park an der Kaiserstraße geht, findet es heraus: Judith (14) und Viktoria (13) sind dabei. Das wollen sie sich anschauen. Jeder hat schon einmal im Vorbeifahren die Männer mit den bunten Messstäben gesehen, die von Zeit zu Zeit durch Kameras auf mehrbeinigen Stativen schauen. Aber ist dieser Job deswegen reine Männersache? Auf keinen Fall. Judith und Viktoria sehen heute einmal selbst durch die Linse.

Was sie so alles sehen, erklärt ihnen und der Regierungspräsidentin der Experte Klaus Eckers von der Bezirksregierung. ImAnschluss helfen Judith und Viktoria mit und positionieren den Spiegel, der zum Messen nötig ist, an der richtigen Stelle auf dem Adenauerplatz.

Für Viktoria aus Willich war dieser Schnuppertag ein Zufallstreffer, sie hat das Angebot über die Girls-Day-Homepage gefunden. Wer sich darüber hinaus für eine Ausbildung bei der Bezirksregierung interessiert, findet hier online Informationen.