Ein Bagger steht auf einem Deich
08.10.2021

Hochwasserschutzkonferenz tagte digital

Zum ersten Mal seit dem Start im Jahr 2014 hat die jährliche Sitzung zum „Fahrplan Deichsanierung am Rhein“ digital stattgefunden.

Auf Einladung der Bezirksregierung diskutierten Vertreter des Umweltministeriums und der hochwasserschutzpflichtigen Deichverbände und Kommunen die Sanierung der Hochwasserschutzanlagen.

Im vorigen Jahr hatte man die Sitzung wegen der Corona-Pandemie durch einen Runden Tisch in kleinerer Runde ersetzt. Diesmal kamen die Teilnehmer per Video-Konferenz zusammen, um sich über den Sanierungsstand und die anstehenden Aufgaben auszutauschen. Geprägt war das diesjährige Treffen von den Eindrücken der katastrophalen Flutereignisse im Juli. Davon blieben die Rheinanlieger weitgehend verschont. Zwei kleinere Hochwasserereignisse im Februar und Juli wurden von den Deichverbänden und Kommunen routiniert bewältigt.

In ihrem Grußwort ging Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher darauf ein: „Während bei der letzten gemeinsamen Sitzung 2019 noch Themen wie Trinkwasserversorgung und Niedrigwassermanagement im Vordergrund standen, hat uns in diesem Jahr die Natur schmerzlich vor Augen geführt, welchen gewaltigen Schaden die Fluten in den Überschwemmungsgebieten anrichten können.“ Dies habe aber andererseits auf tragische Weise das Bewusstsein für die Wichtigkeit eines funktionierenden Hochwasserschutzes geschärft.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen notwendige Anpassungen des „Fahrplans Deichsanierung“, da das ursprünglich gesetzte Ziel der Umsetzung bis 2025 nicht einzuhalten ist. Zu den vielschichtigen Gründen zählt unter anderem die Komplexität der Planungsprozesse. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass die in den Fahrplan aufgenommenen Maßnahmen selbstverständlich mit Nachdruck weiterbetrieben werden müssen. Zusätzlich wurde verabredet, dass alle Beteiligten die für die Zeitplanung bestehenden Risiken nochmals konkretisieren, um diesen frühzeitig entgegen zu treten. Regierungspräsidentin Radermacher betonte in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit rechtssicherer Genehmigungen und gab das Ziel für die nächsten Jahre aus: „Auch wenn der Niederrhein in den letzten Jahren von größeren Hochwässern verschont wurde, müssen wir weiterhin das gemeinsame Ziel verfolgen, so schnell wie möglich die Hochwasserschutzanlagen entlang des Rheins an die Regeln der Technik anzupassen, um auch in Zukunft Leib und Leben der Bürgerinnen und Bürger wie auch die Sach- und Kulturwerte wirksam zu schützen.“