14.07.2019

Monitoring liefert wichtige Erkenntnisse zum Wanderverhalten der Fische in der Wupper

Mit der Vorlage des Endberichtes konnte jetzt das Monitoring zum Fischschutz an der Wupper abgeschlossen werden. Die Antennen sind mittlerweile abgebaut. Die Untersuchung hat wichtige Erkenntnisse


Monitoring liefert wichtige Erkenntnisse zum Wanderverhalten der Fische in der Wupper

Mit der Vorlage des Endberichtes konnte jetzt das Monitoring zum Fischschutz an der Wupper abgeschlossen werden. Die Antennen sind mittlerweile abgebaut. Die Untersuchung hat wichtige Erkenntnisse sowohl über das Beobachtungsverfahren mit HDX-Sendern als auch darüber geliefert, wie die Langdistanzwanderfische (u.a. Aal und Lachs) sowie die im Wuppersystem beheimateten Fischarten die Aufstiegsanlagen annehmen. Im Rahmen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) sollen die Flüsse bis 2027 naturnäher gestaltet und durchgängig werden, so dass Wanderfische ihre Laich- bzw. Nahrungsplätze erreichen können. Dazu wurden auch an der Wupper Auftstiegsanlagen errichtet. Der Erfolg der Bemühungen wird durch Monitoring überprüft.

In den Jahren 2013 und 2016 wurden im Rahmen des Projekts über 3.000 Wupperfische mit HDX-Sendern markiert. Die erste Projektphase von 2013 - 2014 bezog sich vor allem auf den Fischschutz an der nach neuestem Kenntnisstand umgebauten Wasserkraftanlage Auer Kotten in Solingen-Widdert. Die 2. Projektphase lief von 2014 – 2018 und hat Antworten zur Auffindbarkeit der Fischaufstiegsanlagen in der Wupper geliefert und geklärt, wie gut die Wupper bis zum Beyenburger Stausee Auf- (und Abwärts) passierbar ist. Das Projekt fand in enger Abstimmung mit Dezernat 51 der Bezirksregierung und dem Landesumweltamt (LANUV), statt. Auftragnehmer des Monitorings  war das Institut für angewandte Ökologie aus Hessen.

Zu den beim Monitoring gewonnenen Erkenntnissen gehört, dass die Fische zu allen Jahreszeiten und Wassertemperaturen und vor allem in den Abend- und Nachtstunden wandern. Zudem zeigte sich – zumindest an den mit Transpondern ausgestatteten Fischen -, dass die Aufstiegsmöglichkeiten unterschiedlich gut angenommen werden. So beurteilt der Bericht die am Auer Kotten als gut, am Schaltkotten und Buchenhofen als mäßig und am Neuenkotten/Glüder als schlecht. Dies führt dazu, dass im weiteren Umsetzungsprozess der WRRL die Fischaufstiege und der Fischschutz an den drei letztgenannten Anlagen noch verbessert werden soll.

Die HDX-Technik hat sich im Laufe des Projekts bewährt, setzt aber stabile Befestigungsmöglichkeiten sowie störungsfreie Positionen für die Antennen voraus.

Die Projektberichte stehen für alle Interessierten auf der Homepage der Bezirksregierung Düsseldorf unter der Rubrik Wasserrahmenrichtlinie, Beiträge als Download kostenlos zur Verfügung:

http://www.bezreg-duesseldorf.nrw.de/umweltschutz/Wasserrahmenrichtlinie-und-Gewaesserentwicklung/index.jsp