16.04.2020

Vorsorge: Bezirksregierung Düsseldorf bereitet Reha-Klinik in Wuppertal für mögliche temporäre Unterbringung von Flüchtlingen vor

Abstand halten, in der Hausgemeinschaft bleiben, Fremdkontakte minimieren – diese Schutzvorgaben gegen eine Ansteckung mit dem Corona-Virus werden auch in den Unterbringungseinrichtungen des Landes

Vorsorge


Vorsorge: Bezirksregierung Düsseldorf bereitet Reha-Klinik in Wuppertal für mögliche temporäre Unterbringung von Flüchtlingen vor

Abstand halten, in der Hausgemeinschaft bleiben, Fremdkontakte minimieren – diese Schutzvorgaben gegen eine Ansteckung mit dem Corona-Virus werden auch in den Unterbringungseinrichtungen des Landes umgesetzt. Zudem ist es wichtig, alle Maßnahmen zu ergreifen, damit insbesondere die Gruppe der so genannten vulnerablen Menschen (dazu zählen Behinderte, Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern, Krebskranke oder an einer Immunschwäche Leidende) geschützt werden.

Um bei Bedarf eine gesonderte Unterbringung von gesunden ebenso wie infizierten Personen oder Verdachtsfällen, aber insbesondere von Personen mit besonderem Schutzbedarf zu ermöglichen, erhöht das Land temporär die vorhandenen Platzkapazitäten. So macht die Bezirksregierung Düsseldorf vorsorglich die Standby-Einrichtung in der ehemaligen Helios-Klinik an der Straße Im Saalscheid in Wuppertal bezugsfertig. 

Seit Beginn 2017 steht das Haus zur Verfügung, ist bisher jedoch noch nicht beansprucht worden. Zurzeit beginnen die Vorbereitungen für den Bezug, werden beispielsweise die Trinkwasserversorgung und der Brandschutz überprüft. Ab Anfang Juni 2020 könnten dann in dem etwa 7000 Quadratmeter großen Gebäude bis zu 350 Menschen leben. Die Nutzung ist zunächst auf ein Jahr befristet.

 „Die Aktivierung dieser Plätze soll keine Dauerlösung sein, ist aber vorübergehend unabdingbar, um der außergewöhnlichen Situation durch die Corona-Pandemie auch im Flüchtlingsbereich so effektiv wie möglich zu begegnen“, betont Düsseldorfs Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher. „Wir müssen für Bewohner in allen Unterkünften die Chance schaffen, in größerem Abstand voneinander zu leben.“ 

Die zusätzlichen Kapazitäten werden auch benötigt, weil das Land den Kommunen aktuell mit Rücksicht auf deren Belastung keine Asylbewerber zuweist. Neben Wuppertal werden deshalb zwei weitere Standorte eingerichtet: In der Standby-Einrichtung in Weeze werden ab Anfang / Mitte Mai dieses Jahres 750 Betten zur Verfügung stehen, weitere 1000 Betten werden bis zum 1. Mai 2020 auf dem Gelände des ehemaligen Hauptquartiers der Britischen Streitkräfte (JHQ) in Mönchengladbach-Rheindahlen aufgebaut, in deutlicher räumlicher Distanz zu den anderen Gebäuden der dortigen Erstaufnahmeeinrichtung. 

Ob und wann welcher Standort belegt wird, entscheidet die für das Belegungsmanagement zentral zuständige Bezirksregierung Arnsberg.