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Dürremonitor: Boden im Regierungsbezirk Düsseldorf erlebt eine außergewöhnliche Dürre

Dürren und damit verbundene trockene Böden können gravierende Auswirkungen auf Wald und Landwirtschaft sowie generell auf die Umwelt haben. Gemäß der Definition des Deutschen Wetterdienstes versteht man unter Dürre einen Mangel an Wasser, der durch weniger Niederschlag und/oder eine höhere Verdunstung durch erhöhte Temperaturen (oder Wind) als üblich verursacht wird. 

Beitrag Zukunftsplaner - newsletter 3/2019 (24.09.2019)

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig definiert Dürre als eine Abweichung der Bodenfeuchte vom langjährigen Zustand im jeweiligen Monat (statistischer Vergleich mit dem Zeitraum 1951-2015). Das UFZ hat dazu einen Dürremonitor entwickelt, der jeweils den aktuellen monatlichen Zustand des Bodens in 5 Trockenklassen in Deutschland darstellt.

Demnach ist im Regierungsbezirk Düsseldorf und in weiten Teilen Deutschlands momentan in der über den Oberboden hinausgehenden Bodenschicht bis ca. 1.8m Tiefe eine außergewöhnliche Dürre (höchste Kategorie) festzustellen. 

Der Monitor gibt ebenfalls das pflanzenverfügbare Wasser und die Feuchte des Oberbodens an. Dazu wird die tagesaktuelle Bodenfeuchte in Prozent der nutzbaren Feldkapazität (% nFK) gezeigt. Sie ist ein Maß für das pflanzenverfügbare Wasser und kann Werte zwischen 0 und >250% annehmen. <30% nFK weisen auf Pflanzenwasserstress hin. Momentan (23.09.2019) liegen für den Regierungsbezirk Düsseldorf Werte bis 20% nFK vor. 

Den Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung finden Sie hier.