Dürre

Klimafolgenmonitoring NRW

Die Veränderung des Klimas bleibt eines der wichtigsten Themen unserer Zeit. In Deutschland ist vor allem das Dürrejahr 2018 mit seiner langen, extrem trockenen Hitzeperiode in Erinnerung und auch in Nordrhein-Westfalen ist der Klimawandel spürbar angekommen.

Beitrag Zukunftsplaner - newsletter 3/2020 (16.08.2020)

Die Veränderungen werden nun auch durch aktuelle Auswertungen im Klimafolgenmonitoring NRW des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) belegt. So hat sich beispielsweise die mittlere Jahrestemperatur in der letzten Klimaperiode 1990-2019 im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 1881-1910 um 1,5 Kelvin auf 9,9 Grad Celsius erhöht. Auch die Zahl der Sommer- und Hitzetage ist in den vergangenen hundert Jahren um elf bzw. vier heiße Tage angestiegen. Gleichzeitig haben sich die Frosttage um zwölf reduziert.

Dies hat auch direkte Auswirkungen auf den Menschen, die Natur und die Umwelt. So werden in NRW in Zukunft (2050) laut Prognose des LANUV bis zu elf Millionen Menschen dem zunehmenden Hitzestress in den Sommermonaten ausgesetzt sein. Wärmeliebende Tierarten werden weiter vorrücken, während Arten, die kühlere Gebiete bevorzugen, sich immer stärker zurückziehen. Jahre mit geringen Sommerniederschlägen führen zudem zu niedrigen Wasserpegeln in Oberflächengewässern und im Grundwasser. 

Mithilfe von insgesamt 32 Indikatoren aus sieben Kategorien wurden die Folgen des Klimawandels umfassend untersucht. Hier finden sich unter anderem reine Temperatur- und Niederschlagsänderungen, aber auch Waldbrandgefährdungen oder die Länge der Vegetationsperiode bis hin zur Hitzebelastung für uns Menschen.