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Herausforderung Klimawandel: Neue Klimawirkungs- und Risikoanalyse erschienen

Die Risiken durch Hitze, Trockenheit und Starkregen dürften bei einem ungebremsten Klimawandel im gesamten Bundesgebiet künftig stark ansteigen, wie das Umweltbundesamt in einer aktuellen Pressemitteilung* vom 14.06.2021 kommuniziert.

Dies betrifft somit auch die Planungsregion Düsseldorf. Das zeigen die Ergebnisse der Klimawirkungs- und Risikoanalyse (KWRA) des Bundes. 

In der Klimawirkungs- und Risikoanalyse 2021 (KWRA) für Deutschland wurden über 100 Wirkungen des Klimawandels und deren Wechselwirkungen untersucht und bei rund 30 davon sehr dringender Handlungsbedarf festgestellt, wie in der Pressemitteilung hervorgehoben wird. Dazu gehören tödliche Hitzebelastungen, besonders in Städten, Wassermangel im Boden und häufigere Niedrigwasser, mit schwerwiegenden Folgen für alle Ökosysteme, die Land- und Forstwirtschaft sowie den Warentransport. Es wurden auch ökonomische Schäden durch ⁠Starkregen⁠, Sturzfluten und Hochwasser an Bauwerken untersucht sowie der durch den graduellen Temperaturanstieg verursachte Artenwandel, einschließlich der Ausbreitung von Krankheitsüberträgern und Schädlingen.

Die KWRA zeigt die Risiken verschiedener Klimaanalysen in der Mitte und zum Ende des Jahrhunderts auf. Bei einem starken Klimawandel würden sich sehr viel mehr Regionen zu Hotspots solcher Risiken des Klimawandels entwickeln. Ende des Jahrhunderts wäre sogar ganz Deutschland davon betroffen. Aus ergänzenden Abbildungen geht dabei hervor, dass die Rheinschiene rund um Düsseldorf zu den wärmsten Regionen mit sehr stark zunehmender Hitze zählt. 

In diesem Kontext ist auch auf den aktuellen Beschluss des BVerfG vom 24.03.2021 hinzuweisen. Das Bundesverfassungsgericht hat zuletzt die Regelungen im Klimaschutzgesetz des Bundes für den Zeitraum bis zum Jahr 2030 kritisch bewertet – weil sie hohe Emissionsminderungslasten unumkehrbar auf Zeiträume nach 2030 verschieben – und die Bundesregierung verpflichtet, zumindest die Fortschreibung der Minderungsziele der Treibhausgasemissionen für Zeiträume nach 2030 bis zum 31. Dezember 2022 näher zu regeln. Es dürfe laut Pressemitteilung des Gerichts nicht einer Generation zugestanden werden, unter vergleichsweise milder Reduktionslast große Teile des CO2-Budgets zu verbrauchen, wenn damit zugleich den nachfolgenden Generationen eine radikale Reduktionslast überlassen und deren Leben umfassenden Freiheitseinbußen ausgesetzt würde.

*Link zur Pressemitteilung

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