Mobilitäten in Coronazeiten

Zusammenfassung der Informationen von NA-BiBB / Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen zur aktuellen Situation zu ERASMUS+ Auslandsaufenthalten (Stand 24.06.2020)

Zusammenfassung der Informationen von NA-BiBB / Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen zur aktuellen Situation zu ERASMUS+ Auslandsaufenthalten (Stand 24.06.2020)

Es besteht kein Verbot von behördlicher Seite individuelle Mobilitäten im Rahmen von ERASMUS+ o.ä. (Schülerinnen und Schüler; Lehrerinnen und Lehrer) durchzuführen. Praktika sind keine Schulfahrten im Sinne der „Richtlinien für Schulfahrten“ (BASS 14-12 Nr.2). Danach fallen sie nicht unter den Runderlass vom 28.05.2020 „Durchführung von Schulfahrten nach den Sommerferien vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie“.

Auch die NA-BiBB (ERASMUS+) hat zu keinem Zeitpunkt die Durchführung von Auslandsaufenthalten verboten oder sie grundsätzlich ausgesetzt. Auslandsaufenthalte können also weiter durchgeführt werden, wenn der Projektträger die Sicherheit der Teilnehmenden gewährleisten kann. Alle Projektträger haben von der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut zur Berufsbildung Informationen zu der Corona-Situation per E-Mail erhalten. Aktuelle Informationen sind auch auf der Homepage der NA-BiBB (https://www.na-bibb.de/presse/news/2020/coronavirus-informationen-zu-erasmus/) zu finden. Alle Projektträger in NRW werden aus fachlicher Sicht von Frau Mayerhöffer betreut. Betroffene Berufskollegs können sich gerne an Frau Mayerhöffer wenden (Tel: 0228 107 1644).

ERASMUS+ Mittel dürfen zur Durchführung von Mobilitäten weiterhin verwendet werden. Sollten zukünftige Mobilitäten storniert werden müssen, sind die Kosten von entsendender Einrichtung und/oder Mobilitätsteilnehmer/in zu tragen. NA (Mobilitäten) oder Landesregierung (für den Fall zukünftiger Schulfahrten) übernehmen voraussichtlich keine Stornokosten mehr.

Praktika von Auszubildenden in der dualen Berufsausbildung, auch wenn ein Berufskolleg den Auslandsaufenthalt organisiert und gebucht hat, finden im Rahmen des Berufsbildungsgesetzes statt und die Schule ist hier aufgefordert, die Auszubildenden vom Unterricht für die Dauer des Auslandsaufenthaltes freizustellen. Hier empfiehlt es sich, gemeinsam mit den Ausbildungsbetrieben aufgrund deren oft langfristiger Ausbildungsplanung eine Lösung zu finden.

Es ist zu prüfen, ob unter den derzeitigen Voraussetzungen (social distancing) Ziele einer Mobilität erreicht werden können.

Ein erhöhtes gesundheitliches Risiko besteht weiterhin. Mobilitätsteilnehmer/innen und entsendende sowie aufnehmende Einrichtungen müssen sich darüber im Klaren sein und entscheiden, ob das Risiko (gesundheitlich, finanziell, …) vertretbar ist. Grundsätzlich sind bei Auslandsfahrten die Reisehinweise zu Ländern/Regionen auf der Homepage des Auswärtigen Amtes sowie die Informationen zur aktuellen Lage der Corona-Pandemie auf der Webseite der EU-Kommission, der Seite des European Centre for Disease Prevention and Control und auf der Seite des Robert Koch-Instituts Berlin zu beachten.