Aufkleber soll Fahrgäste sensibilisieren

Aufkleber als Warnung

Die Bezirksregierung Düsseldorf will die Nutzerinnen und Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in NRW für Gefahren sensibilisieren, die bei dem Versuch entstehen können, Türen anfahrender Bahnen mit Gewalt zu öffnen. Ein Logo, das die Verkehrsbetriebe in Wien entwickelt haben, soll die Menschen warnen.
Das Warnlogo soll auf Straßen-, auf U-Bahnen und auch neben den Türen der Schwebebahn angebracht werden.

Es ist eine Szene, die tödlich enden kann: Eine Straßenbahn fährt nach ihrem Halt wieder an, und ein Passagier, der in letzter Minute noch durch die sich schließende Tür einsteigen will, wird eingeklemmt und mitgeschleift. Zuletzt hatte ein Unfall in Essen Aufsehen erregt.  Das Fachdezernat der Bezirksregierung, die landesweit als Technische Aufsicht für Straßenbahnen (TAB) fungiert, will Nutzerinnen und Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) für eine Gefahr sensibilisieren, die von einem unsachgemäßen Umgang mit Bahntüren ausgehen kann. Einer der Schritte zum Ziel ist ein Logo, das die Verkehrsbetriebe in Wien entwickelt haben. Das Motiv:  Ein heraneilender Passagier, der Hand und Arm zwischen die sich schließenden Bahntüren streckt, um die erneute Öffnung zu erzwingen. Nach dem Willen der TAB sollen alle Verkehrsbetriebe in Nordrhein-Westfalen dieses schlichte Piktogramm auf ihren Bahnen anbringen – ein Aufkleber neben jedem Einstieg. 

„Alle kommunalen Bahnbetriebe für Straßen-, Hoch- und Untergrundbahnen oder auch die Schwebebahnen müssen ihre Linienfahrzeuge damit ausstatten“, sagt Matthias Vollstedt, Hauptdezernent im Verkehrsdezernat der Bezirksregierung Düsseldorf. „Die Aufkleber an den Fahrzeugen warnen künftig davor, mit Händen oder Gegenständen in das Schließen der Türen einzugreifen.“