EKA GmbH
Datum
01.03.2021
Datum der Umweltinspektion
04.11.2020
Anlagenbezeichnung
Abfallbehandlungsanlage
Standort

Hans-Fehr-Allee 21

45356 Essen

Alt Betreiber
EKA GmbH

Einstufung der Anlage

Einstufung nach Anhang 1 der IE-RL
Nr. -
Einstufung nach Anhang 1 der 4. BImSchV
Nr. 8.11.2.4, 8.12.1.2, 8.12.2, 8.12.3.1
Art der Umweltinspektion
angemeldet
Dauer der Inspektion vor Ort
1,75 Stunden
Gesamtaufwand der Inspektion
23,25 Stunden
Weitere beteiligte Behörden
keine
Umfang der Umweltinspektion

Medienübergreifende Umweltinspektion mit den Schwerpunkten:

  • Abfallstromkontrolle
  • Genehmigungskonformität
Grundlage der Umweltinspektion
  • § 52 BImSchG
  • § 47 Abs. 2 KrWG
  • § 100 WHG i. V. m. § 116 LWG
  • § 62 WHG
Ergebnis der Umweltinspektion
Geringfügige und erhebliche Mängel¹)²)
Beschreibung der Mängel
  • Das Register für nicht nachweispflichte Abfälle wird nicht in Gänze rechtskonform geführt.1)
  • Nicht sachgerechte Abfalleinstufung gemäß den formellen Vorgaben der AVV.1)
  • Nicht-Einhaltung von Nebenbestimmungen aus den Genehmigungsbescheiden vom 02.07.2014, 15.12.2009:2)4)
  • Lärmschutzwand wurde nicht errichtet
  • Keine Befeuchtungseinrichtungen vorhanden. Der Mangel wurde zwischenzeitlich behoben
  • Betriebsgelände nicht vollständig als wasserundurchlässige Befestigung, z. B. aus Asphaltbeton oder Beton (keine Pflasterung) ausgeführt.
  • Verunreinigungen durch wassergefährdende Stoffe2)4)
  • Unzureichende Prüfung des Entwässerungssystems / Nachweis der Dichtheit der Entwässerungsleitungen bzw. -bauwerke vor der Abwasserbehandlungsanlage liegt nicht vor 2), 4)
  • Undichte Abwasserbehandlungsanlage/ Nachweis der Dichtheit der Abwasserbehandlungsanlage liegt nicht vor (Prüfbericht gemäß DIN 1999-100) / Sanierungskonzept liegt nicht vor2)4)
  • Funktion, Betrieb und Wartung der Abwasserbehandlungsanlage nicht ordnungsgemäß (Abscheideranlage: monatliche Kontrolle bzw. halbjährliche Wartung nicht durchgeführt)2)4)
  • Nicht-Einhaltungen von Nebenbestimmungen der wasserrechtlichen Erlaubnis – Einbau von RCL I-Material und Gießereialtsand (Anzeige zum Abschluss der Einbaumaßnahme, Vorlagepflichten-Analyse, Gutachterliche Stellungnahme/Dokumentation)2)4)
  • Unzureichende Dokumentation der Abwasserbehandlungs- bzw. Entwässerungsanlage (Betriebstagebuch bzw. Betriebsanweisung nicht vorhanden, Wartungsvertrag bzw. Sachkundenachweis liegt nicht vor)2)4)
  • Fehlende bzw. abgelaufene Genehmigung zur Indirekteinleitung (Anhang 27 der Abwasserverordnung)2)4)
  • Einleitung von mineralölhaltigem Abwasser in die öffentliche Kanalisation ohne erforderliche Genehmigung (Anhang 49 der Abwasserverordnung)2)4)
Veranlasste Maßnahmen

Revisionsschreiben

Legende

1) Geringfügige Mängel

sind festgestellte Verstöße gegen materielle oder formelle Anforderungen, die augenscheinlich nicht zu Umweltbeeinträchtigungen führen können. Ein Vermerk oder ein Revisionsschreiben ist ausreichend. Der Betreiber bestätigt die Beseitigung der Mängel innerhalb einer angemessenen, vereinbarten Frist.

2) Erhebliche Mängel

sind festgestellte Verstöße gegen materielle oder formelle Anforderungen, die zu Umweltbeeinträchtigungen führen können. Die Beseitigung der Mängel ist innerhalb einer festgesetzten Frist mit anschließender Vollzugsmeldung zu fordern. Die Mängelbeseitigung soll zeitnah vor Ort überprüft und dokumentiert werden.

3) Schwerwiegende Mängel

sind festgestellte Verstöße gegen materielle oder formelle Anforderungen, die zu akuten, erheblichen Umweltbeeinträchtigungen führen können. Eine Beseitigung dieser Mängel durch den Betreiber ist unverzüglich zu fordern. Ggf. ist eine Stilllegung/Teilstilllegung der Anlage zu prüfen. Die Mängelbeseitigung ist zeitnah zu überprüfen und zu dokumentieren. Die Folgeinspektion wird spätestens nach 6 Monaten durchgeführt.

4) Der Mangel wurde bereits bei einer früheren Inspektion festgestellt.