EKA GmbH
Datum
24.03.2022
Datum der Umweltinspektion
04.11.2020
Anlagenbezeichnung
Abfallbehandlungsanlage - zeitweilige Lagerung, Behandlung und Umschlag von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen
Standort

Hans-Fehr-Allee 21

45356 Essen

Einstufung der Anlage

Einstufung nach Anhang 1 der IE-RL
Nr. -
Einstufung nach Anhang 1 der 4. BImSchV
Nr. 8.11.2.4, 8.12.1.2, 8.12.2, 8.12.3.1
Art der Umweltinspektion
unangemeldet
Dauer der Inspektion vor Ort
2 Stunden 15 Minuten
Gesamtaufwand der Inspektion
16 Stunden 15 Minuten
Weitere beteiligte Behörden
keine
Umfang der Umweltinspektion

Medienübergreifende Umweltinspektion mit den Schwerpunkten:

  • Genehmigungskonformität
Grundlage der Umweltinspektion
  • § 52 BImSchG
Ergebnis der Umweltinspektion
Geringfügige und erhebliche Mängel¹⁾²⁾
Beschreibung der Mängel
  • Lärmschutzwand wurde nicht vollständig und genehmigungskonform errichtet. 1), 4)
  • Keine Befeuchtungseinrichtungen vorhanden, hierdurch erhöhte Staubbelastung 2), 4)
  • Keine vollständige Abgrenzung von befestigten zu unbefestigten Flächen. 2), 4)
  • Verunreinigungen durch wassergefährdende Stoffe. 2), 4)
  • Nicht zulässige Lagerung von Abfällen mit wassergefährdenden Bestandteilen. 2), 4)
  • Fehlende Fläche zum Abfüllen von wassergefährdenden Stoffen. 1), 4)
  • Nicht genehmigte Lagerung von Elektroschrotten.1)
  • Unzureichende Prüfung des Entwässerungssystems / Nachweis der Dichtheit der Entwässerungsleitungen bzw. -bauwerke vor der Abwasserbehandlungsanlage liegt nicht vor 2), 4)
  • Undichte Abwasserbehandlungsanlage/ Nachweis der Dichtheit der Abwasserbehandlungsanlage liegt nicht vor (Prüfbericht gemäß DIN 1999-100) / Sanierungskonzept liegt nicht vor 2), 4)
  • Funktion, Betrieb und Wartung der Abwasserbehandlungsanlage nicht ordnungsgemäß (Abscheideranlage: monatliche Kontrolle bzw. halbjährliche Wartung nicht durchgeführt) 2), 4)
  • Nicht-Einhaltungen von Nebenbestimmungen der wasserrechtlichen Erlaubnis – Einbau von RCL I-Material und Gießereialtsand (Anzeige zum Abschluss der Einbaumaßnahme, Vorlagepflichten-Analyse, Gutachterliche Stellungnahme/Dokumentation) 2), 4)
  • Unzureichende Dokumentation der Abwasserbehandlungs- bzw. Entwässerungsanlage (Betriebstagebuch bzw. Betriebsanweisung nicht vorhanden, Wartungsvertrag bzw. Sachkundenachweis liegt nicht vor) 2), 4)
  • Fehlende bzw. abgelaufene Genehmigung zur Indirekteinleitung (Anhang 27 der Abwasserverordnung) 2), 4)
  • Einleitung von mineralölhaltigem Abwasser in die öffentliche Kanalisation ohne erforderliche Genehmigung (Anhang 49 der Abwasserverordnung) 2), 4)
Veranlasste Maßnahmen

Revisionsschreiben, Ordnungsverfügung

Legende

1) Geringfügige Mängel

sind festgestellte Verstöße gegen materielle oder formelle Anforderungen, die augenscheinlich nicht zu Umweltbeeinträchtigungen führen können. Ein Vermerk oder ein Revisionsschreiben ist ausreichend. Der Betreiber bestätigt die Beseitigung der Mängel innerhalb einer angemessenen, vereinbarten Frist.

2) Erhebliche Mängel

sind festgestellte Verstöße gegen materielle oder formelle Anforderungen, die zu Umweltbeeinträchtigungen führen können. Die Beseitigung der Mängel ist innerhalb einer festgesetzten Frist mit anschließender Vollzugsmeldung zu fordern. Die Mängelbeseitigung soll zeitnah vor Ort überprüft und dokumentiert werden.

3) Schwerwiegende Mängel

sind festgestellte Verstöße gegen materielle oder formelle Anforderungen, die zu akuten, erheblichen Umweltbeeinträchtigungen führen können. Eine Beseitigung dieser Mängel durch den Betreiber ist unverzüglich zu fordern. Ggf. ist eine Stilllegung/Teilstilllegung der Anlage zu prüfen. Die Mängelbeseitigung ist zeitnah zu überprüfen und zu dokumentieren. Die Folgeinspektion wird spätestens nach 6 Monaten durchgeführt.

4) Der Mangel wurde bereits bei einer früheren Inspektion festgestellt.