Industrieanlage (Symbolbild)

Klimaneutrale Transformation der Industrie

Zum Erreichen der Klimaneutralität bis 2045 sind in der Industrie tiefgreifende Veränderungen erforderlich, um den Ausstoß von Treibhausgasemissionen zu reduzieren.

Nach dem Energiesektor verursacht in Deutschland die Industrie die zweitgrößten Treibhausgasemissionen. Um die nationalen Klimaziele zu erreichen, ist es daher entscheidend, auch die Industrie schrittweise zu dekarbonisieren – das heißt, den Einsatz fossiler Energieträger deutlich zu reduzieren und durch klimafreundliche Alternativen zu ersetzen.

Bereits heute sind große Fortschritte sichtbar: Zwischen 1990 und 2023 konnten die Emissionen im Industriesektor um rund 35 % gesenkt werden und das bei gleichzeitig steigender wirtschaftlicher Leistung (Quelle: Umweltbundesamt).

Dennoch steht die Industrie vor großen Herausforderungen. Eine vollständige Klimaneutralität bis 2045 erfordert umfassende strukturelle Veränderungen und technologische Innovationen. Wichtige Schritte auf dem Weg zur Dekarbonisierung sind:

  • Steigerung der Energieeffizienz in Produktionsprozessen
  • Reduzierung fossiler Energieträger und vermehrte Nutzung erneuerbarer Quellen
  • Elektrifizierung der Erzeugung von Prozess- und Fernwärme, wo technisch möglich
  • Einsatz klimaneutraler Brenn- und Treibstoffe, wie etwa grünem Wasserstoff oder Biomethanol
  • Abscheidung von CO₂, das sich nicht oder nur schwer vermeiden lässt – etwa in der Kalk- oder Abfallindustrie
  • Nutzung oder Speicherung von abgeschiedenem CO₂: als Rohstoff (Carbon Capture und Utilization – CCU) oder durch unterirdische Speicherung (Carbon Capture and Storage – CCS)

Einige Technologien befinden sich noch in der Entwicklung oder erfordern klare gesetzliche Rahmenbedingungen. Mit verschiedenen Strategien und Konzepten – darunter die Wasserstoff Roadmap, die Carbon Management Strategie, das Handlungskonzept Synthetische Kraftstoffe sowie die Energie- und Wärmestrategie – zeigt das Land Nordrhein-Westfalen konkrete Wege für einen zukunftsfähigen Industriestandort auf.

Der Regierungsbezirk Düsseldorf gehört mit zu den industriestärksten Regionen Deutschlands. Mit seiner starken Stahl- und Aluminiumindustrie, Kalkindustrie, Chemieunternehmen und Maschinenbau ist die Region besonders gefordert und zugleich ein zentraler Akteur der Transformation. Die Bezirksregierung Düsseldorf übernimmt hierbei eine wichtige Rolle: Als Genehmigungs- und Überwachungsbehörde begleitet sie Industrie- und Energieanlagen auf ihrem Weg zu einer klimafreundlichen, ressourcenschonenden und zukunftsfesten Wirtschaftsweise im Einklang mit nationalen und europäischen Vorgaben.

Informationen zum Genehmigungsverfahren und die jeweiligen Ansprechpersonen finden Sie auf der Seite Immissionsschutz.