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Studienintegrierende Ausbildung (SiA-NRW)

SiA-NRW ist eine hochwertige, mit akademischen Inhalten aufgewertete Form von dualer Berufsbildung, die die Lernorte Betrieb, Berufskolleg und Hochschule neuartig miteinander verknüpft und sich damit vor allem an Schulabsolventinnen und -absolventen mit Hochschulreife richtet.

Sie bietet jungen Menschen die Möglichkeit, einen Berufs- und einen Studienabschluss in vier Jahren zu erwerben. Das Lernen im Betrieb, im Berufskolleg und an der Hochschule wird dabei in neuer Form miteinander verknüpft und Leistungen gegenseitig anerkannt. Erst im späteren Verlauf entscheiden die Auszubildenden auf Basis ihrer bis dahin gewonnenen Erfahrungen, ob sie den Doppelabschluss weiterhin anstreben oder ausschließlich die Berufsausbildung beenden möchten. Bis dahin unterstützt sie ein individuelles Bildungsweg-Coaching dabei, ihr Potential zu erkennen und bestmöglich auszuschöpfen.

Die Geschäftsstelle SiA-NRW

Social Network (Symbolbild)

Die Geschäftsstelle SiA-NRW berät und unterstützt die Berufskollegs bei der Erprobung und Umsetzung der studienintegrierenden Ausbildung. Darüber hinaus sichert sie einen Transfer von Projektinhalten und –erkenntnissen in die berufliche Bildung.

SiA-NRW ist ein Verbundprojekt. Um das Konzept der studienintegrierenden Ausbildung zu etablieren, arbeitet die Geschäftsstelle mit zwei Verbundpartnern projektbezogen zusammen: Der Kreis Düren begleitet die mit den Berufskollegs kooperierenden Hochschulen. Die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung koordiniert die Zusammenarbeit und begleitet das Projekt arbeitsmarktpolitisch.

SiA-NRW als InnoVET-Projekt

Papierflugzeuge

InnoVET ist der Innovationswettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für eine exzellente berufliche Bildung. 17 Projekte wurden ausgewählt, um attraktive und hochwertige Qualifizierungsangebote für die berufliche Bildung zu erproben und zu entwickeln. SiA-NRW ist eins von ihnen.

Fachkräftesicherung/Fachkräfteentwicklung/Fachkräfteförderung SiA-NRW macht die berufliche Bildung zukunftsfest und setzt sie mit der akademischen Bildung gleich. Kooperationen zwischen Lernorten werden intensiviert, Berufs- und Hochschulmodule neuartig verknüpft und durch Laufbahnkonzepte und Karriereberatung ergänzt.

Aufgaben der Geschäftsstelle

Holzhäkchen (Symbolbild)

Zu den Aufgaben und Leistungen der Geschäftsstelle gehören:

Unterstützung der Pilotstandorte bei der Vorbereitung und Durchführung der studienintegrierenden Ausbildung mit der Umsetzung des Vorgehensmodells:

  • Bewerbung, Bestimmung und Auswahl der Pilotstandorte
  • Abstimmungsprozesse zwischen Berufskolleg und Hochschule
  • Erstellen eines Kommunikationskonzepts und einer Handreichung
  • Mobilisierung von Unternehmen und Auszubildenden
  • Entwicklung der curricularen Strukturen
  • Herausforderungen für die Ausbildungs- und Studienorganisationen
  • Entwicklung des Coaching-Konzepts
  • Präsentation der studienintegrierenden Ausbildung auf Veranstaltungen
  • Klärung organisatorisch-formaler Fragen
  • Allgemeine Rechtsfragen und Kooperationsanliegen

Die wissenschaftliche Begleitung

Tastatur mit Schriftzug Critical Friend

SiA-NRW wird von Prof. Dr. Nicole Naeve-Stoß und Prof. em. Dr. Dieter Euler wissenschaftlich begleitet.

Die Professoren für Wirtschaftspädagogik untersuchen die Entwicklungsprozesse im Projekt im Rahmen einer gestaltungsorientierten Forschung. Dabei analysieren sie die zentralen Entwicklungsschritte, geben den Akteuren in der Praxis konstruktive Rückmeldungen und entwickeln. ggf. alternative Konzepte zur Optimierung und Weiterentwicklung.

Ihr Ziel ist die Unterstützung einer erfolgreichen Entwicklung und Erprobung der studienintegrierenden Ausbildung und die Ableitung von Handlungsempfehlungen für den Breitentransfer in Nordrhein-Westfalen.

Der strategische Beirat

Menschen vor Mikrofonen

Am 4. Oktober 2021 nahm der Strategische Beirat des Projekts seine Arbeit auf. Das Gremium -unter dem Vorsitz von Bildungsministerin Yvonne Gebauer und Arbeitsminister Karl-Josef Laumann- berät regelmäßig darüber, wie SiA-NRW weiterentwickelt werden kann. Dem Beirat gehören die Regierungspräsidentinnen aus Köln und Düsseldorf, hochrangige Vertretungen der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammern und der Sozialpartner, der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit sowie der Kommunalen Spitzenverbände an.