LANXESS Deutschland GmbH
Datum
03.06.2019
zuletzt geändert Datum
31.05.2019
Datum der Umweltinspektion
03.09.2018
14.09.2018
Anlagenbezeichnung
Anlage zur Herstellung von Weichmachern
Standort

Rheinuferstraße 7-9

47829 Krefeld

Alt Betreiber
LANXESS Deutschland GmbH CHEMPARK Krefeld_uerdingen

Einstufung der Anlage

Einstufung nach Anhang 1 der IE-RL
Nr. 4.1.b
Einstufung nach Anhang 1 der 4. BImSchV
Nr. 4.1.2
Art der Umweltinspektion
angemeldet
Dauer der Inspektion vor Ort
16 Stunden
Gesamtaufwand der Inspektion
91,5 Stunden
Umfang der Umweltinspektion

Medienübergreifende Umweltinspektion mit den Schwerpunkten:

  • Immissionsschutz
  • Gewässerschutz
    • Vorbeugender Gewässerschutz
    • Industrieabwassereinleitung
Grundlage der Umweltinspektion
  • § 52 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)
  • § 100 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) in Verbindung mit (i.V.m.) § 93 Landeswassergesetz NRW (LWG NRW)
Ergebnis der Umweltinspektion
Geringfügige und erhebliche Mängel¹) ²)
Beschreibung der Mängel

Vier Erhebliche Mängel: ²)
- Verstoß gegen eine Auflage des vorbeugenden Gewässerschutzes.
Es waren Beschädigungen an einer Dichtfläche zum Schutz des Eindringens wassergefährdender Stoffe in den Boden/das Grundwasser vorhanden.
Der Mangel wurde zwischenzeitlich behoben. - Betrieb einer Anlage zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen ohne die erforderliche Zulassung.
Die erforderliche Zulassung wurde durch die Betreiberin zwischenzeitlich beantragt, ist jedoch bislang nicht erteilt. - Verstoß gegen eine Auflage des vorbeugenden Gewässerschutzes.
Es waren Leckagen an einer Abfüllstation vorhanden, welche entgegen den Zulassungen nicht sofort entfernt und nicht sofort ordnungsgemäß entsorgt wurden.
Das eingesetzte Personal wurde zwischenzeitlich durch die Betreiberin hinsichtlich des Umgang mit Leckagen zusätzlich geschult. - Errichtung und Betrieb einer Vielzahl von Apparaten, Behältern, Aggregaten und Rohrleitungen ohne die erforderliche immissionsschutzrechtliche Zulassung.
Mittels öffentlich-rechtlichem Vertrag wurde zwischen der Bezirksregierung Düsseldorf und der Betreiberin der Umgang mit den Abweichungen vom genehmigten Betrieb geregelt.
Die erforderliche Zulassung wurde durch die Betreiberin zwischenzeitlich beantragt, ist jedoch bislang nicht erteilt. Fünf Geringfügige Mängel: ¹)
- Es sind Beschädigungen an einer Dichtfläche zum Schutz des Eindringens wassergefährdender Stoffe in den Boden/das Grundwasser vorhanden.
Durch die Betreiberin wurde zwischenzeitlich ein entsprechendes Sanierungskonzept erstellt und die Umgestaltung der Dichtfläche im Zuge eines Zulassungsverfahrens beantragt. - Die geforderte Zuordnung einer Dichtungsfuge zwischen zwei Flächen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen war in der Anlagendokumentation nicht umgesetzt.
Durch die Betreiberin wurde die Anlagendokumentation zwischenzeitlich angepasst. - Die geforderte schnelle und zuverlässige Erkennbarkeit von austretenden wassergefährdenden Stoffen aus einer Anlage zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen war nicht gegeben.
Durch die Betreiberin wurde die Anlage zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen zwischenzeitlich so angepasst, dass diese Anforderung erfüllt wird. - Die geforderte dokumentarische Abgrenzung einer Anlage zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen ist nicht sachgerecht erfolgt. - Errichtung von drei Reaktoren ohne die erforderliche immissionsschutzrechtliche Genehmigung.
Mittels öffentlich-rechtlichen-Vertrag wurde zwischen der Bezirksregierung Düsseldorf und der Betreiberin der Umgang mit den Abweichungen vom genehmigten Betrieb geregelt.
Die erforderliche Zulassung wurde durch die Betreiberin zwischenzeitlich beantragt, ist jedoch bislang nicht erteilt.

Veranlasste Maßnahmen

Revisionsschreiben mit Fristsetzungen

Legende

1) Geringfügige Mängel

sind festgestellte Verstöße gegen materielle oder formelle Anforderungen, die augenscheinlich nicht zu Umweltbeeinträchtigungen führen können. Ein Vermerk oder ein Revisionsschreiben ist ausreichend. Der Betreiber bestätigt die Beseitigung der Mängel innerhalb einer angemessenen, vereinbarten Frist.

2) Erhebliche Mängel

sind festgestellte Verstöße gegen materielle oder formelle Anforderungen, die zu Umweltbeeinträchtigungen führen können. Die Beseitigung der Mängel ist innerhalb einer festgesetzten Frist mit anschließender Vollzugsmeldung zu fordern. Die Mängelbeseitigung soll zeitnah vor Ort überprüft und dokumentiert werden.

3) Schwerwiegende Mängel

sind festgestellte Verstöße gegen materielle oder formelle Anforderungen, die zu akuten, erheblichen Umweltbeeinträchtigungen führen können. Eine Beseitigung dieser Mängel durch den Betreiber ist unverzüglich zu fordern. Ggf. ist eine Stilllegung/Teilstilllegung der Anlage zu prüfen. Die Mängelbeseitigung ist zeitnah zu überprüfen und zu dokumentieren. Die Folgeinspektion wird spätestens nach 6 Monaten durchgeführt.

4) Der Mangel wurde bereits bei einer früheren Inspektion festgestellt.