Sanierung Schleuse Mülheim
27.04.2022

8,5 Tonnen schwere Tore nach Sanierung wieder eingebaut

Per Tieflader angeliefert, mit einem 120-Tonnen-Kran an ihren Platz gehievt: Heute wurden die sanierten Tore der Schleuse Mülheim wieder eingehoben. Nach weiteren notwendigen Montagearbeiten wird die Schleuse voraussichtlich am 14. Mai wieder den Betrieb aufnehmen. Dann sind insgesamt rund 450.000 Euro in die Sanierung geflossen.

Das war tonnenschwere Millimeterarbeit: In den frühen Morgenstunden wurden die beiden jeweils rund 8,5 Tonnen schweren Tore zur Ruhr gebracht. Zuvor hatte eine Essener Firma bereits den Riesenkran aufgebaut, an dem die Elemente dann wieder in ihre ursprüngliche Position gebracht wurden.

Die Schäden waren bei einer Revision im Januar 2020 entdeckt worden. Dazu wurde die Schleuse Mülheim trockengelegt und gereinigt. Das Ergebnis war, dass nach 30 Jahren die Torflügel, aber auch Stützen sowie Führungs- und Halteschienen durch Korrosion stark in Mitleidenschaft gezogen waren. Aber auch das Mauerwerk in der Schleusenkammer wies großflächige Schäden auf. Per Ausschreibung wurden Fachfirmen für die Sanierung gesucht und gefunden.

Die Sperrung erfolgte Anfang November 2021. Die Schleusentore wurden ausgebaut und zu einer Spezialfirma nach Frankfurt/Oder gebracht. Eigentlich hatte die Ruhrunterhaltung der Bezirksregierung Düsseldorf gehofft, dass die Schleuse zum Saisonstart Anfang April wieder in Betrieb gehen könnte. Doch unter anderem coronabedingt verzögerte sich der Ablauf. Nun ist geplant, dass die Schiffe ab 14. Mai wieder geschleust werden können.

In der Saison zwischen April und Oktober passiert dies etwa 1200 bis 1400 Mal. Das entspricht rund 2500 Booten. Wenn die Weiße Flotte kommt, passt allerdings kein weiteres Schiff mehr in die Kammer. Diese fasst rund eine Million Liter Wasser – das sind ungefähr 5555 Badewannenfüllungen. Eine Schleusung dauert zirka 20 Minuten.